Der Baur Versand aus Burgkunstadt, einer der ältesten Universalversender in Deutschland und eine Tochtergesellschaft der Otto Group, hat ermittelt, dass sich in seinem Online-Handel mithilfe von Produktvideos die Konversionsrate im zweistelligen Prozentbereich verbessert. Die zahlreichen Herstellervideos hat Baur vom Clipdienst der Cliplister GmbH bezogen. Auf www.cliplister.com sind Originalvideos von über 1.000 Marken und zu mehr als 60.000 Produkten verfügbar, die Shopbetreiber automatisch und artikelgenau in ihre Produktseiten, Navigationsseiten oder Werbemittel integrieren können. In einem mehrmonatigen Test hat Baur die Wirkung von etwa 1.000 Produktvideos unterschiedlicher Marken auf seinen Produktseiten beobachtet. Positiv überrascht war man bei Baur nicht nur von der verbesserten Konversionsrate, sondern auch von der hervorragenden Kosten-Umsatz-Relation, die der Test ergab: 11 Euro Mitteleinsatz für den Cliplister Dienst führten bei Baur zu 100 Euro mehr Umsatz.
Für seinen mehrmonatigen Test hat Baur auf Basis eines multivarianten Analysesystems A-B-Gruppen eingerichtet, die im Shopping-Portal von Baur entweder Videos vorfanden oder keine angeboten bekommen haben. Die 1.000 Herstellervideos stammten von unterschiedlichen Marken aus verschiedensten Produktgruppen, von Spielwaren über Technik bis hin zu Sportartikeln. Dirk Lauber, Leiter E-Commerce bei Baur, sagt dazu: „Das Ziel dieses ersten Tests war es, festzustellen, ob die Kunden überhaupt positiv auf die Videos reagieren. Das Ergebnis hat uns sehr angenehm überrascht“, fährt Dirk Lauber fort. Bei Usern, die mindestens ein Video angesehen haben, war die Kaufkonversion im zweistelligen Prozentbereich höher als bei den Vergleichspersonen ohne Video. Zugleich lag die durchschnittliche Warenkorbgröße über der der Vergleichsgruppe. Grund genug, die Erprobung der Original-Produktvideos von Cliplister zu intensivieren: „Inzwischen weiten wir den Einsatz der Videos aus und bereiten neue Tests vor, um die Wirkungsparameter in den einzelnen Sortimenten differenzierter zu erfassen“, berichtet Lauber.
Il Signore! meint
Produktvideos sind mit Sicherheit eine gute Sache, allerdings müssen die Ladezeiten der Videos stark komprimiert werden. Was nützt ein Produktvideo einem (potentiellen)Kunden, welcher über Modem oder ISDN kommt.
H.P. meint
Alte Hüte. Da man die Videos die es über Cliplister gibt auch direkt von den Herstellern bekommen könnte, denn da kommen diese ja her, wäre eine deutliche Effizienzsteigerung möglich, nämlich indem man nicht 89 Euro sondern 100 Euro einfährt weil man die Videos selbst einstellt. Die Technologie ist kein Thema, gute und komfortable Flashplayer sind keine teuren Exoten mehr und FLV Konvertierung gibt es auch in diversen Produkten.
Und wen es nicht stört das Werbung drin ist kann auch einfach Youtubevideos einbinden. Sieht zwar nicht gut aus, aber bringt dann eben nur etwas kleinere zweistellige Konversionsratenzuwächse.
Zweistellige Zuwachsraten bei der Konversion wären sehr beachtlich. Sind da eventuelle saisonale und wirtschaftskrisentechnische Effekte sowie die üblichen mehrstellige Steigerungsraten im E-Commerce der Otto Gruppe sowie die Kunden die statt bei Quelle jetzt bei Otto kaufen bereits rausgerechnet?