Schon gestartet? Das Weihnachtsgeschäft ruft (und Black Friday & Cyber Monday…)

Von: | 14. September 2017
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WeihnachtsmannHartnäckig hält sich das Gerücht, dass Supermärkte jedes Jahr früher die Printen & Co. in die Regale räumen, auch wenn die Märkte betonen, dies sei nicht der Fall. Aber tatsächlich jedes Jahr früher beginnen die Vorbereitungen für das Weihnachtsgeschäft im Onlinehandel – nicht zuletzt dank Black Friday und Cyber Monday, die mittlerweile bei vielen Onlinekunden als wichtiger Schnäppchen- und Einkauftermin bekannt sind.

Hinzu kommt, dass im Weihnachtsgeschäft oft noch mehr Kanäle bespielt werden, als sonst, was den Aufwand bei den Vorbereitungen multipliziert und schließlich müssen die verschiedenen Marktplätze ja auch besser abgestimmt werden.

Und wird dann auch noch über FBA versendet, gibt es noch den zusätzlichen Zeitdruck, dass die Amazon-Lager frühzeitig genug bestückt werden müssen. Nicht nur, dass der Einlager-Vorgang manchmal ganz schön dauern kann mittlerweile. Vor Weihnachten macht Amazon dann auch schon mal „komplett dicht“ und nimmt keine Ware mehr an, für betroffen Händler ein Super-GAU. Von daher heißt es für FBA, die Lager noch frühzeitiger und so pickepacke voll wie möglich aufzufüllen, um auf Nummer sicher zu gehen.

Kurzum: Vor dem Verkaufs-Trubel steht der Organisations-Trubel. Und damit dabei nichts untergeht, gibt es auch in diesem Jahr unsere beliebte Weihnachtsgeschäft-Checkliste. Heute geht es los mit den Arbeiten für den September. Oder Sie laden sich gleich die gesamte Liste (September bis einschließlich Januar) hier als PDF herunter – wie immer natürlich gratis!

