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KW-Commerce Insight: Herausforderungen und Risiken beim China-Import

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KW-Commerce, einer der größten Onlinemarktplatzhändler Deutschlands, gewährte kürzlich in einem Webinar umfassenden Einblick in seine Erfahrungen beim Sourcing und Import in und aus China.

Bild: HesselVisser @ pixabay

Bild: HesselVisser @ pixabay

An mittlerweile über 5 Mio. Kunden in 200 Ländern versendet KW-Commerce jährlich mehr als 25.000 Artikel – Tendenz steigend. Bei den Produkten handelt es sich vor allem um Zubehör für Smartphones und Tablets der Eigenmarken ›kwmobile‹ und ›kalibri‹. Seit Ende 2016 werden unter der Eigenmarke Navaris ebenfalls Produkte aus dem Bereich Home & Living angeboten.

Eines haben die verschiedenen Produktsegmente gemeinsam: Sie alle unterliegen einem schnellen Innovations- und kurzfristigen Verfügbarkeitszyklus. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund hat KW-Commerce ein Team von 30 Mitarbeitern in China aufgebaut, das u. a. die Bereiche Sourcing und Logistik im Reich der Mitte verantwortet.

In einem höchst informativen Webinar gab Jens Wasel, Mitgründer und Geschäftsführer von KW-Commerce, den Teilnehmern des Amazon-Förderprogramms ›Unternehmer der Zukunft‹ einen tief gehenden Einblick in seine Erfahrung beim Import aus China.

Inhaltlich wurden zwei große Themen behandelt:

  • Sourcing in China: Herausforderungen und Risiken
  • Logistik in China: Risiken, Gefahren und Lösungen

Sourcing in China: Herausforderungen und Risiken

Von KW-Commerce werden u. a. Produktmaße und Materialanforderungen, benötigte Zertifikate, ggf. notwendige Materialprüfungen, Lieferzeiten und Zielpreise genauestens vordefiniert.

Vor-Ort-Besichtigungen und ausführliche Lieferanten-Audits runden die Steuerung des Lieferantenauswahlprozesses seitens KW-Commerce ab. Zusätzlich prüfen Qualitätsmanager vor Ort während der Produktion und vor dem Versand die Ware in China.

Dadurch vermeidet man, dass die Ware erst bei Empfang geprüft werden kann und Qualitätsprobleme die Lieferung verzögern. Schließlich können zwischen Aufgabe einer Bestellung und Warenempfang mehrere Wochen vergehen. Bei notwendigen Rücksendungen würde sich so die Verfügbarkeit der Produkte entsprechend lange verschieben.

»Ist man nicht vor Ort präsent, wird vor allem die zweite Lieferung spannend. Beim ersten Mal verläuft vielleicht noch alles reibungslos. Aber in der zweiten Bestellung ist plötzlich die Qualität abweichend oder andere Faktoren entsprechen nicht den Produktanforderungen. Die Vielfalt der Fehlermöglichkeiten ist hierbei grenzenlos. Das ›kostet‹ nicht nur Nerven und Zeit, sondern vor allem auch Geld. Daher raten wir Händlern dringend, die Ware vor Ort zu begutachten. Hierfür stehen z. B. auch unabhängige Qualitätsprüfer/ Dienstleister zur Verfügung, die dies für einen übernehmen können«, so Wasels Erfahrung.

Letztlich empfiehlt sich, bereits vor einem Sourcing aus China abzuwägen, ob aus wirtschaftlichen und logistischen Gründen ein Sourcing in und aus China sinnvoll ist, man den Markt kennt und versteht, und ob mögliche Risiken betrachtet wurden und handelbar sind.

Logistik in China: Risiken, Gefahren und Lösungen

Doch auch beim Import aus China warten etliche Fallstricke auf den Händler. Da einige Lieferanten keine Exportlizenz besitzen, wird der Versand nach Deutschland in vielen Fällen über Transportagenten organisiert. Diese Agenten wiederum nutzen mögliche Grauzonen im Versand aus, die dem Empfänger ›teuer zu stehen kommen‹ können. Zum Beispiel bei Versandkosten können nicht eingeplante Zusatzaufwendungen, wie Hafengebühren im Importland, entstehen, wenn der Lieferant den Transport zusammen mit einem Agenten organisiert und diese Kosten vom Empfänger beglichen werden müssen.

