Aktuelle News

Ratgeber: Amazon-Traffic für den eigenen Shop: Die neuen Amazon Produktanzeigen

Von: | 21. Januar 2018 |
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Seit kurzem gibt es in Deutschland mit den Amazon Produktanzeigen eine potentiell mächtige Marketingmethode für Onlinehändler, um Amazon-Traffic in den eigenen Onlineshop zu lenken. Für Händler mit Einzelshops kann es wertvoll sein, gerade jetzt zum Start dieser neuen CPC-basierten Werbeform dabei zu sein. Allerdings können sich noch vorhandene Kinderkrankheiten und das Fehlen wichtiger Steuerungsfunktionen bei den Amazon-Produktanzeigen zu versteckten Kostentreibern auswirken.

Onlinehändler stehen ständig vor der Aufgabe, neue Besucher für ihren Shop zu gewinnen. Denn „von allein“ finden nur wenige Besucher den Weg in Einzelshops. Das ist der Hauptvorteil des Vertriebs über Marktplätze: Giganten wie Amazon oder ebay lenken dank Marketingmacht und Markenstärke einen Großteil des Shopping-Traffics auf sich. Nicht wenige Kaufwillige starten ihre Produktrecherche sogar direkt bei Amazon, statt Suchmaschinen wie Google zu nutzen. Solche Kunden lassen sich dann auch nicht über Google Adwords-Anzeigen erreichen.

Aber nicht jeder Händler möchte seine Produkte über Amazon verkaufen – und manche können oder dürfen es auch gar nicht. Diesen Händlern bietet Amazon mit den neuen Amazon Produktanzeigen jetzt die Möglichkeit, ihre Produkte genau wie Marketplace-Artikel listen zu lassen – inklusive einer Produktdetailseite. Möchte ein Kunde dann einen dieser Artikel kaufen, wird er von Amazon direkt zum Shop des Händlers geleitet.

Dieser Gratis-Ratgeber zeigt Onlinehändlern wo die Chancen – aber auch die Fallstricke – der neuen Werbeform liegen und gibt wertvolle Tipps, worauf sie achten müssen.

Sie können das Whitepaper hier herunterladen:

Download White-Paper „Amazon-Traffic für den eigenen Shop: Die neuen Amazon Produktanzeigen“ (4,1 MB)

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Amazon in der Glaskugel: 8 Vorhersagen für 2018

Von: | 3. Januar 2018 | Artikel & Interviews
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Egal was man auch von Amazon halten mag: Der größte Online-Marktplatz der Welt hat mit 2017 erneut ein Wahnsinnsjahr mit enorm hoher Innovations-Schlagzahl hinter sich gebracht. Einige Beispiele: In Deutschland ging Amazon Fresh endlich an den Start. Mit find. baut der Markplatz in Europa ein eigenes Mode-Label auf. Mit der Uber-ähnlichen Logistik-Lösung Amazon Flex wird nach neuen Zustellungswegen gesucht. Neuheiten wie die Öffnung des Spar-Abos für Händler oder „Amazon’s Choice“ hielten die Seller auf Trab. Und der Amazon Echo entwickelte sich dank massivem Marketing-Push zum neuen Killer-Produkt.

Man darf wohl mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass der Bezos-Konzern das Tempo 2018 sicher nicht drosseln wird. Aber auf welche Innovationen wird man sich einstellen müssen? Die Marktforscher von CPC Strategy haben über die Feiertage einen Blick in die Glaskugel gewagt.

Viele ihrer 20 Amazon-Trends für 2018 klingen recht plausibel – und dürften, wenn sich die Voraussagen bewahrheiten, auch auf deutsche Online-Händler spürbare Auswirkungen haben. Deshalb hier unsere Auswahl der relevantesten Amazon-Vorhersagen für 2018:

  1. Änderungen an den Produktbewertungen

Seit der großen Aufräumaktion vom Oktober 2016, als zehntausende incentivierte Produktbewertungen gelöscht wurden, hat sich an den Bewertungen bei Amazon nur unter dem Radar etwas getan. So werden für Produkte, die in einem Markt noch nicht genug Bewertungen haben, neuerdings auch Reviews von anderen Ländern-Dependancen angezeigt. Gut möglich, dass Amazon 2018 wieder an den Bewertungen schraubt, meinen die CPC-Analyst Pat Patriello und Jordan Gisch. Denkbar sei beispielsweise, dass nur noch geprüfte Reviews zugelassen werden oder nur Bewertungen angezeigt werden, die jünger als 12 Monate sind. Auch Video-Bewertungen sind durchaus denkbar – Fotos sind für Reviews ja schon länger zugelassen.