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September

  • Artikelstrategie: Jetzt die Geschenk- und Trendartikel identifizieren: Texte (und Bilder) aller potentiellen Weihnachts­artikel überprüfen: Sind die Texte individuell und an­sprechend? Sind sie voll­ständig, enthalten sie z.B. auch Altersempfeh­lun­gen, Typ-Empfehlungen etc.? Sind alle wichtigen Key­words enthalten? Das SEO für diese Seiten laufend weiter optimieren!
  • Dabei auf Kunden­seg­mentierung achten: Was wünschen sich Trendsetter zu Weih­nachten? Gibt es auch besondere Produkte für Senioren etc.? Zur Recherche kön­nen sehr gut die Social Networks genutzt werden, vor allem Facebook und Pinterest.
  • Zudem jetzt zuordnen, welche Produkte über welche anderen Vertriebskanäle angeboten werden sollen. Dabei je nach Produktgruppe auch über Amazon und eBay hinaus denken: Wäre beispielsweise auch real.de als Kanal vielversprechend? Oder weitere (Nischen-)Plattformen? Wenn ja, muss jetzt die Listung vorgenommen werden, um noch Zeit für das Testing der Anbindungen & Prozesse zu haben und die Listungen bis zur heißen Verkaufsphase noch optimieren zu können.
  • Ganz wichtig: Die Artikel solide durchkalkulieren — insbesondere beim Vertrieb über Marktplätze. Gerade hier kommt es immer wieder vor, dass Umsatzbringer unter dem Strich Verluste einfahren. Darum für jedes Portal einzeln sauber durchkalkulieren und Preisgrenzen definieren. In der heißen Phase ist später die Zeit nicht mehr dafür und dann enstehen im Preiskampf leicht Fehler.
  • Kundenbewertungen sind eine wichtige Orien­tie­rungs­hilfe für Käufer. Fehlen bei wichtigen Arti­keln noch ausreichende Bewertungen? Dann jetzt eine Aktion (Mailing und On-Site) fahren, um Bewertungen einzuwerben – ggf. mit Gewinnspiel o.ä. Ver­stärkern. Hierzu kann insbesondere auch Facebook genutzt werden. Das Ziel ist, für das Weihnachtsgeschäft möglichst flächendeckend Bewertungen im Shop zu haben. Screenshot
  • Wer bei Amazon verkauft, kann sich mit individuellen Pro­dukten bzw. Eigenmarken dem gerade zu Weihnachten besonders harten Kampf um die Amazon-Buybox ent­ziehen. Dann allerdings gilt es, frühzeitig mit dem Amazon-SEO für die Eigenprodukte zu beginnen. Da hierbei u.a. die Verkaufszahlen wichtig sind, frühzeitig genug eine Verkaufsaktion planen — ggf. auch über externe Werbung/ Social Media Marketing mit Links auf das eigene Amazon-Produkt.
    Gleichzeitig gilt es, auch bei Amazon rechtzeitig Maßnahmen zur Sichtbarkeits­erhöhung der wichtigsten Produkte zu ergreifen und beispielsweise auch hier verstärkt versuchen, Produktbewertungen einzuwerben, Verkäufe zu generieren und die eigene Performance zu optimieren. Letzteres ist sowieso nötig als Vorbe­reitung auf den Jahresend-Ansturm.
    Tipps zum SEO auf Amazon gibt es im kosten­losen Whitepaper „So tickt Amazons Suchalgorithmus“.
  • Dasselbe gilt für den Verkauf über eBay: Auch hier gibt es mittlerweile Produkt­rezensionen (siehe Bild) und insbeson­ders bei indivi­du­ellen Produkten müssen Aktionen zum Einwer­ben von Produkt­bewertungen jetzt starten, um noch greifen zu können. Zudem gibt es auch bei eBay diverse Maßnahmen, die die Sichtbarkeit unterstützen. Und wer am eBay Plus Programm teilnehmen möchte, braucht ebenfalls optimierte Prozesse, die Lieferzeit- und Service-Vorgaben von eBay sind noch strenger als die von Amazon!
  • Entscheidender Punkt bei der Produktstrategie: Die Lieferanten müssen mitspielen: Klären Sie, ob die gewünschten Produkte auch wirklich ausreichend (Mengen, Zeitschiene) und rechtzeitig lieferbar sind.
  • Wer per FBA versendet steht jetzt bereits unter Druck, Amazon die Produkte zu schicken: Weil viele Händler ihre FBA-Lager bis zum Anschlag auffüllen, kommt es bei Amazon kurz vor Weihnachten öfter mal zum Lieferstop und neue Ware wird dann erst wieder nach Weihnachten angenommen. Für neue Produkte kann es sogar mehrere Wochen vor Weihnachten schon schwierig werden! Zudem dauert die Bearbeitung des Wareneinganges bei Amazon je nach Lager manchmal ganz schön lange.
    Es heißt also, die FBA-Lager frühzeitig zu füllen!
  • Die Weihnachts-SEM-Kampagnen (Keywords, Anzeigen, Landeseiten) konzipieren. SEM-Experte Markus Hövener von Bloofusion rät: „Wichtige Keywords für Weih­nach­ten sind Kombi­nationen rund um „gutschein(e)“, „geschenk(e)“, „geschenkidee(n)“. Dabei sollten die Besucher auf entsprechend optimierte (Lande-) Seiten geleitet werden!“ Zusatztipp von shopanbieter.de: Es lohnt, auch noch etwas weiter um die klassischen Worte herum­zudenken: Seit vielen Jahren gewinnt shopanbieter.de beispielsweise enormen Traffic mit dem Begriff „Weihnachtswünsche“.
    Und vor Weihnachten kommen auch noch „Black Friday“ und „Cyber Monday“: Auch hierfür jetzt schon optimierte Kampagnen erstellen!
  • Planen und Vorbereiten der besondere Darstellung für die geplanten Trendartikel (Videos, Zoombilder, drehbare Ansichten…). Generell wird zu Weihnachten mehr als sonst „mit den Augen gekauft“. Bei der Gelegenheit die Bilderstrategie auch auf den Marktplätzen überprüfen: Halten die Bilder die Regeln der Marktplätze ein und nutzen sie die Möglichkeiten auch optimal aus…?
  • Content-Marketing für die ausgewählten Artikel: Jetzt ist es höchste Eisenbahn, die Inhalte zu schaffen und im Netz zu platzieren.
  • Wenn es für die Produkte sinnvoll ist, im eigenen Shop jetzt noch eine Geschenk-Ratgeber­funktion bzw. hilfreiche Filterkriterien inte­grieren, über die z.B. Geschen­ke für bestimmte Zielgrup­pen (für Ehefrau/Ehe­mann, für Geschäfts­partner…) vor­geschlagen werden. Auch hierbei die Kun­den­seg­men­tierung nutzen!
  • Zahlarten und Risiko­management optimieren.
  • Belastungstest für Logistik und Retou­ren­manage­ment fahren: Weihnach­ten muss der Versand die versprochenen Termine zuverlässig einhalten — und zwar auch unter der Zusatz­be­lastung jetzt häufiger ge­wünsch­ter Services wie Geschenkverpackung etc. Wenn möglich, mehrere verschiedene Versand­optionen anbieten (alternativer Logistiker, Expressversand, Wunschzeit-Versand etc.). Benachrichti­gun­gen an die Kunden bei Statusänderungen ihrer Bestellung hilft, die Wartezeit gefühlt zu verkür­zen. Die Bereitsstellung eines Sen­dungstrackings ist heute Standard und im Weih­nachtsgeschäft besonders wichtig.
  • Die Zusammenarbeit mit mehreren Logistikern ist auch für Händler wichtig, damit bei Ausfällen oder Problemen die Pakete nicht liegenbleiben, sondern rasch auf einen anderen Carrier umgeleitet werden können.
  • Auch der Kunden­service muss einfach klappen! Wenn möglich, mehrere verschie­dene Versand­optionen anbieten (alternativer Logistiker, Expressversand, Wunschzeit-Versand etc.). Benachrichti­gun­gen an die Kunden bei Statusänderungen ihrer Bestellung hilft, die Wartezeit gefühlt zu verkür­zen. Die Bereitsstellung eines Sen­dungstrackings ist heute Standard und im Weih­nachtsgeschäft besonders wichtig.
  • Überlegen/kalkulieren, ob bei (besonders hohen) Weihnachtsbestellungen ein Goodie bei­gelegt werden kann – oder auch allen Bestellungen eine Grußkarte. Wenn ja, müs­sen die Produkte/Karten JETZT bestellt/gedruckt werden. Dabei aber keine 08/15-Beigaben wie Gummibärchen nutzen, optimal ist es, wenn mit dem Goodie oder der Karte eine zum Shop passende „Geschichte“ erzählt werden kann.
  • Die Materialien für die Geschenkverpackungen ordern und den Vorrat an Verpack­ungsmaterial aufstocken.
  • Facebook & Co: Weihnachten findet insbesondere auch in den Social Networks statt: Dort tauschen sich die Zielgruppen über Geschenkwünsche und -empfehlungen aus — untereinander, aber eben auch im direkten Kontakt mit Unternehmen oder Shops. Das macht sie zu idealen Rechercheplattformen: Was kommt an (an Produkten, aber auch im Mar­keting!), was nicht? Wo gibt es eventuell sogar Nischen?
  • Denken Sie dabei auch an Platt­formen wie Instagram & Pinterest: Viele Menschen legen hier Listen für Geschenke-Tipps an, die dank der starken Reduzierung auf Bilder besonders ansprechend wirken und somit gern genutzt werden! Machen Sie es zudem den Nutzern leicht, Ihre Produkte zu teilen.