Eine andere gefährliche Praxis kann darin bestehen, dem Kunden günstige Frachtraten, dann allerdings das Sendungsvolumen künstlich aufzublähen, indem der Agent nur Länge, Breite und Höhe eines jeden Versandkartons bspw. um jeweils einen Zentimeter erhöht. Dies genügt, um die Gesamtkosten für den Empfänger deutlich steigen zu lassen.

Es gibt jedoch noch weitaus mehr Fallen, wie Wasel zu berichten weiß:

»Man muss bedenken, dass chinesische Lieferanten mit gültiger Exportlizenz bei der Ausfuhr ihrer Waren die Umsatzsteuer vom Staat zurückbekommen. Sie können so günstigere Verkaufspreise anbieten, da sie keine Umsatzsteuer aufschlagen müssen. Leider aber nutzen einige Lieferanten diese Unwissenheit des Kunden aus und berechnen diesem dennoch die Umsatzsteuer.«

Ist die Ware nun endlich in Deutschland angelangt, sind aber noch längst nicht alle Hürden und Risiken genommen. So kann, laut Wasel, Unerfahrenheit im Zollbereich oftmals empfindliche Bußgelder nach sich ziehen und falsche Zolleinreihungen können zur Einleitung von Bußgeldverfahren, im Einzelfall auch zum Straftatvorwurf führen. Aber auch ein Negativeintrag im Gewerbezentralregister ist möglich.

»Ab gewissen Importschwellen können Zollprüfungen stattfinden. Hier werden Zolleinreihungen, aber auch Herkunfts- und Zahlungsnachweise geprüft. Deklarierte der Lieferant nun einen deutlich niedrigeren Warenwert, als tatsächlich bezahlt wurde, ist dies sehr leicht nachvollziehbar. Auch hier droht also Gefahr«, warnt Wasel.

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Genau im Blick: Wie Topglas mit klugem Onlinemarketing in der Nische erfolgreich wächst

Von: | 26. Mai 2017 | Artikel & Interviews
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Der deutsche Optikermarkt ist einer der umkämpftesten in Europa. Rund 12.000 stationäre Optiker und eine stetig wachsende Zahl an Onlineoptikern kämpfen um die Aufmerksamkeit – und den Geldbeutel – der Kunden. Um in so einem Markt aus dem Stand einen neuen E-Commerce-Player hochzuziehen, braucht es schon einiges an unternehmerischem Mut. Den bringt Moritz Rappold offenbar mit: Vor zwei Jahren hat er seinen Job in einer Personalberatung an den Nagel gehängt und Topglas gegründet. Das Start-up konzentriert sich auf eine Nische in der Nische: die Neuverglasung von vorhandenen Brillengestellen.

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Auf die Idee für sein Unternehmen kam Rappold nach einem selbst initiierten Feldtest, erzählt der Gründer im lesenswerten Interview mit Basicthinking. Rappold und sein Co-Gründer Karl-Tim Ibald schickten Verwandte und Bekannte los, um in stationären Brillengeschäften Preise für das gleiche Brillenglas zu erfahren. Das Ergebnis: Jeder Optiker verlangte einen anderen Preis für das Glas, die Preisunterschiede waren zudem für die Kunden nicht erklärbar. Hier sahen Rappold und Ibald ihre Chance; ihr Onlineversand sollte günstige Preise bei absoluter Transparenz bieten und noch dazu schneller arbeiten, als die stationären Optiker – und wer schon einmal in einem Brillenladen eine Brille zur Neuverglasung abgegeben hat, weiß, dass schnellere Bearbeitungszeiten tatsächlich ein großer USP sind. (Weiterlesen…)

 

Warum der Direktvertrieb boomt – und wie Online-Händler davon profitieren können

Von: | 10. Mai 2017 | Artikel & Interviews,Vertrieb
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Gastartikel: Wissen Sie, wer den Beruf des Vertreters erfunden hat? Das war Vorwerk, anno 1926, um den Verkauf seines Staubsauger-Modells „Kobold“ anzukurbeln. 90 Jahre später boomt der Direktvertrieb immer noch. Die Zahl der in Deutschland tätigen freiberuflichen VertreterInnen, heute eleganter „Vertriebspartner“ genannt, ist 2016 um 8 Prozent gestiegen.

