Aktuelle News

Aktuell gehäufte DDoS-Erpressungen von deutschen Onlineshops

Von: | 31. Januar 2017 | IT-Sicherheit
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Aktuell gibt es eine Welle von aggressiven Angriffen auf deutsche Onlineshops. Die Erpressungsschreiben werden an auf den Shopwebseiten veröffentlichte, allgemeine Mailadressen gesendet. Ihnen folgen in kurzem Abstand Demo-Angriffe zur Unterstreichung der Drohungen. Händler sollten niemals zahlen, sondern immer sofort den Kontakt zu ihrem Hostingpartner suchen sowie Anzeige erstatten.

RabeDas Link11 Security Operation Center (LSOC) warnt aktuell deutsche Online-Händler vor DDoS-Angriffen, die mehr als 10 Gbps erreichen können. Die Angreifer, die sich „Stealth Raven“ nennen, gehen dabei sehr resolut vor: Zunächst wird ein Erpressungsschreiben per Mail an eine allgemeine, im Shop veröffentlichte Mailadresse gesendet. Die Absenderadressen variieren, stammen jedoch natürlich stets von anonymen Diensten.

In ihren kurz gehaltenen, englischsprachigen und in Passagen individualisierten Schreiben fordern die Erpresser eine Zahlung von 5 Bitcoins (etwa 4.400 Euro) und kündigen binnen kurzer Frist eine Demo-Attacke an. Diese wird auch konsequent umgesetzt, wobei die Angriffsbandbreiten bis zu 15 Gbps erreichen und mithilfe des Mirai-Botnetzes durchgeführt werden. Dieses Botnetz besteht aus in das Internet eingebundenen IoT-Geräten (Internet der Dinge) wie Kameras oder Routern. (Weiterlesen…)

 

Neue Welle von DDoS-Erpressungen?

Von: | 18. Mai 2015 | IT-Sicherheit
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Laut Link11, einem DDoS-Schutzanbieter, sind seit etwa zwei Wochen bei diversen deutschen Onlineshops Erpressermails eingegangen, die mit DDoS-Angriffen drohen, wenn nicht binnen knapp sieben Tagen ein Betrag von „5 Bitcoins (ca. 1300 €)“ an eine in der Mail genannte Bitcoin-Adresse gesendet werde.  Das Original-Erpresserschreiben dokumentiert Link11 hier.

Solche Erpressungen mit DDoS-Angriffen sind nicht neu, bereits seit Jahren versuchen Kriminelle, mit dieser Masche an Geld zu kommen. Allerdings hat das Ausmaß von DDoS-Angriffen in letzter Zeit deutlich zugenommen, und zwar sowohl hinsichtlich der Häufigkeit, als auch der Stärke.

Angriffsstärke hat in den letzten Monaten massiv zugenommen

So nutzen die Angreifer seit diesem Jahr vermehrt Verstärkungstechniken (SSPD-Reflection-Angriffe) und können auf eine beachtliche Bandbreite zurückgreifen. So berichtet der Sicherheitsdienstleister Arbor Networks:

„Der von der ATLAS-Infrastruktur im ersten Quartal dieses Jahres registrierte größte Angriff galt einem Netzbetreiber in Asien und hatte ein Volumen von 334 Gbps (Gigabit pro Sekunde).“

Doch auch Angriffe mit über 100 Gbps wurden in den ersten drei Monaten dieses Jahres bereits 25 mal detektiert. Und erst vor zwei Tagen wurde der Bundestag Ziel einer sehr starken DoS-Attacke.

Über 1.000 Shops in Deutschland Ziel der Erpresser?

