Aktuelle News

eBay wertet Produktbewertungen mit Bildern auf

Von: | 26. Juli 2017 | Bunte Kiste
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Seit einem Jahr können eBay-Käufer nicht nur die Performance des Verkäufers, sondern getrennt davon auch das Produkt selbst bewerten. Um diese Bewertungen noch näher an das Vorbild Amazon heranzubringen, erlaubt der Onlinemarktplatz jetzt auch die Einbindung von Bildern. Die Händlerschaft reagiert unbeeindruckt.

Ostersund, Sweden - July 24, 2011: Close up of ebay's website onWeitgehend unter dem Radar hat eBay bereits Anfang Juli mal wieder an seinen umstrittenen Produktbewertungen geschraubt. Allerdings umfassen die Änderungen nicht die Kritikpunkte, die Händler seit Einführung der neuen Bewertungsform im letzten Frühjahr (seither werden Händler und Produkt getrennt bewertet) regelmäßig äußern. Es ist beispielsweise weiterhin nicht möglich, Bewertungen für Produkte abzugeben, von denen mehrere Varianten angeboten werden. Auch die vehement geforderte Kommentarfunktion für die Händler gibt es weiterhin nicht.

Stattdessen erlaubt der Onlinemarktplatz ab sofort Bilder in den Produktbewertungen. Dieses Feature kennen die Kunden bereits seit geraumer Zeit von Amazon – eBay zieht also ein weiteres Mal nach. Wie Andy Chan, Lead Product Manager bei eBay, in einem Blogpost schreibt, will eBay mit den Produktbewertungen „die Macht seiner Community“ anzapfen, um Kunden noch bessere „Insights“ für die Produktauswahl zu liefern. Bilder erweckten die „Produktbewertungen zum Leben“. Befreit vom Marketing-Slang heißt das: Kunden können ab sofort Bilder von gekauften Produkten in ihre Bewertungen einfließen lassen, um das Produkt im Einsatz zu zeigen oder bestimmte Features visuell hervorzuheben. Davon sollten nicht nur die Kunden, sondern auch die Händler profitieren, so Chan: „Produktbilder in Rezensionen können auch Einblicke für die Verkäufer bieten, wie die Käufer ihre Produkte verwenden und welche Features für sie am wichtigsten sind.“

Qualitätskontrolle durch eBay

Um die Qualität der Bilder zu gewährleisten – schließlich kann ein schlechtes oder unpassendes Bild auch in einer gut gemeinten Bewertungen mehr Schaden als Nutzen anrichten – will eBay mit Data Scientists zusammenarbeiten. Sie sollen durch automatische Algorithmen nicht zum Produkt passende Bilder, Spam oder anstößiges Bildmaterial herausfiltern. Nach diesem Vorgang soll zusätzlich ein geschultes Team an Moderatoren jedes Bild freigeben, um sicher zu stellen, dass die Bilder wirklich zum jeweiligen Produkt und zum Inhalt der Bewertung passt.

Das neue Feature wurde zeitgleich in Deutschland, den USA, Großbritannien, Australien, Kanada, Frankreich, Italien und Spanien eingeführt und wird auf dem Desktop und in der mobilen Ansicht der eBay-Website dargestellt. Auch in die nativen Android- und iOS-Apps sollen die bebilderten Produktbewertungen bald eingeführt werden.

Die Reaktion auf Händlerseite auf das neue Feature fällt in den einschlägigen Händlerforen und Kommentarspalten bisher eher verhalten aus. Während die einen sich darüber freuen, dass eBay auch auf dem Feld der Produktbewertungen weiter versucht, zu Amazon aufzuschließen, machen sich andere vor allem Sorgen um die Qualität und den Inhalt der Fotos, die dann unter „ihren“ Produkten auftauchen werden.

Die große Mehrheit wiederum scheint eher unbeeindruckt zu sein: Fotos in Produktbewertungen seien nicht kriegsentscheidend, wichtiger wäre es, dass eBay andere Probleme anginge – beispielsweise die fehlende Kommentarfunktion für Händler unter den Produktbewertungen.

