Online-Payment und stationären Handel scheint auf den ersten Blick nicht viel zu verbinden. Während es noch vor zwei Jahren keine Berührungspunkte zwischen dem Einkauf vor Ort und dem Bezahlen im Netz gab, hat sich die Lage inzwischen jedoch grundlegend verändert. Eingeleitet wurde dieser Wandel durch die schnelle Marktdurchdringung mit Smartphones und die damit aufgekommenen neuen mobilen Technologien. „Mobile ist ein Katalysator für Veränderungen im Handel“, erklärt dazu Arnulf Keese, Geschäftsführer von PayPal Deutschland. Das eBay-Tochterunternehmen betrachtet sich als Vorreiter im Bereich mobiler Bezahlung und bietet seine Dienste inzwischen weit über den Online-Kanal hinaus an. (weiterlesen …)
Aktuelle News
Local Heroes: PayPal integriert stationäre Geschäfte in den digitalen Handel
Local Heroes: Der stationäre Showroom von Fashion For Home
Hersteller von ausschließlich über das Internet angebotenen Waren gehen nicht nur das E-Commerce-Geschäft mit einer anderen Schwerpunktsetzung an als reine Onlinehändler – auch wenn es um das Thema einer kanalübergreifenden Präsenz geht, setzen diese Hersteller/Händler andere Akzente: In der Regel kommt dabei im stationären Umfeld neben dem Warenverkauf der Warenpräsentation eine größere Bedeutung zu. Das zeigt auch das Beispiel der Online-Möbelmarke Fashion For Home. (weiterlesen …)
Local Heroes: V-Markt erprobt den Lebensmittel-Onlinehandel
Das Beispiel Emmas Enkel zeigt, dass die nach wie vor recht geringe Rolle von Online für den Lebensmittelhandel kleinen, experimentierfreudigen Anbietern überdurchschnittliche Marktchancen eröffnet. Dass das nicht nur für junge Startups gilt, beweist die mittelständische Handelskette V-Markt, die im südbayerischen Raum mit mehr als 30 Märkten vertreten ist. Nach dem Vorbild der von einigen großen Lebensmittelketten gestarteten Abholmärkte hat das Unternehmen seinen eigenen Drive-Markt initiiert. V-Markt ist damit ein interessantes Beispiel dafür, wie konventionelle Händler auch mit einem begrenzten E-Commerce-Engagement handfeste Mehrwerte für die Kunden schaffen können. (weiterlesen …)
Local Heroes: Tiramizoo erhöht die Reichweite lokaler Händler
Der Lieferprozess eignet sich für lokale Einzeländler als Stellschraube, um neue Relevanz für eine zunehmend E-Commerce-geprägte Kundschaft zu gewinnen. Vor allem Expresslieferdienste innerhalb weniger Stunden – bekannt unter dem Begriff Same-Day Delivery – taugen dazu, die Grenzen zwischen Online- und Offline-Shopping zu verwischen. In Deutschland wurden Same-Day Delivery Services erstmals im vergangenen Jahresendgeschäft ein Thema, zumeist in Verbindung mit dem Dienstleister Tiramizoo: Onlinehändler wie Notebooksbilliger.de oder die Mode-Plattform Luxodo.com, aber auch stationäre Händler wie die Buchkette Hugendubel und der Münchner Herrenausstatter Loden-Frey setzten im Weihnachtsgeschäft auf das Umsatzpotenzial der Express-Lieferdienste von Tiramizoo.