Der aktuell in Deutschland aktive Erpresser ist fleißig: Seit dem Start der Erpressungswelle am 6. Mai sollen allein beim LKA Niedersachsen bereits über 200 der Erpressungsversuche dieser Machart gemeldet worden sein.  Da viele Shopbetreiber es (zunächst) versäumen, bei solchen Erpressungen umgehend Anzeige zu erstatten, dürfte die Dunkelziffer hoch sein. Das Link11 Security Operation Center (LSOC) vermutet nach ausgiebigen Analysen, dass über 1.000 Shops in Deutschland Ziel der aktuellen Erpressungswelle. Damit wäre eine neue Dimension in Deutschland erreicht. (Weiterlesen…)

 

Weihnachtsgeschäft = Hochkonjunktur in Sachen Cybercrime?

Von: | 3. Januar 2014 | IT-Sicherheit
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Nach der Zwischenauswertung der aktuell laufenden Studie zu Cybercrime von ibi research  zu urteilen, nimmt für 70 % aller Teilnehmer das Thema „Informationssicherheit“ einen hohen bis sehr hohen Stellenwert ein. Und das ist gut so, denn längst ist Cybercrime nicht mehr Sache einzelner Freaks, sondern in den Status eines „professionelles Geschäftsmodells“ für weltweit operierende und gut organisierte Kriminelle gewechselt.

Es ist also keine Schande, wenn es einen trifft – im Gegenteil: allein Erpressungen mit DDoS treffen laut Studien-Zwischenstand fast 11% aller (zumindest aller Studienteilnehmer). Besonders zur Zeit des Weihnachtsgeschäftes hat  Cyber-Erpressung Hochkonjunktur, wie die letzten Jahre gezeigt haben, man denke nur an das drastische Beispiel von Conrad Elektronic in 2011. Doch Cyber-Crime beinhaltet noch viel mehr, als „nur“ DDoS-Erpressung (Tipp: Unsere Ratgeber zu DDoS finden Sie hier und hier). Spätestens seit Google dafür die Tür geöffnet hat, kann auch über den Hebel Bad-SEO erpresst – oder ganz banal der Wettbewerb zeitweise aus dem Rennen geschossen – werden.

Die Zahlen der Zwischenauswertung ibi researchs vom 19.12.2013 ergeben in Sachen Cyber-Crime folgendes Bild:

Chart zu den Zahlen von ibi research

Wie verlieft Ihr Weihnachtsgeschäft? Lief alles reibungslos oder wurden auch Sie erpresst oder Opfer von Attacken?  Schreiben Sie uns – und nehmen Sie noch Teil an der Umfrage von ibi research unter http://www.ibi.de/isiec_2014

Herzlich aus Hürth
Nicola Straub

 

Der bvh berichtet über Ausmaß von DDoS-Attacken

Von: | 22. Dezember 2011 | IT-Sicherheit
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Je teurer sich ein zeitweiser Shop-Ausfall für einen Händler gestaltet, desto leichter wird er sich erpressen lassen – nach dieser Devise scheinen sich Schutzgelderpressungen per DDoS-Attacken im Weihnachtsgeschäft zu häufen. Gestern berichteten beispielsweise der Webhoster Mittwald von massiven Attacken, die zu Ausfällen führten und die Shops der Conrad-Kette gingen ebenfalls gestern unter aggressiven Angriffen in die Knie.

Der Bundesverband des Deutschen Versandhandel e.V. berichtet von einer Umfrage des englischen Versandhandels-Verbandes IMRG, nach der rund 20% der E-Commerce-Unternehmen unter solchen Angriffen litten.

Als beruhigend sieht der bvh allerdings an, dass bei solchen Attacken zwar der Shop von außen lahm gelegt werde. Sensible Kundendaten könnten so aber nicht gewonnen werden… (Weiterlesen…)

 

LG Düsseldorf: DDoS-Angriffe sind strafbar!