Bild: bigstockphoto, ibphoto

 

eBay Tiefpreisgarantie ist überhaupt nicht WOW

Von: | 11. Juli 2017 | Vertrieb
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Der Online-Marktplatz eBay will im Preiskampf mit den größten deutschen Online-Händlern mithalten und importiert dafür seine gerade erst in den USA gestartete „Price Match Guarantee“ nach Deutschland. Hierzulande heißt das neue Features „Tiefpreisgarantie“ und versteckt im Kleingedruckten so einige Haken. WOW geht anders!

„Unsere WOW-Angebote sind einsame Spitze. Sollten Sie woanders doch mal einen günstigeren Preis sehen, passen wir unseren für Sie an. Wir sind eben WOW!“ So bescheiden kündigt eBay seit letzter Woche seinen Kunden die neue Tiefpreisgarantie an, die in diesem Monat zeitgleich in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Italien und Frankreich eingeführt wird. Sie gilt ausschließlich für eBay-WOW-Angebote, europaweit also für etwa 35.000 Produkte. In Deutschland gibt es rund 15.000 WOW-Angebote.

eBay-WOW-Tiefpreisgarantie

„Die große Mehrheit unserer mehr als 15.000 WOW! Angebote ist bereits preisgünstiger oder zum gleichen Preis wie bei unseren Wettbewerbern erhältlich“, erklärt Eben Sermon, seit kurzem neuer Vice President EBay Germany in einer Video-Botschaft. „Nun gehen wir noch einen Schritt weiter: Wenn ein Käufer einen im Rahmen der eBay WOW! Angebote erhältlichen Artikel bei einem der definierten Wettbewerber zu einem günstigeren Preis findet, passen wir für diesen Kunden unseren Preis dem des Wettbewerbsangebots an.“

In der Praxis heißt das: Ein Kunde muss sich das gefundene, günstigere Konkurrenz-Angebot vom Kundenservice verifizieren lassen und erhält dann einen Gutschein auf die Preisdifferenz. Der Gutschein kann nur bei Zahlung über Paypal eingelöst werden und ist noch dazu nur 24 Stunden lang gültig. Die Kosten für den Ausgleich der Preisdifferenz übernimmt tatsächlich eBay selbst; sie werden nicht auf den Verkäufer des betreffenden Angebots umgelegt. Deshalb müssten die Händler auch nicht gefragt werden, ob sie der Teilnahme ihrer Angebote an der Garantie zustimmten, so eine Sprecherin von eBay auf Nachfrage von shopanbieter.de – die Garantie gilt deshalb mit ihrer Einführung für alle verfügbaren WOW!-Angebote. (Weiterlesen…)

 

Afterbuy bringt eBay SEO ToolBox auf den Markt

Von: | 21. Juni 2017 | Marketing
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(Pressemitteilung): „Cassini“ lautet der Schlüssel zum Verkaufserfolg bei eBay: Dieser Suchalgorithmus bestimmt über Top oder Flop im Ranking des Marktplatzes. Online-Händler müssen dazu künftig keine Suchmaschinen-Experten mehr sein, denn diese Aufgabe übernimmt ab sofort die neue eBay SEO ToolBox von Afterbuy. Diese Lösung steht derzeit in der Beta-Variante für eine ausgewählte Anzahl an Händlern zur Verfügung. Bereits die erste Version ermöglicht die Steuerung essenzieller SEO-Parameter für die Marktplatzhändler.

SEO ToolBox AfterbuyWer suchet, der findet bei eBay: 1,1 Milliarden Listings gibt es gemäß eBay Inc. Factsheet Q1/2017 derzeit auf diesem Online-Marktplatz. Für Verkäufer gilt dabei: Nur Produkte, die bei Suchanfragen weit oben gelistet sind, werden häufig angeklickt und gekauft. Dies kann nur durch eine entsprechende Suchmaschi­nenoptimierung gemäß dem eBay-eigenen Suchalgorithmus Cassini erzielt werden. Cassini setzt dabei zahlreiche SEO-Maßstäbe an, die sich kontinuierlich analog zum Käuferverhalten ändern. Die Beherrschung dieser immer schneller werden­den Dynamik bedeutet für Online-Händler einen hohen Aufwand und setzt ent­sprechendes Know-how voraus. (Weiterlesen…)

 

Für die Schnellsten: Rankingtool für Ebay gestartet

Von: | 8. Juni 2017 | Marketing
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Noch im Testbetrieb und daher nur für die ersten rund 100 zahlenden Kunden verfügbar ist ein neues Rankingtool, dass sich auf Ebay konzentriert: BayGraph.

