Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie "Web 2.0 Experiences 2008 and beyond" der Adobe-Tochter Scene 7, die 347 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen nach deren Plänen befragte, um das Kundenerlebnis zu verbessern und die Konversionsrate zu steigern. Umfrageteilnehmer die bereits Zoom-Funktionen oder alternative Produktansichten integriert haben, bewerteten deren Wirkung um einiges höher als andere Funktionen. Als weitere Umsatztreiber wurden u.a. genannt: Microsites, Videos, Blogs, Schnellansichten, RSS und Produkttouren.
gefunden bei Internet World Business
Fairerweise muss man jedoch erwähnen, dass Scene 7 Anbieter von Bildserversoftware zur dynamischen Erstellung von Digitalbildern ist. Was auf deren Webseite zu sehen ist, macht jedoch einen sehr guten Eindruck. Anfang Juni bin ich zu einer Livepräsentation eingeladen. Bin schon sehr gespannt, was Adobe Scene 7 so alles bietet und ob es auch für kleinere Onlineshops geeignet ist.
H.P. meint
Sieht ja niedlich aus, aber dürfte schon recht schwierig zu pflegen sein sowas, ausserdem sehe ich keinen unmittelbaren Vorteil Kataloge 1:1 aus dem Printbereich ins Web zu übertragen von Suchmaschinentauglichkeit rede ich lieber gar nicht erst. Niemand will tatsächlich blättern, das macht einfach keinen Spaß übers Internet.
Vom Ergebnis herl finde ich das die Studie nicht ganz unrecht haben kann, eine gute Produktpräsentation ist schon wichtig.
Abschließend noch eine Bemerkung zu solchen Studien, die verlieren Ihren Sinn wenn sie immer von jemandem mit einem eindeutigen Interesse durchgeführt werden. Hier wäre es sinnvoll einen seriösen Anbieter zu wählen der die Studie erstellt.
shopanbieter.de meint
Hinsichtlich elektronische Kataloge gibt es mittlerweile ja einige ambitionierte Anbieter. Ich persönlich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass dies auf grosses Interesse stösst.
Bei der Zoomfunktion für Produkte sieht es da meiner Meinung nach schon ganz anders aus. Und alternative Produktansichten sollten eigentlich gar nicht mehr erwähnt werden (müssen).
Die Realität sieht leider ganz anders. Bin erst letztens wieder über einem Onlineshop gestolpert, der Möbel – Verkaufspreis teilweise über 1.000 Euro – anbietet und jeweils nur ein kleines Bild zu seinen Produkten anbietet. Da wundere ich mich schon…
Robert Z. meint
Gute Produktdarstellungen ist „wichtig“, keine Frage. Ob gleich „wichtigER“ als Produktbewertungen sei dahingestellt.
Jeder einzelne Punkt eines Shops trägt einen gewissen Prozentsatz zum Gesamterfolg bei. Alleine so eine Aussage „wichtiger als“ und Vergleiche von total unterschiedlichen Shopfunktionen gehören verboten. Wenn ich Shopbetreiber bin, sorge ich dafür, dass ALLES möglichst perfekt ist. Wer natürlich täglich um 16h Feierabend macht, der kann diesem Anspruch nicht gerecht werden.
Wie oft schlagen wir dem Kunden vor, bitte nutze doch Zoom-Funktionen oder dies oder jenes! Es ist absolut erschreckend, wie viele hier wegen „zu viel Aufwand“ anfangen zu jammern! Vielen fehlt eine Art ChackaChacka Auftrieb, um hier Gas zu geben.
Und ich spreche nicht nur von Wohnzimmerverkäufern, die ja fast alle so denken, nein die Kritik hier geht auch an größere Unternehmen, die meinen mit „halber Kraft“ der Konkurrenz davon schwimmen zu können.
Blätterfunktionen finde ich online auch irre langweilig.
Die Demo des Produktkonfigurators bei scene7.com ist sehr gut gemacht. Bleibt nur die Frage des Aufwands? Denn für kleinere Shops, die von dem Cashmere Pullover evtl. nur 50 Stück verkaufen werden ist dies sowieso nicht bezahlbar. Und bei größeren dreht die Entwicklung solch aufwändiger Konfiguratoren (die sicher nicht auf Knopfdruck aus dem Backofen kommen) mächtig an der Marge!
Wie viele Blusen für 19,95 muss ich also verkaufen, um einen 4-stelligen Betrag für die Entwicklung des Konfigurators nur für dieses eine Produkt einzufahren? Phuuu…
Das mit dem 4-stellig ist nur so eine Vermutung. Bei 4 Ansichten und je 8 Verschiedene Farben, müssen schon so einige Bilder 1a nachgearbeitet werden, damit das in der Präsentation dann auch aussieht. Von der Logik um dann auch den richtigen Artikel in den Warenkorb zu legen abgesehen.
Bei der Demo sieht man ja wie sich die Haare der Frau beim herumklicken mit ändern. Hier sind also tatsächlich einzelne Fotos fast perfekt übereinander gearbeitet worden. Wie viele Anläufe man also allein für die Fotos beim Fotografen benötigt zeigt schon ansatzweise den Aufwand.
Somit werden solche Lösung bei Anbietern, die auch noch selbst Gewinn dabei machen möchten schon recht teuer.
Der wäre kostentechnisch nur zu schaffen, wenn man diese Arbeiten von internen günstigen Personal erledigen lassen könnte! Einen Versuch wäre es wert! Die Optik und bedienung ist wirklich klasse!
shopanbieter.de meint
Wie sich Adobe Scene mit dem Budget eines kleinen Onlineshop-Betreibers verträgt, frage ich mich auch.
Falls ich bei dieser Livepräsentation gezielte Fragen stellen soll -> immer her damit (mit den Fragen).