Moderne Vertreter klingeln allerdings nicht mehr an der Haustür, sondern lassen sich von Kunden zu geselligen Verkaufspartys einladen. Wir haben eine Redakteurin auf so eine Verkaufsparty geschickt. Von der kam sie mit spannenden Erkenntnissen über den modernen Direktvertrieb mit Online-Verknüpfung zurück – und beinahe mit einem funkelnagelneuen Thermomix. Aber lesen Sie selbst.

Es wird Zeit für ein Geständnis: Vor ein paar Wochen war ich auf einer Thermomix-Party. Ja, genau, auf einer dieser Verkaufsveranstaltungen, auf denen die Firma Vorwerk ihre unfassbar teuren Küchenwunderwerke an den Mann beziehungsweise an die Frau bringt. Eingeladen hatte eine Freundin von mir, die Verkaufsberaterin, von Vorwerk „Repräsentantin“ genannt“, war eine Freundin selbiger Freundin, alle Gäste stammten aus dem näheren Bekanntenkreis der Gastgeberin.

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Und in dieser geselligen Runde, in der alle schnell per Du waren, stellte die Repräsentantin also ihren Thermomix auf den Tisch und fing an zu kochen. Jeder durfte das Gerät mal schnippeln, rühren, schroten oder mixen lassen, unter viel Gelächter, garniert von geschickt platzierter Produktinformation, entstand binnen einer halben Stunde ein dreigängiges Menü, das allen hervorragend schmeckte. Bei der Nachspeise wurden bereits die ersten Kaufverträge unterzeichnet und beim Abschluss-Prosecco hatten vier von acht Gästen einen Thermomix geordert. Für jeweils 1.200 Euro. Ich konnte mich nur mit Mühe davon abhalten, Konversion Nummer 5 des Abends zu werden. (Weiterlesen…)

 

Chatbots im Einsatz: Kundenservice per Roboter

Von: | 28. März 2017 | Artikel & Interviews
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Tommy Hilfiger, H&M, Douglas, Allyouneedfresh, Sephora und vielen andere haben ihn schon: einen eigenen Chatbot. Die intelligenten Mini-Programme sind seit einem guten halben Jahr in aller Munde und haben schon für einige aufregende Marketing- und Branding-Kampagnen gesorgt. Aber sind Chatbots auch für Online-Händler interessant? Unter Umständen schon, meint Antonia Ermacora, Gründerin und Geschäftsführerin von chatShopper.

Der Chatbot TMY.GRL von Tommy Hilfiger: Chatten über Mode, Models und das Wetter – aber bloß nicht über Politik.

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Der Chatbot TMY.GRL von Tommy Hilfiger: Chatten über Mode, Models und das Wetter – aber bloß nicht über Politik.

Chatbots – diese intelligenten Mini-Programme, die eine Unterhaltung mit ihren Nutzern führen können und aus einer angeschlossenen Datenbank Antworten auf Fragen aus allen möglichen Bereichen geben – sind derzeit in aller Munde. Eine gute Zusammenfassung des aktuellen Diskussionsstands lesen Sie beim Agenturblog von CYBERDAY.

Eine Frage stellen sich aktuell viele Händler, angesichts des medialen Hyps um die kleinen, gesprächigen Programme: Ist das denn auch was für mich? Antonia Ermacora, Gründerin und Geschäftsführerin des Chatbot-Anbieters chatShopper, antwortet im Brustton der Überzeugung: Jein.

 

Wie ist die Idee zu chatShopper entstanden und warum glaubt Ihr an Chatbots?

Antonia Ermacora: Ich hatte im April 2015 die Idee zu einem Shopping-Service per Chat. Zusammen mit meinem Co-Founder Matthias haben wir per WhatsApp Produkte verkauft. Der Service kam sehr gut bei den Nutzern an, vor allem im Modebereich, sodass wir uns im September 2015 damit selbstständig gemacht haben.