Es gab in letzter Zeit immer mehr Anleitungen und Ratgeber zur Rankingoptimierung bei Amazon – und eben auch eine Auswahl an Tools, die Marktplatzhändlern hier die Arbeit vereinfachen. Ganz anders die Situation für Ebay: Hier gab es deutlich weniger Anleitungen und Hilfestellungen. Und noch weniger Tools.

Michael Groß ist selbst ein erfahrener Händler und Softwareentwickler und hat sich mit Mark Steier zusammengetan, um hier Abhilfe zu schaffen. Denn zwar werden in den einschlägigen Gruppen und auf Veranstaltungen immer mehr Tipps rund um Ebays Cassini und die Optimierung des Rankings auf der Plattform diskutiert, aber eine Optimierung setzt eben auch voraus, dass man die Ergebnisse seiner Maßnahmen messen kann.

Mit BayGraph ist dies nun möglich. (Weiterlesen…)

 

Änderungen bei eBay: Kontaktmöglichkeiten werden eingeschränkt, Bildrechte werden eingeschränkt, Retourenkulanz wird belohnt

Von: | 16. Mai 2017 | Vertrieb
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Letzte Woche verkündete Ebay weitere Neuerungen für gewerbliche Händler – und die haben es in sich. In den Verkäufer-Foren kochen die Gemüter bereits hoch. Denn die Änderungen bedeutet vor allem eines: einen Haufen zusätzliche Arbeit für Händler.

Größter Aufreger aus Händlersicht dürfte dieser Passus der offiziellen Mitteilung des Online-Marktplatzes sein: „Ab September 2017 ist es Händlern bei eBay nicht mehr gestattet, Kontaktinformationen in Artikelbeschreibungen, Bildern, im Verkäuferprofil und in eBay Shops einzubinden. (…) Verkäufer und Käufer sollen zukünftig nur noch über die Nachrichten-Tools von eBay wie „Meine Nachrichten“ oder „Preisvorschlag“ Kontakt zueinander aufnehmen.“ Das heißt: Kunden, die telefonisch mit dem Ebay-Händler Kontakt aufnehmen wollen, müssen künftig die Nummer der Hotline erst über die Funktion „Frage stellen“ erfragen. Lediglich im Impressum haben die rechtlich erforderlichen Kontaktinformationen (dazu gehört auch eine Telefonnummer) noch ihren Platz.

Bildquelle: ebayinc.com

Bildquelle: ebayinc.com

Die Aufregung in den einschlägigen Foren über die Änderung ist groß: Schließlich ist das gute alte Kundentelefon auch für viele Ebay-Händler ein wichtiges Conversion-Tool, mit dem schnell und unkompliziert Fragen beantwortet oder eine Produktberatung gegeben werden kann. (Spannende Einblicke zur großen Bedeutung des Telefonkanals gab es übrigens kürzlich bei Internetworld.de zu lesen). Das bestätigte auch Andreas Müller von deltatecc, Europas größtem ebay-Händler für Fernseher & TV-Zubehör, gegenüber Wortfilter.de: „

Die prominente Angabe einer Rufnummer ist gerade bei hochpreisen Produkten wichtig, damit wir im Customer Support die Kunden in ihrer Kaufentscheidung bekräftigen und Beratungsnachfrage bedienen können.“

Experten befürchten durch die Änderung Vertrauensverluste auf Kundenseite (und dass Ebay im Vergleich zu Amazon in Deutschland traditionell eh schon ein Problem mit mangelndem Kundenvertrauen hat, ist bekannt) und höhere Retourenquoten durch den Wegfall der direkten Beratungsmöglichkeit. Zudem ist es möglich, dass manche Marken-Händler nach der Änderung ihre Vertriebsverträge unter Umständen nicht mehr erfüllen können – weil diese die Bereitstellung einer einfachen und direkten Kontaktaufnahme vom Händler verlangen.
(Weiterlesen…)

 

Eben Sermon löst Stefan Wenzel bei eBay ab

Von: | 3. Mai 2017 | Pressemitteilungen
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Eben Sermon übernimmt die Führung von eBay in Deutschland von Stefan Wenzel und damit die Rolle des Vice President eBay Germany. Eben Sermon bringt für die Rolle umfangreiche Führungserfahrung mit. Er ist seit 2007 bei eBay und hat seitdem eine Reihe unterschiedlicher Führungspositionen innegehabt. Eben Sermon wird seine neue Rolle in den kommenden Wochen nach einer Übergabephase mit Stefan Wenzel voll übernehmen. Stefan Wenzel hat sich aus persönlichen Gründen dafür entschieden, eBay zu verlassen.

