Tradebyte veröffentlicht Zalando-Schnittstelle

Von: | 22. Februar 2012
Tradebyte veröffentlicht Zalando-Schnittstelle, 5.0 out of 5 based on 2 ratings
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Um das Ende 2011 gestartete Zalando Partner Programm ist es bisher noch recht still. Mitte August hatte der boomende Schuh- und Fashion-Versender angekündigt, sich zur Ausweitung seines Sortiments auch für externe Händler und Hersteller zu öffnen und damit den Einstieg in ein Plattform-Modell à la Amazon gestartet. Als erster Software-Partner kündigte plentyMarkets eine Zalando-Anbindung an und machte deutlich, dass die Messlatte des Onlineshops ziemlich hoch liegt:

zalando„Zalando ist auf der Suche nach Händlern mit starken Sortimenten, ausgezeichneten logistischen Fulfillmentprozessen und hochwertiger Produktdarstellung, die Ihre Produkte zukünftig auf dem neuen Zalando-Markplatz anbieten möchten. Bei Zalando stehen die Produktdarstellung und die Fulfillmentqualität im Vordergrund, ein möglichst günstiger Preis hat keinen Einfluss auf die Listung der Partner.“

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Mit Tradebyte bietet nun ein weiterer E-Commerce Softwareanbieter eine Zalando-Schnittstelle an. Das in die Tradebyte-Lösung TB.One integrierte Produkt Informations System (PIM) ist ab sofort in der Lage, die Artikeldaten nach den Anforderungen von Zalando anzureichern und diese über die integrierte Schnittstelle automatisiert zur Verfügung zu stellen. Mit der ebenfalls beinhalteten Auftragsverwaltung können die Aufträge abgewickelt und Statistiken eingesehen werden.

Die Pressemitteilung zu der Kooperation mit Tradebyte bietet zudem ein Update zu den Zielen des Zalando-Partnerprogramms:

„Durch das Partner Programm kann Zalando das eigene Sortiment in Nischenbereichen sinnvoll ausweiten. Der Anschluss weiterer Anbieter erhöht außerdem die Verfügbarkeit für bestehende Artikel, was sich positiv auf die Kaufquote auswirkt. Gerade in nachfragestarken Zeiten profitieren die Endkunden zudem von der dezentralen Lagerhaltung, die das Partner Programm automatisch mit sich bringt. „Die Zalando Plattform ist für uns sogar eine dreifache Win-Situation: Wir erhöhen Verfügbarkeit und Umsätze, der Partner gewinnt Reichweite und der Endkunde freut sich über mehr Angebot und schnelle Lieferungen.“ sagt Philipp Metzler, Manager der Plattform bei Zalando.“

Zalando legt umsatzseitig weiterhin kräftig zu und verzeichnete nach einem Gesamtjahresumsatz in 2010 von 159 Millionen Euro bereits im ersten Halbjahr 2011 einen Netto-Umsatz von 200 Millionen Euro. Wie bei Etailment zu lesen, explodieren bei dem Onlineversender allerdings auch die Verluste: Während der Jahresfehlbetrag 2009 noch 1,6 Millionen Euro betrug, wurde für 2010 bereits ein Minus von 20,3 Millionen Euro ausgewiesen. Vor allem die hohen Retourenkosten sollen sich hier negativ bemerkbar machen.

Autorenfoto ist seit Mitte der 90er Jahre als Journalist tätig und betreute von 2006 bis 2011 als Fachredakteur eines Branchenmagazins die Themen E-Commerce- und Einzelhandel. Seit 2012 ist Matthias als Journalist, E-Commerce Experte und Buchautor selbstständig und dabei für eine Reihe namhafter Fachpublikationen, Weblogs sowie Unternehmen tätig.
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13 Comments

  1. Zalando kann sich seine Schnittstelle sonst irgendwo hin schieben. Erst machen sie den ganzen stationären Einzelhandel platt. Und alle keinen Onlineshops und dann wollen sie auch noch von den verbleibenden Shops die Ware um ihre überirdische Retouren Quote und das Risiko zu senken. Und das noch für horrende Prozente. Wer hier an Zalando liefert dem ist eigentlich nicht mehr zu helfen. Schlimm genug ist es, das es Amazon gibt. Die ja auch alles an sich reißen und inzwischen Zeit bewusst die Preise runter fahren um die kleinen Händler kaputt zumachen. So auch ein Statement unter vorgehaltener Hand von einem Amazon Mitarbeiter. Letztendlich wird auch der Verbraucher der Dumme sein.