  1. Stationär ist „in“

Ende 2017 hat Amazon Deutschland-Chef bereits angekündigt, dass eine stationäre Präsenz von Amazon in Deutschland keine Frage des „Ob“, sondern nur des „Wann“ sei. In den USA wird der kassenlose Supermarkt Amazon Go in diesem Jahr sicher neben Seattle weitere Niederlassungen bekommen. Die Amazon Bookstores verbreiten sich sowieso immer weiter. Welches stationäre Konzept in Deutschland als erstes eingeführt wird, bleibt noch abzuwarten.

  1. Mehr Content-Möglichkeiten in der Produktbeschreibung

Amazon hat im letzten Jahr erweiterte Content-Templates für Markenhersteller eingeführt, um ihnen die Möglichkeit zu bieten, ihre Produkte auf dem funktionalen, aber nicht unbedingt schön anzuschauenden Marktplatz effektiver in Szene zu setzen. Auch Videos spielen jetzt eine größere Rolle in den Produktbeschreibungen. Beides dürfte 2018 weiter ausgebaut werden – und hoffentlich können dann auch Händler auf die neuen Möglichkeiten zugreifen. Was noch fehlt, ist die Umsetzung für die mobile Darstellung. Das dürfte für 2018 gesetzt sein. (Weiterlesen…)

 

Das war Amazon 2017

Von: | 29. Dezember 2017 | Bunte Kiste
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Das passierte bei Amazon im bald vergangenen Jahr 2017, aus Sicht von Amazon (Die folgende Grafik wurde von Amazon zur Verfügung gestellt).

amazon-2017

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Wie Händler vom Amazons Spar-Abo-Programm profitieren

Von: | 7. Dezember 2017 | Kundenbindung
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Weitgehend unter dem Radar hat Amazon sein Spar-Abo-Programm für Händler geöffnet. Ich habe davon während meiner Seattle-Reise erfahren und bei Amazon nachgefragt, was es damit auch sich hat. Fazit: eine attraktive Chance für mehr Kundenbindung auf einem, für Händler, eigentlich eher Kundenbindungs-freien Marktplatz.

amazon-spar-abo

Seit mehreren Jahren können Amazon-Kunden Verbrauchsgüter wie Windeln, Kosmetika oder Nahrungsergänzungsmittel oder Tierfutter „abonnieren“ – sie erhalten dann in regelmäßigen Abständen neue Packungen mit dem gewünschten Produkt, ohne eine neue Bestellung auslösen zu müssen. Im Gegenzug für diese feine Kundenbindung wird die Treue mit vergünstigten Konditionen belohnt – bis zu 15 Prozent auf den Originalpreis können Kunden mit den Abos sparen.

Bisher war der Zugang zu dem Programm Herstellern vorbehalten. Aber seit Mai 2017 können auch Händler ihre Verbrauchsgüter im Abonnement anbieten. Das sind die Voraussetzungen für Marketplace-Händler: „Um sich für das Amazon Spar-Abo Programm zu qualifizieren, müssen Händler mindestens drei Monate „Versand durch Amazon“ nutzen und eine Händler-Bewertung von 4,7 Sternen oder höher haben“, so eine Amazon-Sprecherin auf unsere Nachfrage. Wer dabei ist, kann entweder bereits als Abo-Produkt gelistete Artikel anbieten oder auch eigene Abos erstellen.