Eben-Sermon-eBay-klein2Eben Sermon trug bislang als Vice President Greater Europe unter anderem die Verantwortung für das eBay-Geschäft in Frankreich, Italien und Spanien sowie für den türkischen eBay-Marktplatz GittiGidiyor. Zuvor war er unter anderem für das vertikale Marketing sowie für den Bereich Relationship Marketing & Loyalty in Europa verantwortlich, gefolgt von einer Rolle als Senior Director Cross Border Trade, die er mehr als drei Jahre ausfüllte.

„Eben ist ein dynamischer Innovator, der umfassende Erfahrungen in unserem europäischen Geschäft gesammelt hat. Er wird eine starke Führungspersönlichkeit für das deutsche eBay-Geschäft sein“, so Paul Todd, Senior Vice President eBay EMEA. „Eben wird all seine Energie darauf verwenden, unseren Kunden in Deutschland erstklassige Handelsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen und das Geschäft von eBay in diesem Schwerpunktmarkt weiter zu stärken und auszubauen.“ (Weiterlesen…)

 

eBay stößt Afterbuy ab

Von: | 8. November 2016 | Shop Software,Shopsysteme
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ab_logo_rgbeBay hat heute bekannt gegeben, dass das Unternehmen die ViA-Online GmbH an die Nexec Holding GmbH verkaufen wird. Der Online-Marktplatz veräußert das Unternehmen, um sich noch stärker auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren.

Die ViA-Online GmbH mit Sitz in Krefeld ist Hersteller der Softwareprodukte ViA-eBay und Afterbuy. Sie bietet Lösungen für nahezu alle Prozesse im Online-Handel an, von der Bestandsverwaltung über Shopsysteme bis hin zum Marktplatz-Handel auf Plattformen wie eBay.

Damit kommt Afterbuy quasi wieder Nachhause. Denn die Nexec Holding GmbH gehört Valentin Schütt. Und dieser ist bekanntermaßen Gründer und langjähriger Geschäftsführer von Afterbuy, ehe er das Unternehmen, einige Jahre nach Verkauf an eBay, Anfang 2014 verliess.

 

Marktplatzreport: Der große Umsatzvergleich zwischen Amazon und eBay

Von: | 7. November 2016 | Studien & Märkte
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Eine Auswertung der Umsatz-Zahlen von Amazon und eBay zeigt, dass Marktplatz-Händler bei Amazon jährlich im Durchschnitt einen Nettoumsatz von 115.711 € erzielen. Dieser liegt damit 2,6 mal so hoch, wie bei eBay.

ama-ebay-fotolia-ddgrigg-2

Der Traffic-Vergleich zwischen Amazon und eBay brachte im letzten Marktplatzreport ein überraschendes Ergebnis zutage. So stellte sich heraus, dass sich die beiden Marktplätze ein Rennen auf Augenhöhe liefern, wenn es um die Interessengewinnung für die jeweils angeschlossenen Händler geht. Dieses Mal möchten wir wissen, wie die Situation beim Umsatz aussieht. Liegen die beiden Marktplatzgiganten hier auch so nah beieinander oder kann einer der beiden gegenüber den Händlern klar punkten?

Zu diesem Zweck müssen wir neben dem GMV (Außenumsatz) auch wissen, auf wie viele Händler sich dieser Umsatz verteilt und wie hoch deren Anteil am gesamten Kuchen, sprich Umsatz, denn überhaupt ist.

