Presseschau KW 39: Google koppelt Google Shopping ab, Amazon will Kochboxen machen, ebay wickelt Retouren selbst ab

Von: | 2. Oktober 2017
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Newspaper Press Run EndWillkommen zum Wochenrückblick von shopanbieter.de! In der KW39 ging Google einen Schritt auf die EU-Kommission zu und spaltete seine eigene Produktsuchmaschine ab, um im Produkt-Anzeigenfeld für mehr Wettbewerb zu sorgen. Außerdem überraschte die Europäische Bankenaufsichtsbehörde mit dem Vorstoß, dass Online-Transaktionen über 30 Euro per Passwort geschützt werden sollten. Ebay treibt die Themen interne Retourenabwicklung und Fulfillment weiter voran. Und Amazon will als nächstes Hello Fresh und Co. ans Leder.

 

Die Themen der Woche

Google hat auf die Rekordstrafe der EU wegen Wettbewerbsverzerrung durch angebliche Bevorzugung seiner eigenen Produktsuchmaschine reagiert. Google Shopping wird künftig vom Hauptkonzern abgespalten und bietet selbst um die zehn Anzeigenplätze im Produktwerbefeld der Haupt-Suchmaschine mit – in gleichberechtigter Konkurrenz mit anderen PSM wie Idealo oder billiger.de. >>>t3n

 

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) hat eine „tolle“ neue Idee, um den Online-Handel für Kunden sicherer zu machen, berichtet heise. Demnach sollen Online-Käufer sich bei Transaktionen von über 30 Euro demnächst mit einem Passwort, einer Zahlungskarte oder per Fingerabdruck ausweisen müssen. Verbände und Online-Händler laufen verständlicherweise Sturm gegen den Vorstoß.

 

Amazon will in Deutschland offenbar als nächstes Kochboxen-Herstellern wie Hello Fresh an den Kragen: Das Unternehmen hat die Marke „Dinner for 2 in about 30 Minutes“ samt Logo beim Deutschen Markenamt registrieren lassen. Vor wenigen Monaten hatte Amazon auch in den USA eine ähnliche Marke schützen lassen – die Aktie des Hello Fresh-Vorbilds Blue Apron ging daraufhin auf Talfahrt. >>>NGIN Food

 

Ebay setzt die angekündigten Herbst-News Schritt für Schritt um. Als nächstes wird das Retourensystem überarbeitet. Dann wickelt der Marktplatz Retouren automatisch innerhalb von drei Tagen über das interne Retourensystem ab. Gut für Kunde und Händler, findet Jochen Fuchs von t3.

 

Ebay treibt das Thema Fulfillment weiter voran. In den USA werden aktuell Ebay-Händlern befragt, welche Voraussetzungen ein Fulfillment-by-Ebay-Angebot erfüllen müsste, um für Händler attraktiv zu sein. In Deutschland läuft ein entsprechendes Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit Plentymarkets und DHL bereits seit über einem Jahr. Die Anzeichen für einen offiziellen Fulfillment-Service von Ebay verdichten sich also – und dafür ist es auch höchste Zeit, meint Mark Steier auf Wortfilter.

Die Schweiz ist für deutsche Online-Händler mittlerweile ein recht attraktiver Markt geworden. Im vergangenen Jahr legten die Online-Auslandseinkäufe der Schweizer um 18 Prozent zu. Da die Schweiz aber kein EU-Land ist, sind die Zoll- und Steuervorschriften durchaus komplex. Der Dienstleister Asendia, ein Joint-Venture von La Poste und Swiss Post, hat deshalb einen kostenlosen Leitfaden für „E-Commerce in der Schweiz“ entwickelt.

 

Die Diskussion der Woche

Die Debatte um die Ebay-Petition gegen das geplante neue EU-Mehrwertsteuer-Gesetz schlägt weiter Wellen. Mittlerweile hat auch Mark Steier seine Meinung dazu auf Wortfilter abgegeben. Und die lautet: Bloß nicht unterschreiben! „Wer sich für eine Unterstützung dieser Petition entscheidet, fördert den unfairen Drittlandhandel in die EU“, so Marks Position.

 

Die Zahl der Woche…

… ist dieses Mal für die Händler gerichtet, die meinen, dass sie keinen mobilen Auftritt brauchen. Laut Salesforce werden 60 Prozent des Traffics in Online-Shops am diesjährigen Black Friday in den USA von mobilen Endgeräten kommen, 40 Prozent der Bestellungen werden mobil ausgelöst werden. ->CSA

 

Die Zukunft der Woche

Die Plattform-Ökonomie treibt die spannendsten Blüten: Jetzt will Ikea das Start-up TaskRabbit unternehmen, das kleinere Aufgaben und Projekte an freiberuflich tätige oder private Arbeitskräfte vermittelt. Das Start-up passt tatsächlich zu Ikea wie der Topf auf den Deckel – schließlich gehört die Montage von Ikea-Möbeln schon jetzt zu den am häufigsten nachgefragten Aufgaben, die TaskRabbit aktuell vermittelt. ->Spiegel Online

 

Amazon scheint seinen Vermittlungsservice für private Paketfahrer Amazon Flex nach Deutschland bringen zu wollen. Zumindest fanden sich auf dem HR-Portal des Marktplatzes kurzzeitig Stellenbeschreibungen für einen „Head of Communications“ und „Head of Operations“ für „Amazon Flex Germany“. Mit Amazon Flex vermittelt Amazon in den USA Zustell-Aufträge an private Paketfahrer. ->Finanzen.net

Autorenfoto bewegt sich seit 1997 beruflich im Internethandel, gilt als E-Commerce Experte und verfügt über große gelebte Praxiserfahrung. Er ist Autor mehrerer Fachbücher und einer Vielzahl von Fachartikeln zu allen Aspekten des Onlinegeschäfts. Heute berät und begleitet er vor allem mittelständische Unternehmen im E-Commerce.
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