Bei den Bedingungen gibt es keinerlei Gestaltungsspielraum: Kunden, die 1 bis 4 Abo-Lieferungen im Monat erhalten, bekommen 5 Prozent Rabatt, Kunden, fünf oder mehr Produkte abonniert haben, bekommen 15 Prozent Rabatt. Eine Ausnahme stellen Windeln dar, auf die bekommen Prime-Kunden einen pauschalen Rabatt von 20 Prozent. Abonnement-Gebühren und Versandkosten dürfen nicht erhoben werden. (Weiterlesen…)

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Achtung, Old News: Jede fünfte Bewertung auf Amazon ist gefälscht? Nicht mehr.

Von: | 11. September 2017 | Marketing
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Auf t3n kocht gerade ein altes Thema wieder hoch, das immer wieder gern die Händler-Gemüter erregt: gefakte Bewertungen auf Amazon. Jochen G. Fuchs berichtet über eine Auswertung des Dienstleisters ReviewMeta, der rund sieben Millionen Bewertungen auf verschiedenen Amazon-Länderseiten anhand von 15 Kriterien auf ihre Glaubwürdigkeit hin untersucht hat. Ergebnis: Jede fünfte Bewertung ist entweder eine Gefälligkeitsbewertung, gekauft oder gefälscht.

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Diese Überschrift bietet natürlich genug Aufreger-Potenzial, um eine rege Diskussion auszulösen – siehe auch das Kommentarfeld unter dem t3n-Artikel. In der Hitze der Debatte kann leicht vergessen werden, dass hier eigentlich ein altbekanntes Thema neu aufgelegt wird: ReviewMeta hat seine Auswertung nämlich bereits im Juni 2016 (!) zum ersten Mal veröffentlicht.

Der damaligen Auswertung zufolge schnitten Produkte in incentivierten Reviews – also solchen Produktbewertungen, für die ein Kunde ein Produkt kostenlos zur Ansicht zur Verfügung gestellt bekommen hatte – um durchschnittlich 0,38 Sterne besser ab als in regulären Bewertungen. Dieser scheinbar kleine Unterschied wirke sich bereits deutlich auf das Ranking aus, warnte ReviewMeta damals.

Nun ist seit Juni 2016 in Sachen Bewertungs-Fakes auf Amazon eine Menge passiert. Der Online-Marktplatz hat das Problem erkannt und ging Ende letzten Jahres rigoros dagegen vor. Zunächst wurden incentivierte Produktbewertungen, bei denen Kunden ein vergünstigtes oder kostenloses Testprodukt im Gegenzug für ihre Bewertungen bekamen, im Rahmen einer neuen Richtlinie komplett verboten.

Zum Jahreswechsel zog Amazon dann die Konsequenz aus den neuen Regeln und löschte über Nacht zehntausende von Produktbewertungen, die den neuen Standards nicht mehr entsprachen. Manche Händler berichteten vom Verlust eines Drittels ihrer gesamten Bewertungen und massiven Einbrüchen beim Ranking.

Dass sich das harsche – und in Händlerkreisen viel beweinte – Vorgehen von Amazon gelohnt hat, zeigt ein Vergleich mit den Daten von ReviewMeta von vor einem Jahr. So nannte der Dienstleister in seiner Auswertung das Produkt „Rxvoit Noise Isolating Earbuds“ als Beispiel für einen besonders dreisten Einsatz von gefälschten Bewertungen. (Weiterlesen…)

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Amazon schafft ab 01.09. die Mindestgebühren ab

Von: | 10. August 2017 | Marktplatzreport
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Einer der, von Händlern, meist ignorierteste Kostentreiber bei Amazon wird endlich aufgehoben. Die bisherige Mindestverkaufsgebühr, für bei Amazon verkaufte Artikel, von 0,50 Euro, führt derzeit manchmal zu skurrilen Kosten. So konnten die Amazongebühren durchaus auch mal 50% und mehr vom Verkaufspreis betragen. In der Spitze hatten wir einen Fall von 250% Amazongebühren!

Bild: RaStudio @ Bigstockphoto

Bild: RaStudio @ Bigstockphoto

Einfaches Beispiel: Bei einem Produkt für 1 Euro Verkaufspreis, wären es also 50% Amazon Verkaufsgebühr. Da hilft es auch nichts, wenn der Kunden 100 Stück von diesem Artikel auf einmal kauft. Der Warenkorb beträgt dann zwar 100 Euro, die Amazon-Gebühren aber auch gleich mal 50 Euro. Also nach wie vor 50%, anstatt 15%  wie man annehmen möchte. Würde der Kunde  1.000 Stück kaufen, würde Amazon demnach 500 Euro Verkaufsprovision kassieren, bei einem Gesamtwert (Verkaufspreis) von lediglich 1.000 Euro.