Die Nachfrage war so groß, dass im Oktober schon fünfzehn Studenten für uns gearbeitet haben und die Wartezeit für eine Antwort teilweise bei einer Woche lag. Es war sehr schnell klar, dass die Nachfrage für solch einen Service da ist, aber die Skalierung stellte uns vor ein Problem. Die Konversion Rate war mit 9 Prozent von Angeboten zu Käufen im Vergleich zu Onlineshops recht gut, für einen menschlichen Beratungsservice jedoch zu gering. Im November 2015 hatten wir daher den ersten Prototypen eines Chatbots gebaut und konnten recht schnell erkennen, dass dies eine Skalierungsmöglichkeit sein könnte.

Seit Frühjahr 2016 gibt es keine Menschen mehr im Beratungsprozess und unser Chatbot „Emma“ ist für die Produktsuche verantwortlich. Emma hat bisher über 30.000 Nutzeranfrage beantwortet. Da sie zur Spracherkennung auf Machine-Learning basiertes NLP (natural language processing) setzt, benötigten wir recht viele Daten, um sie zu „trainieren“, weshalb wir deutlich länger benötigt haben, als ursprünglich geplant, um den aktuellen Stand zu erreichen.

 

Wo kommen Chatbots im E-Commerce aktuell bereits zum Einsatz?

Ermacora: Es gibt bereits Chatbots im E-Commerce für verschiedene Zwecke z. B. von Tommy Hilfiger „TMY.GRL“, der Bot war zur NY Fashion Week im Einsatz, Sephora „Virtual Artist“ um Lippenstifte an einem eigenen Bild zu testen, der Douglas Valentinstags-Bot konnte passende Geschenke und Tipps zum Valentinstag suchen, mit dem Chatbot von ok konnten Coupons offline eingelöst werden und H&M hat schon länger einen Bot auf dem Messenger Kik, um Produkte zu entdecken.

Es beschäftigen sich aktuell viele Händler und Hersteller aktiv mit dem Thema, um entweder die Produktsuche zu ermöglichen oder auch Serviceanfragen automatisiert zu beantworten. (Weiterlesen…)

 

Kein Käuferschutz mehr: Google stampft Gütesiegel „Google Zertifizierte Händler“ ein

Von: | 7. März 2017 | Artikel & Interviews
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Noch in diesem Monat soll Googles Gütesiegel eingestellt werden. Stattdessen bietet Google Online-Händlern mit „Google Kundenrezensionen“ ein neues Programm – unter genauer Betrachtung ein mehr schlechter als rechter Ersatz für das etablierte Gütesiegel.

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Die Änderung dürfte für viele Online-Händler eine (unangenehme) Überraschung sein: Google stellt sein Gütesiegel „Google Zertifizierte Händler“ ein. Das berichtet Internetworld.de unter Berufung auf Information der Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Bestehende Händler-Kontos sollen laut einer Support-Seite  bereits „Anfang März“ zu einem neuen Google-Programm für Händler migriert werden: „Google Kundenrezensionen“ (englisch: Google Customer Reviews) soll an die Stelle von „Google Zertifizierte Händler“ treten.

Auch wenn Google die Umstellung verharmlosend als „Programmaktualisierung“ kommuniziert: Für Nutzer des bisherigen Google-Gütesiegels sind die Änderung ziemlich einschneidend. So bietet „Google Kundenrezensionen“ keinen Käuferschutz mehr. Bisher garantierte Google einen Käuferschutz von bis zu 1.000 Euro pro Kunde und vermittelte im Streitfall zwischen Kunde und Händler. Gründe für die Rücknahme dieser vertrauensbildenden Maßnahme nennt Google nicht; bloofusion spekuliert, der Suchmaschinenprimus habe vielleicht den anfallenden Vermittlungsaufwand für das Programm unterschätzt. Auch das bisherige Shop-Gütesiegel, das im Markt einen durchaus respektablen Bekanntheitsgrad erreicht hat, fällt durch die Änderung weg. Es wird wohl ein neues Gütesiegel geben, aber noch ist nicht klar, wie das aussehen wird. Die Verwendung wird auf jeden Fall in Zukunft optional. (Weiterlesen…)

 

Marketplace-Händler: Pflicht zur Verlinkung auf die OS-Plattform

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protectedshops-logoGastartikel: Seit dem 09.01.2016 sind Online-Händler verpflichtet auf ihren Webseiten einen Link auf die von der Europäischen Kommission erstellte Plattform für Online-Streitbeilegung (OS-Plattform) zur Verfügung zu stellen. Dieser sollte sich im Impressum oder in den AGB befinden (wir berichteten).

