Das Spannendste aus Facebook (KW 40): OS-Link und die eBay-App, Amazon ‚Suggest‘ als Umsatzkiller, USA via FBA, Onlinehandel als Kleinunternehmer, viele Sprachen und zwei Monitore. Mindestens!

Von: | 11. Oktober 2017
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Facebook-Daumen

Willkommen zum Facebook-Digest der KW 40: Aktuell dürfte man gar nicht auf eBay verkaufen – und Schuld ist ein Link, der partout nicht zum Link zu bekommen ist. Auf der anderen Plattform dominierten Oktoberfestbegriffe die ‚Suggests‘ – aber erklärt das Umsatzeinbußen von Marketplace-Händlern? Außerdem erfuhren wir diese Woche sehr anschaulich, warum Kleinunternehmertum bei Marktplatzvertrieb keine gute Idee ist und wie Zoll und Steuern bei FBA nach USA aussehen. Als Praxistipp gibt es eine Quelle für multilinguale Erstickungsgefahr-Warnungen. Außerdem lernen wir, warum Onlinehändler mehrere Monitore benötigen und staunen über eine neue Wortmarke für den Bereich Kleidung.

Ein Königreich für einen Link

Auch in dieser Woche füllen die eBay-Optimierungen diese Kolumne, diesmal geht es darum, wie man einen Link zu einem anklickbaren Link macht. Theoretisch kein Hexenwerk – und mittlerweile geht der notwendige OS-Link auch in der mobilen Ansicht von eBay. Wo es immer noch nicht geht, ist in der App. Wobei es vereinzelt sogar dann sogar schon gegangen sein soll. Aber nicht reproduzierbar leider, auch nicht von der eBay-Mitarbeiterin, die in der Wortfilter-Gruppe mitdiskutiert. Was hilft? Vermutlich nur aussitzen abwarten. Das ist bitter, besonders bitter aber ist es für Händler, die bereits irgendwann einmal eine Unterlassungserklärung abgegeben haben bezüglich des OS-Links. Um keine Vertragsstrafe zu kassieren, können die nämlich so lange gar nicht auf eBay handeln.

Umsatzeinbruch durch Amazon ‚Suggest‘?

Wer bei Amazon in die Suche ein ‚D‘ eingab, bekam in letzter Zeit als ersten Vorschlag ‚Dirndl‘ angezeigt. Amazons ‚Suggest‘-Funktion spiegelt das aktuelle Suchverhalten wider und da dominierten zu Oktoberfestzeiten offenbar Oktoberfest-Begriffe, wie in der Multichannel Rockstars-Gruppe berichtet wurde. Wer diesbezüglich sinnvolle Produkte anbietet, könnte pfiffigerweise seine Keywords darauf abstimmen. Dass die Saisonalität von ‚Suggest‘ aber für Umsatzeinbußen verantwortlich sein sollen, über die offenbar derzeit auch manche Amazon-Händler klagen, ist wohl doch fraglich – wer kauft denn dank ‚Suggest‘ eine Lederhose, weil diese Suche vorgeschlagen wird, als er eigentlich nach einem Laptop suchen wollte; oder ein Trachtenhemd, wenn man nach Traktoren suchte? Wobei das vielleicht schon…

Zoll und Steuern und FBA und USA

Die USA sind groß und wer geeignete Produkte hat, könnte dort einen tollen Markt finden. Aber wie geht das dann konkret mit Zoll und Steuern, insbesondere wenn man die Lieferung Amazon überlassen möchte? Eine komplexe Materie, in die dieser Thread bei den Multichannel Rockstars ein wenig Licht bringt – Prädikat: Spannend!

Kleinunternehmer und Onlinehandel: Das kann (fast) nicht gutgehen

Es gibt ja Leute, die nutzen die Kleinunternehmer-Regelung. Und das ist oft auch gar nicht so schlecht. Wirklich eine schlechte Idee ist das allerdings, wenn man Onlinehandel betreiben möchte. Und ganz, ganz schlecht, wenn man über Marktplätze verkaufen möchte. Warum das so ist, zeigt die Diskussion in der Wortfilter-Gruppe, bei der es zunächst einmal ’nur‘ um die von Amazon automatisch angezeigte Preisangabe „inkl. USt.“ geht. Zunächst geht es nach dem Motto „drei Experten, fünf Meinungen“ los, aber später kommen noch weitere wichtige Begründungen hinzu, warum sich Kleinunternehmer-Regelung und Marktplatzverkauf absolut beißen.

Внимание! Эта сумка не игрушка!

Bahnhof? Nein, das ist ein Warnhinweis für Plastiktüten auf Russisch. Wo wir ja gerade schon bei der Internationalisierung waren, hier der Praxistipp der Woche: Ein Händler suchte verschiedene Übersetzungen des Erstickungsgefahr-Warnhinweises für den Aufdruck auf seine Tüten. Und bekam in der Amazon-SEO-Gruppe den Tipp, bei der Konkurrenz zu spinxen: Die haben jede Menge Sprachvarianten!

Unbekannt

In die Kategorie ‚verrückt‘ fällt (hoffentlich!) der Versuch, die Wortmarke „Unbekannt“ für Kleidung eintragen zu lassen. Das kann doch nur ein Witz sein? Nein, das wird derzeit offenbar tatsächlich beantragt, glaubt man dieser Meldung bei den Rockstars. Der Antrag wird doch wohl abgeschmettert werden?! Bei Amazon werden gerade 186 Ergebnisse auf die Suche nach „Hose“ in der Bekleidungskategorie als Marke „unbekannt“ gelistet. Für dies wäre ein solcher Markeneintrag schlecht – obwohl, sie können dann ja auf „Unbkenannt“ ausweichen – die Markennennung gibt es bereits, ist aber mit nur einem Produkt noch sehr unterrepräsentiert…

Wieviele Bildschirme benötigt ein Onlinehändler?

Natürlich zwei. Mindestens!

Herzlich aus Hürth
Nicola Straub

Bild: Mizter x94 via Pixabay

 

Autorenfoto widmet sich 1998 beruflich dem E-Commerce. Seit 2004 arbeitet sie freiberuflich als Beraterin für Webkonzepte und Onlinemarketing sowie Autorin für Artikel und Ratgeber (auch Ghostwriting) und Pressetexte. Besonders gern betreut sie Websites ganzheitlich von der Planung über die Realisierung bis zur fortlaufenden Content-Pflege und gibt Ihre Erfahrung in regelmäßigen Workshops zu Marketingthemen weiter.
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