Umgehen liesse sich dies, indem der Händler dieses Produkt einfach nur in höheren Versandeinheiten verkaufen würden. Also statt 1 Stück á 1,00 Euro, einfach 5 Stück á 5,00 Euro. Dann würde die gewohnte Kalkulation VK abzgl. 15% Amazon-Gebühr wieder aufgehen. Soweit, so einfach.

Geht aber nicht, da Amazon strikt nach EAN-Code listet. Und jeder EAN-Code ist mit einer – vom Hersteller vorgegebenen – Versandeinheit (VE) verknüpft. Es hilft also nichts, wenn der Händler sein Produkt mit VE = 5 bei Amazon hochlädt. Sofern ein anderer Händler dieses Produkt bereits einzeln (was grundsätzlich richtig ist, wenn der EAN-Code vom Hersteller für 1 Stück vergeben wurde) verkauft, wird das Produkt auch einzeln bei Amazon angeboten. (Weiterlesen…)

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Experten-Webinar: Lohnt sich Amazon für mich und meine Produkte überhaupt?

Von: | 13. Juli 2017 | Businessplanung
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Amazon geht stramm auf die 50 Prozent Marktanteil am deutschen E-Commerce-Umsatz zu. Dies bedeutet, dass wohl schon bald jeder zweite Online-Euro über Amazons Ladentisch rollt. Dies bedeutet aber auch, das Amazons Marketplace-Händler etwa ein Viertel des Umsatzes im Onlinehandel erzielen werden.

Da Händler dies nicht ignorieren können, müssen sie sich mit den Möglichkeiten und Chancen des Amazon Marktplatzes zwingend auseinandersetzen.

Doch eines ist klar: Am Ende des Tages, muss es sich auch lohnen! Mangels nachhaltiger Analyse ist dies bei vielen Händlern oder Produkten jedoch nicht der Fall.

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Unser Webinar wird Handlungsempfehlungen aufzeigen, wie Online-Händler genau ermitteln, für welche ihrer Artikel sich Amazon Marketplace überhaupt lohnt. Dabei werden Kostentreiber genauso ermittelt, wie wichtige Produkte mit Potential.

Der beliebteste Teil jedes Webinars ist der Q&A-Teil. Deswegen halten wir in unseren Webinaren den Informationsteil möglichst kurz und räumen der anschließenden Fragerunde genügend Raum ein. Nutzen Sie Ihre Chance – Fragen Sie unsere Experten alles!

Direkt zur Anmeldung

In diesem Webinar erklären wir:

(Dauer ca. 30 Minuten inkl. Fragerunde)

(Weiterlesen…)

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ECC-Studie: Jeder zehnte Amazon-Käufer shoppt ausschließlich bei Amazon

Von: | 26. Juni 2017 | Studien & Märkte
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Wenn Sie lesen möchten, wie groß genau das Damoklesschwert mit Namen Amazon ist, das über der deutschen Handelslandschaft hängt, dann sei Ihnen die aktuelle Studie „Cross-Channel – Quo Vadis?“ des ECC Köln empfohlen. Die Forscher haben im März 1.500 Konsumenten darüber befragt, wie sie sich zu einem bevorstehenden Online-Kauf informieren und wo sie den Kauf abschließen.

Die „Amazonisierung des Handels“ beginnt, wie die Studie zeigt, schon beim Grundstock für die Kaufentscheidung: Knapp 58 Prozent der befragten Konsumenten nutzen Amazon vor dem Kauf als Entscheidungshilfe und Produktsuchmaschine. Der Trend dürfte sich in den kommenden Jahren noch verstärken: Fast zwei Drittel der befragten Smart Consumer, also jenen meist jüngeren Konsumenten, für die das Smartphone die zentrale Rolle im Alltag spielt, haben sich vor dem Onlinekauf bei Amazon informiert. 83 Prozent davon interessieren sich in dieser Informationsphase für die Preise, die der E-Commerce-Gigant zu bieten hat, zwei Drittel lesen die Amazon-Kundenbewertungen zum gesuchten Produkt. Für ein Drittel der Konsumenten sind die Informationen aus den Amazon-Bewertungen sogar kaufentscheidend.