Anzahl Händler je Marktplatz

Bei den Händlerzahlen bedienen wir uns der Erhebungen von Wortfilter. Mark Steier ermittelte im März diesen Jahres 135.000 registrierte Marktplatzhändler bei Amazon, die auf deren DE-Marktplatz handeln. Davon waren jedoch lediglich 55.310 (53,2% aus D) aktiv. Bestätigt werden diese Zahlen durch eine Analyse von Sistrix. Diese kamen im selben Erhebungsmonat auf 57.306 (50% aus D) Händler, die in den vorhergehenden vier Wochen bei Amazon Deutschland aktiv waren.

Für eBay Deutschland kommt Wortfilter auf 125.732 (70,3% aus D) Händler. Als aktive Händler zählen diejenigen, die innerhalb der letzten 30 Tage einen bewerteten Verkauf hatten.  Da Wortfilters Zahlen für Amazon durch die Auswertung Sistrix bestätigt wurden, dürfen wir davon ausgehen, dass auch die Zahlen zu eBay passen.

Nur kurz am Rand notiert: Laut Wortfilter kamen lediglich 53,2% aller aktiven Marketplace-Händler aus Deutschland. Bei eBay sind es immerhin 70,2% deutsche Händler.

 

 AmazoneBay
Händler in Deutschland55.310125.732
davon deutsche Händler53,2%70,3%
29.42488.390

 

Momentan ist es für unsere Berechnungen aber noch gar nicht so wichtig, wie viele Händler aus DE nun bei Amazon und eBay verkaufen. Kommt aber noch. Vorläufig können Sie diese Zahlen aber wieder vergessen. (Weiterlesen…)

 

Marktplatzreport: Überraschendes Ergebnis beim Traffic-Vergleich Amazon und eBay

Von: | 24. Oktober 2016 | Vertrieb
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Eine Auswertung der geschätzten Traffic-Zahlen von Amazon und eBay zeigen ein überraschend enges Rennen, wenn es um die Interessengewinnung für die jeweils angeschlossenen Händler geht.

ama-ebay-fotolia-ddgrigg-2

Da weder Amazon noch eBay konkrete Zahlen veröffentlichen, greifen wir für einen Traffic-Vergleich auf die mittlerweile meist erstaunlich treffsicheren Zahlen von Similarweb zurück.

Auf dem ersten Blick scheint es eine klare Sache zu sein. Amazon.de (408,3 Mio.) erzielt monatlich 70% mehr Traffic für seine Seiten als Gegenspieler eBay.de (240,1 Mio.).

amazon-ebay-similarweb

Auffallend noch, dass die beiden Marktplätze wiederum bei den Page Views je Visit und der Bounce Rate nah zusammen liegen, während bei der durchschnittlichen Verweildauer eBay die Nase vorne hat.

Dies wiederum, kann mehrere Gründe haben. Aber bevor wir hier zu sehr mutmaßen, lassen wir es lieber. Interessanter ist sowieso eine andere Betrachtung.

Nicht jeder Kunde kommt beim Händler an

Denn der bisherige Vergleich hilft Händlern zur Potenzialeinschätzung ja nur bedingt weiter. So betreibt Amazon einerseits ja auch selbst Handel und andererseits tummeln sich bei eBay auch private Verkäufer und Angebote. Diese Anteile müssen also rausgerechnet werden, da sie den am jeweiligen Marktplatz angebundenen Händlern keinen Umsatz bringen.

eBay spricht im aktuellen Handels-Update davon, dass 87% des Handelsvolumens weltweit über Festpreisangebote erwirtschaftet wird und dass 81% der bei eBay weltweit verkauften Produkte Neuware ist.

Wikipedia geht davon aus, dass jeder zweite Verkauf von gewerblichen Verkäufern getätigt wurde. Diese Aussage ist aber Stand 2010 oder sogar älter.

Daher gehe ich mal ganz nonchalant davon aus, dass dreiviertel der eBay-Verkäufe von gewerblichen Verkäufern abgewickelt werden. Das mag jetzt richtig sein oder auch nicht. Unsere Schätzung wird der Realität jedoch zumindest sehr nahekommen. Denn natürlich werden Neuware und Festpreisartikel überproportional häufig von gewerblichen Verkäufern angeboten.

Für Amazon schätzt man übrigens, dass 45% des Umsatzes Marketplace-Händlern zu Gute kommt. Diese Zahl können wir als einigermaßen gesichert annehmen. (Weiterlesen…)

 

Einspruch: Vergesst eBay nicht!