Mit der Frage, ob es auch für Marketplace-Verkäufer  verpflichtend ist, auf die OS-Plattform zu verlinken, hatten sich bereits verschiedene Gerichte zu befassen.

Das LG sowie das OLG Dresden (Urteil vom 16.09.2016 und Urteil vom 17.01.2017) hatten im letzten Jahr noch die Ansicht vertreten, dass es ausreiche, wenn der Betreiber der Marktplatz-Plattform den Link zur OS-Plattform hinzufüge. Die Verkäufer seien hierzu nicht verpflichtet.

OLG Koblenz: Verlinkung auch für eBay-Händler Pflicht

justice_Hans_Braxmeier_pixabay_275Das OLG Koblenz (Urteil vom 25.01.2017) hat jetzt- abweichend von der Vorinstanz- entschieden, dass die Verpflichtung zur Verlinkung auf die OS-Plattform auch eBay-Verkäufer trifft.

Die Vorinstanz (LG Koblenz, Urteil vom 27.04.2016) verneinte noch die Verpflichtung zur Verlinkung für den eBay-Händler.

Der Sachverhalt

Ein Händler, der auf der Marketplace-Plattform eBay hauptsächlich Fahrzeug- und Motorradzubehörteile anbietet, wurde von einem Interessenverband der Online-Unternehmer abgemahnt, der einen Wettbewerbsverstoß darin sah, dass der Händler auf seiner eigenen Seite nicht auf die OS-Plattform verlinkt hatte.

Das LG Koblenz verneinte einen Wettbewerbsverstoß in Bezug auf den fehlenden Link. Marketplace-Verkäufer, die ihre Angebote auf der Plattform unterhalten, seien nicht selbst zur Einrichtung eines Links auf die OS-Plattform verpflichtet. (Weiterlesen…)

 

4 Conversion Killer die Online-Händler vermeiden sollten

Von: | 23. Februar 2017 | Artikel & Interviews
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Gastartikel: Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Die Marketing Maßnahmen haben gut funktioniert und der Online Shop ist gut besucht. Dennoch bleiben die vielen Sales aus. Genau diese Situation kennen viele Webseitenbesitzer, Online Marketing Manager und Shop Besitzer nur zu gut! Der Clou ist: Häufig sind es kleine Änderungen die vorgenommen werden müssen um die Conversion Rate und somit auch die Leads und Sales zu erhöhen. In diesem Artikel sind fünf Conversion Killer, die Sie vermeiden sollten.

Conversion Killer 1: Slideshows

Gerne genutzt und bekannt: Slideshows werden auf vielen Internetseiten eingebunden. Besonders beliebt sind Slideshows um auf mehrere Angebote oder Leistungen hinzuweisen!

Das Problem solcher Slider liegt in ihrer Grundfunktion und die Positionierung. Denn auf der Startseite wird durch das Wechseln der verschiedenen Bilder Besucher von einem auf das andere Thema gelenkt. Eine wirkliche Nutzerführung kann nicht erreicht werden und die Intention des Users wird unterbrochen.

Sie haben eine Aktion oder ein Produkt worin sie eine gute Marge haben? Die so genannte CashCow? Wunderbar! Platzieren Sie das Angebot auf der Startseite mit einem Bild! Hat das Bild seine emotionale Wirkung beim Nutzer erreicht, kann sich dieser mit weiteren Handlungen wie dem Lesen des zugehörigen Textes oder dem Klick auf das entsprechende Produkt widmen. (Weiterlesen…)

 

Usability versus User Experience, oder: Wie ich meinen Shop so gestalte, dass meine Kunden ihn gut finden UND darin einkaufen

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Modernes Shopdesign umfasst mehr als ein schnödes Abhaken aller Usability-Regeln. Stattdessen ist Individualität und Einzigartigkeit gefragt – und ein rundes Branding, das aus Bildern, Farbauswahl, Typografie und Produkttexten besteht. Ein kostenloser Ratgeber zum Thema User Experience-Design gibt Shopbetreibern Ideen an die Hand.