„Ursprünglich haben wir Tiramizoo 2010 als einen Vermittler für Kurierdienstleistungen gestartet“, berichtet Philipp Walz, der bei dem Münchner Unternehmen für den Vertrieb zuständig ist. Das Ziel sei es dabei gewesen, Transparenz in den Markt zu bringen – was dem Startup auch mit einigem Erfolg gelang: Vor allem bei Privatkunden stieß der übersichtliche Service auf gute Resonanz. „Wir haben viele Buchungen bekommen, um zum Beispiel einen verlorenen Schlüssel, eine Torte oder Blumen zu liefern“, erzählt Walz. Gleichzeitig stellten die Tiramizoo-Macher fest, dass auch auf gewerblicher Seite beträchtliches Potenzial für ihr Geschäftsmodell bestand. „Wir haben gemerkt, dass wir einen noch viel größeren Markt erschließen können, wenn es uns gelingt, die sofortige Verfügbarkeit von Waren mit bezahlbaren Kurierdiensten zu kombinieren“, erklärt Walz. (weiterlesen …)
Local Heroes: Flip4New gibt Einzelhandelskunden Geld in die Hand
In unserer Artikelserie Local Heroes haben wir bereits über die Partnermodelle berichtet, die die Onlinehändler Mister Spex und NeueTischkultur.de für den stationären Handel entwickelt haben. Dass auch das Online-Geschäftsmodell Re-Commerce Partnern im Einzelhandel wichtige Mehrwerte bieten kann, zeigt das Beispiel des Elektronik-Ankäufers Flip4New. (weiterlesen …)
Local Heroes: Shoepassion.com nutzt das Store-Geschäft zur Markenbildung
Zur Gruppe der Onlinehändler, die mit eigenen stationären Konzepten für Aufsehen sorgen, gehört seit Ende 2012 auch Shoepassion.com. Der Begriff Onlinehändler greift bei dem Internet-Anbieter von edlen Herrenschuhen allerdings insofern etwas kurz, als das Unternehmen auch als Hersteller der von ihm angebotenen Waren fungiert. Die Kombination aus Produktion in Eigenregie und schlankem Online-Direktvertrieb nutzt Shoepassion.com, um im Internet rahmengenähte Herrenschuhe von hoher Qualität zu vorteilhaften Preisen zu verkaufen. Dazu, dass das Unternehmen in Berlin inzwischen auch mit einem eigenen Ladengeschäft vertreten ist, kam es eher „zufällig“. (weiterlesen …)
Local Heroes: Buchhandlung Riemann vermarktet im Netz Kompetenz
Geht es um den Kauf von Büchern im Netz, denken die meisten an Amazon. Bereits vor einigen Jahren taxierte die GfK die Reichweite von Amazon im Online-Buchhandel auf rund 75 Prozent. Weltbild kam als Zweitplatzierter gerade noch auf einen Wert von etwa 30 Prozent, für den Rest (buecher.de, thalia.de, derclub.de) sah es dagegen mager aus. Seitdem dürften sich die Marktanteile eher noch zugunsten von Amazon verschoben haben. Vor allem stationäre Buchhändler haben im Online-Geschäft so gut wie keine Chance. Daher verwundert es auch nicht, dass sich der Großteil mit den Whitelabel-Onlineshops der Buch-Grossisten begnügt und nur wenig Energie in E-Commerce-Aktivitäten investiert.
Doch nicht jeder Buchhändler will sich mit dem Status quo abfinden: „Was Amazon anbietet – die Lieferung von Büchern über Nacht, das können wir Buchhändler schon seit 60 Jahren“, erklärt Irmgard Clausen, Inhaberin der Buchhandlung Riemann in Coburg. Schon früh hatte sich die Buchhändlerin mit den ersten Online-Lösungen der Großhändler beschäftigt und sich schließlich rund um die Jahrtausendwende für einen eigenen Webshop entschieden. (weiterlesen …)
Local Heroes: Gaxsys beteiligt stationäre Händler am Online-Geschäft der Hersteller
„Die Marken sind über den lokalen Handel gewachsen und deshalb halte ich es für richtig, wenn Markenhersteller auch im Onlinehandel ihren stationären Partnern Umsätze zuführen“, erklärt Mathias Thomas das Grundprinzip des von ihm gegründeten E-Commerce Dienstleisters Gaxsys. Ähnlich dem Fleurop-Prinzip ermöglicht es die Technologie von Gaxsys („Global Article Exchange“), zentral in einen Hersteller-Onlineshop eingehende Bestellungen dezentral durch die Handelspartner vor Ort abzuwickeln. Ohne selbst die Anforderungen und Risiken für einen Einstieg in den Onlinehandel tragen zu müssen, können lokale Händler so eine Rolle in der E-Commerce-Wertschöpfungskette übernehmen und damit auch die Zukunftsfähigkeit ihres stationären Geschäfts verbessern. „Ich mag unsere Innenstädte wie sie sind und möchte dazu beitragen, dass sie auch weiterhin vitale Einkaufsumgebungen bleiben“, so Gaxsys-Chef Thomas. (weiterlesen …)
Local Heroes: Welche On-/Offline-Verknüpfungen wollen die Kunden?
