7 Tipps für die Internationalisierung im E-Commerce

Von: | 28. Mai 2015
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UEC_ebook_International Handeln_0415_Titel(Pressemitteilung): Internationalisierung ist ein weltweiter Trend im E-Commerce und bietet Online-Händlern die Chance, ihre Umsätze zu steigern. Doch die Expansion ins Ausland ist auch eine Herausforderung, die viele Shop-Betreiber unterschätzen.

Das Problem: Es gibt kein Schema F und keine allgemeingültige Best Practice. Ob Sprache, Kultur, Handelsrecht, Bezahlvorlieben oder Infrastruktur – jedes Land tickt anders. Die folgenden Tipps von United E-Commerce zeigen, worauf Händler bei der Internationalisierung ihres Online-Shops achten sollten:

 

  1. Geeignete Zielländer auswählen

Nicht jedes Land eignet sich gleichermaßen als Ziel Ihres Expansionsvorhabens. Nehmen Sie daher die vor Ort vorherrschenden Bedingungen zuvor genau in Augenschein: Neben der wirtschaftlichen Situation im Land, dem Währungssystem, der logistischen und technischen Infrastruktur sowie den geltenden Rechtsvorschriften sind es vor allem sprachliche und kulturelle Unterschiede, die es zu beachten gilt. Expandieren Sie daher zunächst in die Länder, die sich sprachlich und kulturell nicht zu sehr von Deutschland unterscheiden. Wenden Sie sich erst nach und nach Ländern zu, die eine komplexere Anpassung Ihres Online-Shops erfordern.

  1. Global denken, lokal handeln

Die globale Idee, Ihr Angebot auch außerhalb von Deutschland zu präsentieren, bedarf einer lokal orientierten Umsetzung: Bringen Sie Ihre bestehenden Prozesse und Systeme – im Zuge einer Prozessharmonisierung – in Einklang mit den Anforderungen der Zielländer. Dabei ist lokale Expertise immer von Vorteil und hilft, die nationalen Besonderheiten zu berücksichtigen. Entscheidend ist aber, dass die Verantwortungsbereiche und Zuständigkeiten hier und im Zielland klar definiert sind.

  1. Infrastruktur sicherstellen

Die technische und die logistische Infrastruktur sind die Grundpfeiler des E-Commerce. Besonders für Online-Händler, die neu im jeweiligen Land sind, ist es wichtig, große Latenzen und lange Ausfallzeiten der Shop-Website zu vermeiden. Greifen Sie gegebenenfalls auf IT-Infrastrukturen vor Ort zurück, zum Beispiel auf ein sogenanntes Content Delivery Network (CDN). Sorgen Sie aber nicht nur dafür, dass der Datentransport reibungslos erfolgt, auch der Warenversand an den Kunden sollte schnell, kostengünstig und nachvollziehbar sein.

  1. Inhalte und Produkte länderspezifisch managen

Die Anpassung eines Online-Shops an die Zielländer ist maßgeblich für den Erfolg der Internationalisierung. Eine bloße Übersetzung der Inhalte ist dabei längst nicht ausreichend. Mit Hilfe eines Product Information Managements (PIM) können Sie nicht nur das Sortiment länderspezifisch anpassen, sondern auch alle Produktdaten – Beschreibungen einschließlich Verkaufsargumenten, Maßeinheiten und Bildmaterial – auf einer zentralen Plattform ver­walten und für bestimmte Märkte bereitstellen. In jedem Fall sollten Sie alle Übersetzungen von einem Muttersprachler prüfen lassen – am besten von jemandem mit Branchenkenntnis.

  1. Vertrauen im Zielmarkt aufbauen

Das Vertrauen potenzieller Kunden zu gewinnen, ist entscheidend, um mit einem Online-Shop international erfolgreich zu sein. Um dies zu erreichen, sollten Sie alle rechtlichen Standards einhalten: Impressum, AGBs, Liefer- und Zahlungsbedingungen sind dem Zielland anzupassen, Einfuhrbestimmungen und Kennzeichnungspflichten zu berücksichtigen. Zudem lässt sich die Vertrauenswürdigkeit des eigenen Online-Shops im Ausland erhöhen, wenn er mit einem Gütesiegel zertifiziert wurde.

  1. Online-Shop international gestalten

Bei der Gestaltung des Online-Shops gibt es von Land zu Land Unterschiede, was als übersichtlich und komfortabel angesehen wird. Qualitative Usability-Tests im Zielland geben am besten Aufschluss darüber, wie die Zielgruppe vor Ort tickt. Die Reihenfolge der Felder in Eingabemasken sowie Lieferoptionen und Zahlungsarten sollten den nationalen Gewohnheiten und Vorlieben entsprechen. Bei der Suche und der Navigation gilt es, die landessprachlichen Eigenheiten zu berücksichtigen – eine sprachunabhängige Technologie minimiert den Anpassungsaufwand.

  1. Internationales Marketing betreiben

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Vorhandene Marketingmaterialien lassen sich mit einer geeigneten Technologie zentral managen, lokalisieren und an entsprechender Stelle zur Verfügung stellen. Durch Suchmaschinenoptimierung (SEO) und internationale SEA-Kampagnen können Sie Ihren Online-Shop im Zielland bekannt machen. Beachten Sie, dass es außer Google noch weitere relevante Suchmaschinen gibt: In China dominiert beispielsweise Baidu, in Russland ist es Yandex.

Die Tipps sind ein Auszug aus dem E-Book „International handeln“, das unter http://www.united-ecommerce.de/ebooks zum kostenfreien Download bereitsteht.

„Das E-Book bündelt die Erfahrungen der einzelnen Partner, gibt spannende Einblicke in andere Länder und bietet wertvolle Tipps für Cross-Border-Shop-Betreiber und jene, die es werden möchten“, erklärt Daniel Hölzer, erster Vorsitzender bei United E-Commerce. „Darüber hinaus haben Online-Händler mit United E-Commerce nicht nur einen, sondern gleich mehrere starke Partner an ihrer Seite.“ Das Partnernetzwerk United E-Commerce ist ein Zusammenschluss führender deutscher E-Commerce-Dienstleister, die ihren Kunden gemeinsam einen passgenauen Full-Service anbieten können.

Autorenfoto bewegt sich seit 1997 beruflich im Internethandel, gilt als E-Commerce Experte und verfügt über große gelebte Praxiserfahrung. Er ist Autor mehrerer Fachbücher und einer Vielzahl von Fachartikeln zu allen Aspekten des Onlinegeschäfts. Heute berät und begleitet er vor allem mittelständische Unternehmen im E-Commerce.
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