Usability, also die Wissenschaft davon, wie ein Online-Shop gestaltet sein muss, damit er für seine Kunden gut zu bedienen ist, überlassen heute viele Shop-Betreiber gern ihrem Shopsystem. Das Standard-Template wird schon wissen, wo die wie großen Buttons sitzen müssen, welche Schriftart am besten lesbar ist und wie ein Warenkorb gestaltet sein muss, damit sich die Besucher zurechtfinden. Schließlich ist man ja in erster Linie Verkäufer, nicht Web-Designer.

Und tatsächlich haben die meisten Shopsysteme in Sachen Usability in den vergangen Jahren enorme Fortschritte gemacht. Die meisten Templates entsprechen den gängigen Vorgaben der Usability-Päpste und folgen den gelernten Mustern des E-Commerce. Die Navigation ist logisch, die Produktdetailseite schlüssig, der Checkout-Prozess informativ. So finden sich Kunden in ihnen meistens intuitiv zurecht.

Webdesign-Trend Flat Design: Große Bilder, reduzierte Layout

Webdesign-Trend Flat Design: Große Bilder, reduzierte Layout

Der Nachteil dieser zunehmenden Professionalisierung: Viele Shops sehen sich zum Verwechseln ähnlich, weil sich ihre Betreiber zu wenig mit dem Thema Design auseinandersetzen und kritiklos das Standardtemplate übernehmen. Ein echter Nachteil in einer E-Commerce-Welt, in der nur diejenigen gegen Amazon bestehen können, die mit Einzigartigkeit herausstechen. Denn wer seine Kunden nicht ausschließlich über den niedrigsten Preis anziehen und halten will, für den reicht Usability allein nicht aus.

Statt dessen ist „User Experience“ gefragt. Der Unterschied in Kurzform: In einem Shop mit guter Usability findet sich ein Kunde gut zurecht – in einem Shop mit guter User Experience hält er sich gerne auf. (Weiterlesen…)

 

Wenn SAP den Omnichannel retten soll

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Derzeit ist die Diskussion um Omnichannel wieder in vollem Gange. Für die einen der goldene Lösungsweg, um den stationären Handel zu retten, für die anderen nichts weiter als ein Groschengrab. Aber es hilft ja nichts, leere Innenstädte und der digitale Wettbewerb fordern Antworten. ›Etailment‹ hat darüber mit ihren Experten gesprochen.

Die Tage lud etailment zum Meinungsaustausch über Banken, Immobilien und dem Omnichannel ein. Bei der Frage »Wie stemmt man den Wandel (im Handel)?« gab Lothar Schäfer, Vorstandsvorsitzender von Adler Moden, einer Ex-Metro-Tochter, eine durchaus interessante Antwort:

»Das ist vor allem nicht trivial für stationäre Handelsunternehmen. Selbst Vorzeigeunternehmen haben teils veraltete Warenwirtschaftssysteme. Diese Systeme muss man mit viel Aufwand auf SAP umstellen – der Horror jedes IT-Leiters und Finanzchefs. Hat man das nicht, bekommt man die Omnichannelfähigkeit nicht hin.«

Fotolia_108942221_rettungsring_romolo_tavani_300x211E-Commerce ist schnelllebig und fordert agile, flexible Software. Daher wäre ich nicht sofort auf SAP gekommen, wenn es um ein Heilmittel für den Omnichannel von alt eingesessenen, taumelnden Handelsunternehmen geht.

Alexander Graf, Herausgeber von kassenzone.de und CEO von Spryker Systems, kennt, auch ob seiner Vita, nicht nur die Handelswelt, sondern spätestens mit Spryker, auch die Anforderungen an eine moderne IT-Landschaft und deren Herausforderungen bestens.

In seinem Interview mit uns, erläutert er unter anderem, wo er die Probleme für die alten Handelsunternehmen und wie er die Sache mit dem Omnichannel sieht.

Alexander, der Vorstandsvorsitzende von Adler Moden glaubt, ohne SAP kann Omnichannel nicht funktionieren. Wie siehst Du das – ist SAP die richtige Entscheidung für diese Händler?