Manchmal schadet es nicht, wenn auch einmal der Kunde zu Wort kommt. Genau das hat sich Ende vergangenen Jahres auch der POS-Spezialist NCR gedacht und das Marktforschungsunternehmen Smart Research mit einer Studie beauftragt. Zentrales Thema waren die Präferenzen der Konsumenten beim stationären Einkauf sowie im Internet. Dazu befragte Smart Research insgesamt 1001 Bundesbürger im Alter zwischen 20 und 65 Jahren.
Die von Smart Research ausgewählte Stichprobe scheint dabei durchaus repräsentativ ausgefallen zu sein. So entspricht der Wert der ausschließlich online einkaufenden Konsumenten mit 17 Prozent exakt dem Anteil der „überzeugten Onlineshopper“ in der aktuellen ACTA-Studie. Nur noch 15 Prozent der Verbraucher haben eine eindeutige Präferenz für den Einzelhandel vor Ort. Die große Mehrheit von 59 Prozent verhält sich dagegen pragmatisch und tätigt ihre Einkäufe sowohl stationär wie auch online. (weiterlesen …)
Local Heroes: Sport 2000 bietet Händlern Module zur Online-Vermarktung
Sichtbarkeit im Netz – mit diesem ersten Etappenziel will die Verbundgruppe Sport 2000 ihre angeschlossenen Fachhändler für den Wettbewerb in Zeiten des E-Commerce stärken. Verglichen mit der Buch- oder Elektronikbranche ist der Sportfachhandel ohnehin noch eine vergleichsweise heile Welt: Der Online-Anteil im Bekleidungsanteil liegt je nach Quelle bei 14 bis 17 Prozent und mit einem Marktanteil von mehr als 50 Prozent dominieren Verbundgruppen die Branche. Marktführer ist hier Intersport mit einem 2011 erzielten Umsatzanteil von 36 Prozent, während auf den Wettbewerber Sport 2000 gut 20 Prozent entfallen. Dennoch besitzt Sport 2000 eine beeindruckende Marktstellung. Die Einkaufsgemeinschaft zählt in Deutschland mehr als 700 Mitglieder mit fast 1.000 Verkaufsstellen. Das Spektrum ist dabei denkbar breit und reicht von kleinen Spezialgeschäften über große Vollsortimenter bis hin zu SC24.com, einem der führenden deutschen Online-Sporthändler.
„Die meisten unserer Händler sind jedenfalls mindestens mit einer eigenen Webseite im Netz vertreten“, berichtet Hans Allmendinger, Bereichsleiter Marketing bei Sport 2000, „allerdings bedeutet das nicht, dass sie dort auch automatisch gefunden werden.“ Da der Einkauf im Sportbereich weiterhin größtenteils stationär stattfinde, die Information und Kaufvorbereitung aber immer stärker ins Internet wandere, sehe sich die Verbundgruppe in der Pflicht, den angeschlossenen Händlern bei der Online-Vermarktung unter die Arme zu greifen. (weiterlesen …)



