Von: | 14. Juni 2011 | Recht & Datenschutz
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In unserem Gratis-Ratgeber „DDoS-Schutzgelderpressung – was tun?“ raten wir (wie alle Experten) dazu, DDoS-Versuche umgehend anzuzeigen. Allerdings war bislang unklar, auf welcher rechtlichen Basis  DDoS-Angriffe strafbarsind – hier liegt nun das Urteil des Landgerichts Düsseldorf gegen den DDoS-Erpresser „Klaus Störtebeker“ vor, das eine Strafbarkeit ganz klar bejaht. (Weiterlesen…)

 

Immer mehr deutsche PCs in kriminellen Händen

Von: | 13. Mai 2011 | IT-Sicherheit
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In unserem kürzlich veröffentlichten Gratis-Ratgeber „Nachgefragt: DDoS-Schutzgelderpressung – was tun?“ beschrieben wir, dass die Methoden von Cyberkriminellen immer ausgefeilter werden: Bislang waren DDoS-Angriffe meist von Rechnern aus typischen „Angreiferländern“ ausgeführt worden, so dass oft schon ein einfaches Blockieren der entsprechenden Länder-IPs ausreichte, um Angriffen die Schärfe zu nehmen. Mittlerweile aber wird immer öfter mittels Botnetzen in Deutschland angegriffen – ein einfaches „Aussperren von Länder-IPs“ verbietet sich dann als Gegenmaßnahme, denn so würde der Shop auch allen echten Kunden verschlossen.

Für Kriminelle sind verseuchte (und damit fernsteuerbare) Computer in Deutschland mithin besonders wertvoll und deutsche Botnetze zu mieten war bislang vergleichsweise teuer. Doch die Preise könnten fallen, denn immer mehr Rechner werden hierzulande verseucht und von Kriminellen übernommen, wie Microsoft laut Heise News festgestellt hat: (Weiterlesen…)

 

DDoS-Attacken auf Onlineshops: Gratisratgeber zum Umgang mit Schutzgelderpressungen

Von: | 12. April 2011 | IT-Sicherheit
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Gratis-Ratgeber zum Vorgehen bei Erpressungen mit DDoS-Attacken

Gratis-Ratgeber zum Vorgehen bei Erpressungen mit DDoS-Attacken

Letzte Woche vermeldeten die Heise News eine „DDoS-Attacke auf Hoster Strato“. Die fiel so heftig aus, dass Strato knapp eineinhalb Stunden brauchte, bis es die hartnäckigen DDoS-Attacken niedergekämpft hatte.

Tatsächlich gehören DDoS-Attacken mittlerweile zum täglichen Brot von Webhostern, auch weil Websitebesitzer und vor allem Onlinehändler immer wieder mit der Androhung von DDoS-Angriffen konfrontiert werden. Dahinter stehen in der Regel Schutzgelderpressungen nach dem Motto „Zahlst Du nicht, machen wir Deinen Shop platt!“.

Das Phänomen der Schutzgelderpressung via DDoS-Androhung ist weder neu noch steht zu hoffen, dass es bald wieder verschwindet. Denn das dahinter stehende „Geschäftsmodell“ ist einfach, profitabel und (noch) relativ risikoarm. Drei Gründe, warum diese Spielart der Onlinekriminalität bei Cyber-Ganoven beliebt ist – und Onlinehändler sich mit der Bedrohung auseinander setzen müssen. (Weiterlesen…)

 

DDoS als Erpressungshebel

Von: | 10. Dezember 2010 | IT-Sicherheit
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Anlässlich des „Cyber Wars“ zwischen Wikileaks-Anhängern und Paymentdiensten ist DDoS (Distributed Denial of Service) gestern durch die Nachrichtenwelt gelaufen. Dabei wurde – z.B. bei WDR2 – auch darauf hingewiesen, dass solche Angriffe eigentlich alltäglich geschehen, nämlich als Hebel mittels dessen Erpresser „Schutzgelder“ von Unternehmen verlangen.

Nur werde darüber meist nicht gesprochen. Heute geht ein Onlinehändler an die Öffentlichkeit, der auf diese Weise erpresst wurde/wird: (Weiterlesen…)