Von: | 17. Oktober 2016 | Einspruch
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eBays Kampf gegen Amazon schien für manche verloren. Doch das Blatt könnte sich wenden, bzw. war nie so, meinen einige Marktplatz-Experten.

In den vergangenen Jahren hat eBay ordentlich auf die Mütze bekommen, bzw. musste scheinbar tatenlos zusehen, wie Amazon mit neuen Innovationen scheinbar immer müheloser davonzog. Die ganze Branche spricht scheinbar nur noch davon, wie man auf Amazon am erfolgreichsten verkaufen kann. Oder was man Amazons Dominanz entgegensetzen kann. Sogar auf der letztwöchigen Neocom 2016 gab es kaum einen Vortrag, der sich nicht mit Amazon beschäftigte. 

Selbst schuld, meinen einige. Schließlich hieß es bei eBay jahrelang nur: „Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln“. Mal waren sie Flohmarkt, dann wollten sie gewerblichen Verkäufern und Marken eine professionelle Plattform bieten, nur um etwas später wieder den Flohmarkt-Charakter zu betonen. Alles was angepackt wurde schien nur halbherzig oder gar nicht zu Ende gebracht zu werden. Und die Liste der Punkte auf der Unzufriedenheits-Skala von eBay-Händlern schien ständig  länger zu werden.

Soweit zumindest die Außenwahrnehmung. Das ist ja aber immer so eine Sache. Insgesamt konnte man aber durchaus den Eindruck gewinnen, dass sich Amazons volle Konzentration auf den Kunden in überdurchschnittlich hohe Wachstumszahlen auszahlt, während sich eBay selbstzufrieden vor allem mit sich selbst beschäftigt.  Als mache Amazon alles richtig und eBay alles falsch.

ebay-fotolia-ddgriggDie letzten Tage und Wochen lassen nun jedoch auch den Außenstehenden aufhorchen. Einerseits kündigt eBay selbst einige Neuerungen an, die in die richtige Richtung zu mehr Kundenkonzentration und Händlerunterstützung gehen. Andererseits springen einige Marktplatz-Experten dem Marktplatz-Pionier verbal massiv zur Seite.

eBays Weg zu mehr Kundennutzen und Händlerunterstützung

Bereits vor drei Monaten wurde bekannt, dass eBay mit seinem Top Pick ein Pendant zu Amazons Buy Box startet. Einhergehend mit der Ankündigung die Strukturierung seiner Produktdaten zu verbessern. Zumindest Zweiteres ist ein wichtiger Schritt zu mehr Kundennutzen. Auch wenn Händler damals monierten, dies führe nur dazu, dass eBay zur Amazon-Kopie verkomme, darf man Eines nicht vergessen: Alles was Umsatz bringt, ist schön. Für das Einkaufserlebnis der Kunden sind strukturierte Daten nun mal wichtig. Immerhin geht eBay ja einen etwas anderen Weg bei der Darstellung, wie nun bekannt wurde.

So bietet eBay dem Besucher verschiedene Einstiegsmöglichkeiten in ihre Produktwelt, siehe auch das Beispiel http://www.ebay.de/sch/Nikon-Digitalkameras/31388/bn_1383/i.html. EBay möchte nämlich erkannt haben, dass Konsumenten nicht ausschließlich nach den günstigsten Preisen suchen, sondern auch andere Kriterien bei der Produktsuche haben. Dies würde ich an dieser Stelle mal so unterschreiben.

Gleichzeitig erlauben es strukturierte Daten, eBay passgenauere Marketing-Maßnahmen und die Möglichkeiten zum Cross- und Upselling zu verbessern.

Außerdem hat eBay vor einigen Wochen damit begonnen, Produktbewertungen einzuführen. Auch dies ein wichtiger Punkt zu mehr Kundennutzen, sind diese doch ein wichtiger Anhaltspunkt zur Kaufentscheidung. Heute gibt es bereits mehr als 500.000 Produktbewertungen auf dem deutschen eBay-Marktplatz. Auch hier werden Kritiker bemängeln, dass dies nur von Amazon abgekupfert sei. Aber lieber gut kopiert als schlecht selbst gemacht. (Weiterlesen…)