    Kommentar by Beric — 28. Februar 2012 @ 10:08

  2. Bravo Beric, genauso empfinden wir es auch. Und wenn man auf den Fashion-Messen fragt und genau hinhört, so ist mancher markenbewußte Hersteller/Lieferant zum Teil vorsichtiger bis skeptischer gegenüber Zalando geworden. Wir sprechen von „Verzalandierung“, einer lieblos berechneten Paketschieberei, emotionsloses Shopping mit undurschaubarer Markenvielfalt: teure Designware für obere Zehntausend neben Streetwear und Massenware.

    Und von wegen hohe Qualität der Produktdarstellung – eBay Seller können mittlerweile individueller und emotionaller ihre Produkte fotografieren als „Zalando“. Nach einem Storekonzept, nach irgendeinem Kauferlebniss kann man bei Zalando lange suchen. Die Jungs von ex „Alando“ haben nur eines bei „Zalando“ wirklich gut umgesetzt – die Filter- und Suchfunktionen … aber was für eBay gut war, ist in einem Lifestyle-Shop nicht ausreichend. Was die wirklich guten „Zalando“ Fersehspots vermitteln, findet sich in keinster Weise in dem Zalando-Shop wieder.

    So wie Zalando umgesetzt ist, hinter dem ganzen Konzept inklusive des enormen Werbebudgets (60 Mio nur für TV-Werbung) vermuten wir ein reines (spekulatives) Player-Projekt, das schnell sehr hohe Umsatzzahlen vorweisen soll, um abgestossen zu werden. Der ideale Käufer wäre hier (wie bei „Alando“) wieder eBay. Damit hätte eBay mit den allen erschlossenen Bezugsquellen (Lieferanten) eine fertige Verkaufsplatform, die mit der von Amazon konkurrieren könnte …

    Kommentar by Konrad Borucinski — 28. Februar 2012 @ 15:34

  3. Man kann doch Zalando und Amazon keinen Vorwurf machen… Sie nutzen schließlich die Dummheit der Onlineshopbetreiber aus die meinen dort „verkaufen“ zu müssen. Aber wenigstens scheint Zalando ehrlich zu sein 😉 Auf sich selbst bezogen wird gesagt: „Wir erhöhen Verfügbarkeit und Umsätze“ nur ist Umsatz nicht das was zählt, über Shopbetreiber der dort verkauft sagen sie gleich noch was sie wirklich denken: „der Partner gewinnt Reichweite“ – die Frage ist was sich dieser dafür kaufen kann… man man man…

    Kommentar by Torsten — 29. Februar 2012 @ 15:16

  4. Ehrlich Thortsen? Haha, hier wird der Händler eigentlich ausgenutzt. Geht eine Marke oder Artikel wird sich Amazon oder Zalando natürlich und diesen Artikel oder die Marke bemühen. Der Händler ist in jedem Fall der Dumme. Nur teilweise hat man zur Zeit keine Alternative in Zeiten wo der Kunde nur noch in die Läden geht um den Service zu beanspruchen. Bestellt wird dann Online ist ja eh alles umsonst!!

    Kommentar by Beric — 29. Februar 2012 @ 16:19

  5. Der Händler würde nicht ausgenutzt werden können wenn er seine Ware nicht zu horenden Konditionen dort einstellen würde… Der Händler liefert: Content, Bilder, Umsatzdaten und zahlt dafür. Ja die Händler sind die dummen und geben Zalando und Amazon diese Macht….

