Checkliste Weihnachtsgeschäft: To-dos im Oktober

Von: | 4. Oktober 2016
GD Star Rating
loading...

Weihnachtsmann mit KlingelJetzt geht es los: die Kunden fangen an, nach potentiellen Weihnachtsgeschenk-Ideen zu suchen. Und wo tun sie dies? Einer neuen Studie von bloomreach nach starten in den USA bereits 55% der Nutzer ihre Recherche bei Amazon. Suchmaschinen wie Google sind nur noch für 28% die erste Wahl als Produktsuchmaschine. Das ist eine schlechte Nachricht für Google, aber auch für Onlinehändler, die sich bislang ausschließlich auf den eigenen Shop konzentriert haben.

Und das ist noch nicht alles: neun von zehn Käufern gaben an, Produkte immer über Amazon zu „checken“, selbst dann, wenn sie vorhatten, diese direkt beim Retailer zu kaufen…

Hier kommen die Arbeitspakete für den Oktober

Anzeige

Unsicher, was die Zukunft bringt?

Das Geschäftsklima für Online-Händler trübt sich ein. Mit unserem Zukunfts-Check erfahren Sie, ob Sie auch weiterhin optimistisch aus dem Fenster blicken können.

Nur 5 Minuten Aufwand, jetzt kostenlos: www.shopanbieter.de/zukunfts-check

  • Prüfen, welche Social-Shopping-Sites in Ihrer Zielgruppe hip sind und dort (wenn möglich) selbst Produkte listen (Achtung: nur ausge­wähl­te Produkte listen, Mas­senlistungen werden hier als „Spamming“ empfunden!)
  • Darüber hinaus jetzt die weiteren Vertriebskanäle aktivieren. Kunden fangen be­reits ab Anfang Oktober mit den ersten Recherchen für die Weihnachts­geschenke an, wie eine Auswertung von Traffic und Leadouts auf idealo in 2015 zeigt. Danach stei­gen die Zu­griffe bereits ab der KW 40 spürbar an! Auch wenn der eigent­lich Peak zwi­schen Black Friday und Weihnachten liegt, kann es naturgemäß ent­schei­dend sein, von den Kun­den bereits während der vorgelagerten Recherche­phase aufgefunden zu werden. Zudem findet die Recherche von Kunden immer seltener über Google und dafür häufi­ger über Marktplätze wie Amazon statt: Einer Studie von bloomreach nach starteten in den USA in 2016 bereits 55% der befragten Nutzer ihre Produktrecherchen generell auf Amazon, nur 28% via Google. Und neun von zehn Käufer gaben an, Artikel auf je­den Fall bei Amazon zu überprüfen, auch wenn sie vorhatten, woanders zu kaufen.
  • Bei ebay die Angebote ebenfalls weihnachtlich gestalten und vermehrt die „Sofort-Kaufen“-Option anbieten. Achtung: Die angebo­tenen Produkte müssen ausreichend bevorratet werden – der Verkaufsrummel geht bei ebay aber erst vergleichsweise spät los! Wenn möglich, auch bei ebay Geschenk­verpackungen und Lieferung an abwei­chende Adresse anbieten. Lieferfristen („Wir liefern pünktlich unter den Baum!“) und -kosten transparent benennen, Versand­kosten ggf. staffeln (Kombibestellungen). Übrigens: Plusartikel ranken bei ebay besser…
  • Usability: Überprüfen des Checkouts und Identifi­zie­ren von Feldern, auf die evtl. ver­zichtet werden kann bzw. welche als freiwillig gekennzeichnet werden können. Wo Daten abgefragt werden müssen, Erläuterungen ergän­zen („Wir benötigen Ihr Ge­burts­datum für die Zahlart Rechnung“, „Ihre Telefonnummer hilft uns bei dringenden Nachfragen zu Ihrer Weihnachtsbestellung“ o.ä.). Kontrollieren, ob die Datenschutz­erklärung klar formuliert und sichtbar genug eingelinkt ist.
  • Dies gilt insbesondere für den Checkout per mobilen Geräten, denn hier ist das Eintippen von Daten für Kunden besonders nervig. Darum mobil wenn möglich noch weniger Daten abfragen bzw. Quick-Checkout anbieten.
  • Generelle Usability untersuchen und ggf. nachjustieren. Suchfilter-Funktionen checken und ggf. optimieren (ist z.B. auch eine Suche/Sortierung nach Preislevel vorhanden?).
  • Eine tolle Sache sowohl für Kunden als auch Händler ist eine „Dazu­bestell-Funktion“, solange Lieferungen noch nicht versendet sind. Die hierfür nötige Fähigkeit zur Daten­zusammenführung müssen die Systeme allerdings spätestens jetzt lernen
  • Ggf. jetzt noch die „elektronische Rechnung“ einführen, das ist gerade bei Geschenk­sendungen an abweichende Lieferadressen sinnvoll.
  • Lieferfristenanzeige überprüfen und ggf. die Formulierung optimieren („Lieferung rechtzeitig zum Fest“).
  • Warenkorb-Layout aufräumen: hier sollten ablenkende Elemente ausgeblendet/ver­mie­den werden. Checkout wenn nötig straffen (s.o.).
  • Den Newsletter sowie das Abonnieren auf Social Networks („Fan/Follower werden“) massiv bewerben: Mehrwerte bieten (Gutscheine, Infovorsprung bei Schnäppchen etc.) und diese auch im Newsletter-Aboformular benennen.
  • FAQ zu Weihnachts­fragen einrichten („bis wann muss ich bestellen? Wer­den auch Geschenk­ver­packungen angebo­ten? Gibt es Geschenk­gut­scheine? Was, wenn das Geschenk nicht gefällt/nicht passt?“ etc.).
  • Andere Shops für eine kooperative Kundenwerbung suchen. Die mögliche Zusam­men­arbeit (z.B. Bannertausch, gegenseitige Newsletter-Anzeigen, gemeinsamer Adventskalender, Flyer/Gutscheine/Proben als Beipack o.ä.) klären und die Werbe­medien dafür vorbereiten.
  • Weihnachts-Layout des Shops klären, ggf. Video oder spezielle Infoele­men­te vorbereiten. Dabei da­ran denken, Schnell­verlin­kungen zu den Spezial­seiten (Ge­schen­ke-Rat­geber, Firmen-Prä­sente etc.) sowie von Start- und Weihnachts-Landeseiten zu den wichtigsten Rubri­ken bzw. Top-Sellern ein­zurichten.
  • Die SEM-Weihnachts-Kampagnen starten. Dabei Alternativen vorbereiten für unterschied­liche Entwick­lun­gen: Z.B. Für den Fall, dass es plötzlich Schnee in Massen gibt. Oder falls es (wieder mal) bis zum Fest 10°C plus hat, aber in Strömen regnet — oder sogar Biergarten­wetter gibt. Bereiten Sie die Alternativkampagnen für diese Fälle jetzt vor, im späteren Zeitstress brauchen Sie dann nur „umzuswitchen“, um topaktuelle Anzeigen zu haben.
  • Nutzen Sie ggf. auch eine Lokalisierung Ihrer Anzeigen (insbesondere bei den mobilen Kampagnen!), um auf regionale Wetterentwicklungen abstellen zu können, nach dem Motto: „Weihnacht mit Biergartenwetter in Köln, am schönsten mit…“, „Der sibirischen Kälte trotzen in Berlin mit…“