„Vor allem die Orientierungsfunktion bei Preisen und Marken hat vielfältige Konsequenzen für Händler und Hersteller. Onlinepreise, die weit über den Amazon-Preisen liegen, sind schlichtweg im Netz nicht konkurrenzfähig. Das Markenthema ist vor allem für Hersteller wichtig, die sicherstellen wollen, bei den Kunden präsent zu sein“, erklärt Dr. Eva Stüber, Leiterin Research & Consulting am IFH Köln. Dem ist nicht zu widersprechen. (Weiterlesen…)

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38,5% des E-Commerce-Umsatzes liefen 2016 über Amazons Tisch

Von: | 28. Februar 2017 | Studien & Märkte
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Kürzlich veröffentlichte Amazon seine Geschäftszahlen für 2016. Neben den Jahresumsätzen von 12,78 Mrd. Euro liegen erstmals Zahlen für einzelne Sparten vor, die sehr gute Rückschlüsse auf das Handelsgeschäft ermöglichen.

Seitdem Amazon Anfang Februar seinen Geschäftsbericht für 2016 veröffentlichte, laufen die Rechenschieber wieder heiß: Wie viel Umsatz machte Amazon vergangenes Jahr in Deutschland?

Die letzten Jahre arteten die Zahlenspiele ja immer mehr aus. Dass Amazon den deutschen Online-Handel beherrscht, scheint bei einigen klare Sache zu sein. Mancherorts wird von mind. 50%, teilweise gar schon von einem 75%-igen Anteil fabuliert. Mit Verlaub: Das ist bestenfalls Kokolores.

Was wir wissen

Leider gibt der Geschäftsbericht immer noch keine Zahlen auf das Handelsgeschäft in Deutschland her. Aber immerhin wissen wir nun etwas mehr, kombiniert mit anderen bekannten Daten und Aussagen, gibt es ein sehr gutes Bild:

 

17,186 Mrd. € Amazon GMV

So weit, so einfach. Gemeinsam mit Mark Steier von wortfilter.de, haben wir uns nun durch die Zahlen geackert. Zur Ermittlung von Amazons GMV (Außenumsatz) in Deutschland, mussten wir mit zwei Unbekannten arbeiten:

Für die Berechnung von Amazons GMV in Deutschland gehen wir dennoch davon aus, dass sich der Umsatz proportional zum weltweiten Umsatz verhält und zugleich Marketplace-Händler 50% des Umsatzes erzielen. Dies ist nicht ganz richtig, die Unschärfe ist u. E. aber vernachlässigbar bzw. zumindest realistischer, als alle anderen Berechnungen, die in der Blogosphäre derzeit kursieren. Das ergibt folgendes Bild:

Dann erzielten die Marketplace-Händler in Deutschland ebenfalls 8,593 Mrd. € Umsatz, was sich auf insgesamt 17,186 Mrd. € aufsummiert.

Ich hatte die letzten Jahre ja bereits Hochrechnungen zu Amazons Umsatz angestellt. Damals lagen mir dafür noch keine aufgefächerten Zahlen vor. Interessant ist nun, dass eine Fortschreibung der „alten“ Zahlen, mit völlig anderer Herangehensweise, auf beinahe denselben Wert käme.

Seinerzeit kam ich für 2014 auf einen GMV von 11,95 Mrd. €. Wenn ich nun die Wachstumszahlen aus dem Chart etwas weiter unten nehme, käme ich bei dieser Berechnungsmethode auf

2014    11,95 Mrd. €

2015    13,87 Mrd. € (+16,1%)

2016    16,37 Mrd. € (+18,0%).

Bei zwei völlig unterschiedlichen Berechnungsmethoden liegen wir bei den Ergebnissen also nicht einmal 5% auseinander.