    Kommentar by Torsten — 29. Februar 2012 @ 16:25

  6. Sehr interessant sind die News des Venture-Investors von Zalando:
    http://www.holtzbrinck-ventures.com/index.php?aktuelle-news&newsdetail=20120222-33_internet-modehaendler-zalando
    Man muss etwas zw. den Zeilen lesen 😉

    Ist schon lustig, wie das funktioniert: drei brave Jungs, die weder Erfahrung in der Textil/Mode-Branche noch Lifestyle-Gespür besitzen, gründen einen Megastore mit Mode und bekommen dafür eine schier unvorstellbare Kapitaldecke … bin auf das laufende Geschäftsjahr 2012 von Zalando gespannt … die ertsen kleinen Indizien für eine Seifenblase sind jedenfalls schon da :-)

    Kommentar by Konrad — 29. Februar 2012 @ 16:48

  7. Als Spezialanbieter waren wir schon in Kontakt mit Zalando. Laut meinem Kenntnisstand von Anfang Februar gibt es noch keinen Plentyshop-Betreiber, der eine solche Schnittstelle benötigt. Die Konditionen, die Zalando für die Partner bietet(fordert), sind nochmals deutlich schlechter als bei Amazon. Jedoch verspricht man, Preiskämpfe wie bei Amazon zu verhindern, indem man nur ausgewählte Partner-Shops zulässt.
    Aber, kann man im Internet dem Preisvergleich (-druck) wirklich ausweichen?
    Was hat von mehr Reichweite, wenn man keine Gewinne mehr macht?
    Man sollte als Shop-Betreiber aufpassen, dass man sich nicht zum Erfüllungsgehilfen der großen Plattformen macht!

    FAZIT: Eigener Herd (Shop) ist Goldes wert (top)

    Kommentar by HausschuhExperte — 1. März 2012 @ 07:32

  8. Ebay, Amazon, Zalando…billiger kann man Arbeitskraft und Risiko nicht outsourcen. Einem großen Teil der Onlinehändler fehlen schlicht kaufmännischen Basics.

    Kommentar by Dennis — 1. März 2012 @ 08:10

  9. Tolle Kooperation ist das! Zalando und Plenty.

    Bei uns würde man sagen: Zwei Schwätzbretter!

    Zalando verbrät Millionen und Plenty bietet den allerletzten Kundenservice.

    Aber mit toller Außendarstellung kommt man ja in diesem Land weiter, ist unserem Bundespräsidenten ja auch (aber leider nur fast) geglückt.

    Kommentar by Markus — 1. März 2012 @ 08:22

  10. @dennis – das Geschrei möchte ich hören wenn Amazon oder Zalando deine Kassen Syteme selber verkauft und dich IMMER um 5 € unterbietet! Das Problem ist einfach das die Industrie den Hals nicht voll genug bekommt!!

    Kommentar by Beric — 1. März 2012 @ 10:21

  11. @beric Das tun sie bereits. Der Preis hat jedoch keinen so großen Einfluß. Als Plattformverkäufer sieht man das natürlich anders.

    Kommentar by Dennis — 2. März 2012 @ 07:16

  12. mmhhhh ich war auch immer gegen amazon, bin aber doch nun aktiv dort. die gebühren sind heftig, klar, aber das weiß man wenn man dort anbieten will. aber man kann auch die amazon käufer zu shopkäufern machen, gewußt wie. und man kann vor allem auch mit teuren preisen umsatz machen, auch gewußt wie, nämlich über lieferfähigkeit. ok mag nicht immer stimmen oder nicht immer passen, hab gottseidank aber das glück dazu.
    und was in meinem fall auch stimmt, der kunde kann direkt aus deutschland ohne lange wartezeiten produkte kaufen, die er sonst nur direkt im ausland (kreditkarte erforderlich) kaufen könnte.
    ich werd mir zalando nicht direkt gönnen, aber im auge behalten. klingt jedenfalls interessanter wie es neckermann zur zeit für mich ist.

    Kommentar by az2012 — 6. März 2012 @ 07:27

  13. Plenty soll lieber mal Hood anbinden statt Zalando, damit in dem Laden endlich mal was los ist

    Kommentar by ri — 6. März 2012 @ 14:01

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