DHL Checkout gestartet

Von: | 26. Mai 2011
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Vermutlich als Erster haben wir im Oktober 2010 im Zusammenhang mit dem Start von meinpaket.de die Pläne von DHL für einen eigenen shopübergreifenden Checkout aufgedeckt.;-) Seit vergangener Woche steht der Payment Service „DHL Checkout“ als Bezahlart für allen Onlineshops zur Verfügung. Bereits seit vergangenen Herbst wird dieser auf dem DHL-Marktplatz meinpaket.de eingesetzt.

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Damit bekommt Papyal, neben dem kürzlich eingeführten Amazon Payment weitere Konkurrenz. Auch Tradoria möchte seinen Checkout Mitte diesen Jahres systemübergreifend allen Shop-Betreibern andienen. Ich erwarte ja, dass sich auch Yatego in dieses Getümmel – oder schon bald Gemetzel in Anbetracht der Mitkonkurrenten um die Gunst der Händler? – stürzen wird. Zumindest kleinere Wetten würde ich darauf abschließen, da es einfach naheliegend scheint. Kapital dafür hat Yatego ja erst kürzlich eingesammelt.

Doch zurück zum DHL Checkout – momentan sehe ich nicht wo für Shop-Betreiber die Attraktivität liegen sollte. Vergleicht man die Kostenstruktur von DHL Checkout mit Paypal und Amazon Payments, stellt man fest dass DHL bestenfalls gleichauf liegt. Je höher der Warenkorb bzw. Umsatz desto unattraktiver DHL Checkout. Schön ersichtlich in der Vergleichstabelle von eCommerce advanced.

Bis ich eines Besseren belehrt werde, bleibe ich auch in 2011 dabei  – Geld schießt Tore, nur im E-Commerce klappt das nicht immer. Wobei es dieses Jahr erfreulicherweise nicht einmal im Fussball immer geklappt hat.

Dennoch gehe ich davon aus, dass DHL Checkout der zweite (Schildbürger)-Streich in kurzer Zeit wird, obwohl die Voraussetzungen und das Potential für meinpaket.de und DHL Checkout gross wären. Wenn da nur nicht der liebe Konzern wäre, der ja immer schon wusste wie es früher besser gemacht wurde.

Auch wenn für das schwächelnde meinpaket.de jetzt eine großangelegte Marketingoffensive geplant sein mag, stehe ich zu meinem damaligen Kommentar vom 14. August 2010:

„… ganz ehrlich – ich finde es weniger schwer für das Geschäftsmodell – welches ja auch nicht neu ist – ein “Big picture” auf dem Reissbrett zu entwerfen, als es konsequent in seinen Feinheiten umzusetzen. Und da kommt es nun mal oft oder vor allem auf die Kleinigkeiten in ihrer Summe an.
Autorenfoto bewegt sich seit 1997 beruflich im Internethandel, gilt als E-Commerce Experte und verfügt über große gelebte Praxiserfahrung. Er ist Autor mehrerer Fachbücher und einer Vielzahl von Fachartikeln zu allen Aspekten des Onlinegeschäfts. Heute berät und begleitet er vor allem mittelständische Unternehmen im E-Commerce.
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2 Comments

  1. Fakt ist, dass MeinPaket seit einigen Monaten am Markt sichtbarer wird. Ob es jemals eine ernsthafte Alternative zu Amazon oder Ebay werden kann bleibt abzuwarten, Kapital für die Umsetzung sollte jedoch nicht das Problem sein.

    Derzeit befindet man sich ja immer noch in der Erprobungsphase und genau das ist es auch, was derzeit vielleicht noch viele Händler abschreckt.

    Das Amazon Payment von vielen Händler eher abgelehnt wird, ist durchaus verständlich, aber gerade Paypal ist ein ernst zu nehmender Mitspieler und DHL kann mit den Konditionen wohl kaum auf Jubelschreie der Händler hoffen.

    Derzeit scheint es fast so, als wenn man an zig Baustellen tätig ist um ja alle Marktbereiche abzudecken, anstatt erstmal einen Bereich wirklich zu 100% ans Laufen zu bringen.

    Kommentar by Sven — 30. Mai 2011 @ 09:39

  2. @Sven:
    Natürlich wird MeinPaket immer „sichtbarer“, aber auf dem „Markt“? Nicht wirklich.
    Kapital für die Umsetzung sollte auch kein Problem sein, es hapert da an ganz vielen anderen Ecken.
    Und das Kapital wird auch nicht unendlich zur Verfügung stehen:
    Wenn nicht innerhalb dieses Jahres positive Ergebnisse (welcher Art auch immer) bei MeinPaket erzielt werden, könnte das Ganze schneller von der Bildfläche verschwinden, als man denkt.

    Kommentar by André — 31. Mai 2011 @ 12:05

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