Viele alte Handelsunternehmen haben mit SAP/IBM & Co. vor ca. 20 Jahren die ersten großen Elektrifizierungsprojekte begonnen, allerdings ging es dabei ›nur‹ um die Verbesserung der Warenwirtschaft und des Debitorenmanagements. Die kundenorientierten Kompetenzen waren und sind oft jedoch noch sehr dezentral und papierlastig organisiert.

Nun kommt mit dem Thema Omnichannel etwas in die Unternehmen, was ein hohes Maß an Datenkontrolle (bspw. wo welche Ware liegt) verlangt und gleichzeitig eine hohe Automatisierung und Elektrifizierung der Marketingwerkzeuge erfordert. Wenn beides noch nicht vorhanden ist, denkt man als Manager eines Unternehmens natürlich zuerst an die ohnehin schon seit Jahren laufenden SAP/IBM-Projekte und möchte das Problem auch dort lösen.

Warum ist das so? 

In dieser Situation kommen unglücklicherweise zwei Missverständnisse zusammen. Auf der einen Seite sehen viele Manager von Handelsunternehmen ihre IT-Investitionen weiterhin als Teil des Cost Centers, also nur als Supportfunktionen für die restlichen Handelsaktivitäten. Es fehlt ihnen das Verständnis, wie in einer digitalen Welt Nachfrage entsteht und gehalten wird. Kein Unternehmen der digitalen Welt würde seine IT Strategie an einem der großen Enterprise-Anbieter festmachen, sondern dort nur punktuell einkaufen und kritische Funktionen selbst entwickeln.

Das ist für viele Handelsunternehmen oft gar nicht vorstellbar. Aber das Problem verschwindet dadurch nicht. Also investiert man lieber in Produkte, die nicht weiterhelfen können, anstatt gar nicht zu investieren. (Weiterlesen…)

 

Sieben Siegel 2017 – Was jetzt den E-Commerce umkrempelt

Von: | 8. Februar 2017 | Artikel & Interviews
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Buch V - 7 SiegelGastartikel: Die digitale Wirtschaft ist längst den Kinderschuhen entwachsen; der Onlinehandel schon seit vielen Jahren das am stärksten und nachhaltig wachsende Handelssegment. Dieser durchschlagende Erfolg des E-Commerce beruht auf einer großen Offenheit für neue Märkte und Technologien sowie der Fähigkeit zu schnellem Wandel. Indes kam und kommt keineswegs jeder Onlinehänder mit diesem permanenten Wandel mit, es geht das Schauderwort vom „Shopsterben“ um. Dass die Kurve trotzdem nachhaltig nach oben geht, liegt an den vielen neuen Playern, neuen Märkten und der Verhaltensänderung der Konsumenten, die auf die Ablösung alter Strukturen drängen und Neues fordern.

Mit der Markteinführung des iPhones vor über zehn Jahren ist der Mobile Commerce zwar nicht von einem Tag auf den anderen durch die Decke gegangen. Aber wenn heute selbst die Mehrheit der geschäftlichen Offline-Einkäufer den Kauf digital vorbereitet, zeigt sich wie durchschlagend und unaufhaltsam die Welle der Entwicklung rollt. Trendwatch ist also für jeden Marketing- und E-Commerce-Leiter Pflicht und nicht nur Kür. Nachfolgend werden die sieben wichtigsten Trend verraten.

B-to-B auf dem Vormarsch

Der Handel zwischen Unternehmen (das B2B-Geschäft) verlagert sich mit der Digitalisierung der Beschaffungsprozesse in den Online-Kanal und wächst dabei rasant. Allein für diesen klassischen B2B-Versandhandel hat der E-Commerce Verband bevh ein Volumen von 8 Mrd. Euro Umsatz erhoben – andere Geschäftsmodelle nicht mit eingerechnet. Das wirkt sich auch auf die Lieferanten- und Servicestrukturen aus, denn für diesen Wandel wird kräftig investiert: 9% des Jahresumsatzes sollen es laut Forrester Research dieses Jahr sein – ein Drittel mehr als im Vorjahr.

Beispielhaft für diese Entwicklung ist der E-Commerce-Gigant Amazon: Seit Mitte Dezember ist nun auch in Deutschland die B2B-Plattform Amazon Business live. Jetzt ist es allerhöchste Zeit, um sich mit Geschwindigkeit und Qualität noch Marktanteile zu sichert. (Weiterlesen…)