Amazons Anteil am gesamten E-Commerce Umsatz

Vergangene Woche veröffentlichte der bevh seine Zahlen für 2016 und kommt bei seinen, mittels Befragung von 40.000 Personen ermittelten, Zahlen auf einen E-Commerce-Umsatz für 2016 von 44,68 Mrd. € netto.

Kurzer Hinweis: Der bevh selbst weist grundsätzlich nur Brutto-Umsätze aus. Dieser Wert lag für 2016 bei 52,74 Mrd. € (+12,5%). Zieht man davon 18% USt. (nicht alle Artikel werden mit 19% besteuert) ab, kommt man eben auf die 44,86 Mrd. € Nettoumsatz. Auch hier ist noch kurz zu erwähnen, dass die bevh-Umsätze natürlich nicht zwingend der letzten Wahrheit entsprechen müssen.

Auf Basis der bevh-Zahlen ergibt sich nun, dass Amazon mit seinem eigenen Handelsgeschäft 19,25% des gesamten E-Commerce-Umsatzes erzielt und weitere 19,25% die Marketplace-Händler beitragen.

 

e-commerce-markt-amazon-2014-2016

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Kampf um die Produktsuche: Wie sich Google Shopping gegen Amazon positioniert

Von: | 20. Februar 2017 | Vertrieb
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Google hat 2016 nicht nur ausführlich an seiner Adwords-Strategie geschraubt. Auch bei Google Shopping gab es viele Änderungen, die die Suchmaschine für Händler um einiges attraktiver machen – und sie im Kampf gegen Amazon stärker machen sollen.

Der Deutschen liebsten Produktsuchmachine heißt schon seit einer ganzen Weile nicht mehr Google, sondern Amazon. Schon 2015 startete ein Drittel der deutschen Internetnutzer ihre Produktsuche direkt bei Amazon – nur knapp halb so viele gaben ihre Suchanfrage im Suchfeld von Google ein. In den USA gehört die Krone der Produktsuche schon länger Amazon. Aktuellen Studien zufolge sind es dort bereits mehr als 50 Prozent.

Doch wenn man sich die zahlreichen Änderungen, die Google an seinen Adwords, dem Format der organischen Suchergebnisse und vor allem an Google Shopping im letzten Jahr vorgenommen hat, genauer ansieht, wird klar: Die weltgrößte Suchmaschine ist nicht bereit, den Kampf um die lukrative Produktsuche einfach so verloren zu geben.

Google Shopping ist seit letztes Jahr in den SERPs deutlich präsenter.

Google Shopping ist seit letztes Jahr in den SERPs deutlich präsenter.

„Der Kampf zwischen Google und Amazon verläuft zwischen mehreren Fronten“, meint auch Alexander Dieser, Head of SEA bei der SEA-Agentur netzeffekt.

Searchmetrics via Nutzeffekt

Searchmetrics via Nutzeffekt

„Einerseits kämpfen die beiden Giganten um die Einbindung möglichst vieler Händler. Hier ist Amazon zwar mit seinem Marketplace-Programm deutlich im Vorteil. Aber Google hat 2016 angefangen, direkte Schnittstellen für den Produktexport ins Google Merchantcenter für die großen Shopsysteme anzubieten. Google will den Händler die Nutzung von Google Shopping also so leicht wie möglich machen.

Der zweite Kampf verläuft um die Nutzung durch die Endkunden. Auch hier ist Amazon bisher im Vorteil: Selbst wenn über Google gesucht wird, zieht beispielsweise eine Textanzeige von Amazon den Traffic sofort auf Amazon.de ab, wo die Kunden dann ihre Recherche fortsetzen. Nicht umsonst ist Amazon einer der größten Adwords-Kunden in Deutschland.“

Dem versucht Google eine deutliche Aufwertung seines Produktvergleichs Google Shopping entgegenzusetzen. So werden seit 2016 Google Shopping-Anzeigen in den Suchergebnissen deutlich häufiger angezeigt; auch zu generischen Suchanfragen, die nicht direkt auf ein Einkaufsbedürfnis schließen lassen, werden jetzt Google Shopping-Anzeigen eingeblendet. (Weiterlesen…)

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