Die gesamte Checkliste als layoutetes Gesamtwerk finden Sie hier zum kostenlosen Download – auch als Version ohne Hintergrundfarbe zum besseren Ausdrucken. Darin enthalten sind zusätzlich Experten-Tipps sowie weitere Themen, die jetzt besonders wichtig sind.

Herzlich aus Hürth
Nicola Straub

Autorenfoto widmet sich 1998 beruflich dem E-Commerce. Seit 2004 arbeitet sie freiberuflich als Beraterin für Webkonzepte und Onlinemarketing sowie Autorin für Artikel und Ratgeber (auch Ghostwriting) und Pressetexte. Besonders gern betreut sie Websites ganzheitlich von der Planung über die Realisierung bis zur fortlaufenden Content-Pflege und gibt Ihre Erfahrung in regelmäßigen Workshops zu Marketingthemen weiter.
Newsletter abonnieren
Ähnliche Artikel zum Thema

Jetzt unseren kostenlosen Newsletter abonnieren und frei Haus wöchentlich alle neuen Artikel, Tipps und Links für Ihr Onlinegeschäft erhalten. Gleichzeitig erhalten Sie Zugang zu unserem Download-Bereich mit wertvollen Ratgebern, Praxisleitfäden und Fachartikeln!

Thematisch passende Anbieter und Dienstleister

Keine Kommentare

Noch keine Kommentare

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel.


Die Kommentarfunktion ist zur Zeit leider deaktiviert.