    Screenshot Monoqi

  • Eine starke Sache sind Rabattierungen im Shop gegen Social Media-Aktivitäten. So gewährte bei­spiels­weise die Design-Platt­form MONOQI eine Zeit lang für das Tei­len in Facebook einen Rabatt. Ein Schweizer Modehändler bietet sogar die komplette Bezahlung über Likes an!
  • Andere Shops für eine kooperative Kundenwerbung suchen. Die mögliche Zusam­men­arbeit (z.B. Bannertausch, gegenseitige Newsletter-Anzeigen, gemeinsamer Adventskalender, Flyer/Gutscheine/Proben als Beipack o.ä.) klären und die Werbe­medien dafür vorbereiten.

Haben wir Ihrer Meinung nach etwas vergessen? Wann gehen Sie welche Arbeiten an? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

Herzlich aus Hürth
Nicola Straub

Autorenfoto widmet sich 1998 beruflich dem E-Commerce. Seit 2004 arbeitet sie freiberuflich als Beraterin für Webkonzepte und Onlinemarketing sowie Autorin für Artikel und Ratgeber (auch Ghostwriting) und Pressetexte. Besonders gern betreut sie Websites ganzheitlich von der Planung über die Realisierung bis zur fortlaufenden Content-Pflege und gibt Ihre Erfahrung in regelmäßigen Workshops zu Marketingthemen weiter.
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