Nils Seebach hat für unser Portal kürzlich einen kleinen Leitfaden bereitgestellt, wie man den Wert eines Onlineshops ermitteln kann. Dieser Frage gehen nicht nur wir bereits seit einigen Jahren (genaugenommen seit 2008) nach. Da dieses Thema sehr viele Shop-Betreiber interessiert, wird es in ein paar Wochen bzw. eher Monaten auch einen ausführlichen Ratgeber dazu von uns geben. Wer nicht solange warten kann oder möchte, dem sei nicht nur Nils kleiner Leitfaden, sondern auch seine Tipps für den Unternehmensverkauf nahegelegt. Hier die Kurzzusammenfassung:
- Operative Arbeit nicht vernachlässigen!
- Ablenkung innerhalb der Organisation so gut es geht vermeiden!
- Optionen haben ist gut!
- Jetzt aufräumen – keine Leichen im Keller!
- Wisst genau was ihr wollt – Investor, Exit, Preise, Eckdaten etc.!
- Exit sollte vorbereitet werden – gibt es schon Probeprojekte – Kunden machen gute Käufer!
- Zeitplan erstellen und gute Vorbereitungen für den Verkaufsprozess treffen; Budget für die Verkaufskosten aufstellen und einhalten.
- Motivation und Hintergrund der Käufer bzw. Käufergruppen genau verstehen!
- Cash ist King – erst wenn das Geld überwiesen wurde, ist der Deal vorbei!
- Berater, Berater, Berater!
- Vesting, Earn-Out und andere Gründerschimpfwörter …
Noch ein paar Worte zu Nils Seebach. Er ist Gründer des Beratungsunternehmens eTribes sowie Gründer und Geschäftsführer von Spryker Systems, einem Technologieanbieter und Joint Venture, das er zusammen mit Project A Ventures im November 2014 gegründet hat. Er ist außerdem Herausgeber des Blogs Digitalkaufmann, das sich mit der Bewertung digitaler Geschäftsmodelle und der betriebswirtschaftlichen Analyse von digitalen Themen befasst.

Im ersten Schritte ist es für einen Onlineshop-Betreiber sehr wichtig, sich auf gutes Zahlenmaterial stützen zu können, um eine Bewertung des Geschäfts zu begründen. Was bedeutet das genau für die Erstellung einer Bewertung?
Die größte Herausforderung für den Onlinehandel ist es, immer am Puls der Zeit zu bleiben. Die technische Entwicklung, vor allem bei den Endgeräten, mit denen Kunden aufs Internet zugreifen, stellt alle Shopbetreiber vor immer neue Herausforderungen. Hier treffen wir auf mittlerweile völlig unterschiedliche Bedienkonzepte wie Smartphones, Tablets, Smart TVs, PCs und zukünftig auch andere Smart Devices. Die Frage bleibt, ob man für jede dieser Plattformen eigene Lösungen entwickelt, oder ob es gelingt, einen kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden und diesen zu etablieren. Hinzu kommen ständig neue Verordnungen und Gesetze, an die sich der Onlinehandel anpassen muss – was sehr ressourcenintensiv ist. Umso mehr, je mehr Plattformlösungen betrieben werden.