Der klassische Newsletter, seit Jahren das Schweizer Taschenmesser im Marketing-Arsenal eines jeden Online-Händlers, verliert an Bedeutung. Auf der anderen Seite entstehen Anwendungen, die auf der Analyse von komplexen Daten beruhen. Das eröffnet auch kleineren Händlern neue Möglichkeiten für ein effizienteres E-Mail-Marketing.
Hand aufs Herz: Wie viele Newsletter mit standardisierten Ansprachen à la „Sehr geehrte Damen und Herren, hier unsere Angebote der Woche“ landen noch in Ihrem Posteingang?
Und wie viele davon lesen Sie noch, bevor Sie sie in den Papierkorb verschieben?
Der klassische Newsletter, den Online-Händler seit Jahren im Gießkannenprinzip an all ihre Kunden versenden, verliert in der ganzen Branche Abonnenten, Öffnungsraten und Click-Through-Raten, kurz: Er verliert an Bedeutung.
Gleichzeitig wird das Bedürfnis nach einer individuellen Ansprache mit auf den Leser zugeschnittener Produktauswahl von größeren Playern im Markt bereits erfüllt.
Marktteilnehmer wie Zalando und Co. Arbeiten dafür nicht mehr mit simplen Wenn-Dann-Regeln, sondern greifen auf Big Data-Anwendungen mit künstlicher Intelligenz zurück, um Prognosen über das zukünftige Verhalten ihrer Kunden zu treffen – und den Newsletter-Inhalt daran anzupassen. [Weiterlesen…] Infos zum Plugin Wie Big Data das E-Mail-Marketing verändert


Der Online-Handel ächzt unter zu geringen Margen und dem Problem, sein Geschäft profitabel betreiben zu können. Dabei hat die Branche, unserer Beobachtung nach, in der Regel kein Margenproblem. Viele Online-Händler haben schlicht und ergreifend ihre Zahlen nicht im Griff. Und deshalb laufen ihnen die Kosten davon.


Inzwischen hat sich dieses Bild deutlich gewandelt. Immer mehr Shops werben auf ihren Seiten proaktiv mit einem telefonischen Service-Angebot. Vielfach werden sogar die Mitarbeiter des Service-Teams vorgestellt, damit die Kunden wissen, wen sie am anderen Ende der Leistung haben. Diese Kehrtwende bezogen auf das Service-Angebot erfolgte aus gutem Grund: 2014 lag der Anteil telefonischer Bestellungen im E-Commerce laut aktueller bevh-Zahlen bei 11 Prozent. Das bedeutet: Wer seinen Kunden keine Service-Hotline anbietet, die zumindest während der üblichen Geschäftszeiten erreichbar ist, verzichtet auf eine Menge Umsatz. Viele unsichere Besucher legen Wert auf eine telefonische Beratung, falls sie Fragen zu konkreten Produkten oder zum Bestellablauf haben. Wenn Shops das nicht bieten, bestellen diese Besucher bei Mitbewerbern, die ein entsprechendes Angebot bereithalten.