Wie man einen Google Penalty erkennt und untersuchen kann

Von: | 20. Dezember 2016
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Immer wieder liest und hört man darüber. Google hat die Seite X oder Y mit einem Penalty belegt. Was genau das bedeutet und welche Möglichkeiten man hat, einen Penalty zu erkennen und genauer zu untersuchen, zeigen wir in dem heutigen Artikel.

Was ist ein Google Penalty?

Ein Google Penalty ist eine Bestrafung von Google, die sich gegen Webseiten richtet bzw. gegen Webmaszer richtet, die gegen die Google Webmaster Guidelines verstoßen. Dabei kann die Auswirkung eines solchen Penalties in unterschiedlicher Auswirkung erfolgen.

Vor einem Google Penalty ist letztlich keine Seite geschützt. Wer es übertreibt und nicht nachhaltig agiert, wird Folgen früher oder später zu spüren bekommen. Im Jahr 2006 musste BMW es an eigener Webseite erfahren. Jüngst hat es auch immer wieder prominentere Websites getroffen. Beispielsweise hatte sich die Sichtbarkeit bei Home24 lange Zeit in die falsche Richtung bewegt. Ein umfänglicher Säuberungsprozess im Jahr 2013 war notwendig, um wieder mehr Sichtbarkeit bei Google zu bekommen.

Letztlich kann es also jede Webseite treffen. Insbesondere auch Online-Händler versuchen die Grenzen des Erlaubten auszureizen, um dem starken Wettbewerbsdruck standhalten zu können und mehr Sichtbarkeit zu erlangen als der Wettbewerb.

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Wie erkennt man einen Penalty?

Wie man einen Google Penalty letztlich erkennen kann, hängt vom Grad der Strafe ab. Im Fall BMW war der Penalty sicherlich rasch zu spüren, da durch die große Sichtbarkeit, die BMW bei Google in den organischen Rankings hatte, die Besucherzahlen schnell aus diesem Kanal ausblieben. Aber nicht immer ist die Strafe von Google so groß und es ist wichtig, regelmäßig den Status zu prüfen und nach Anhaltspunkten zu schauen.

Welche Arten von Penalties gibt es?

Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Arten von Google Penalties. Dies hängt, wie bereits zuvor angedeutet, von der Schwere des Verstoßes ab. So kann ein Penalty beispielsweise auf Keyword-Ebene erfolgen. Aber auch auf Verzeichnis-Ebene oder eben für die ganze Domain kann eine solche Strafe erhängt werden. Ein Penalty kann algorithmisch oder auch manuell (durch Google Mitarbeiter) erfolgen.

Da Google jüngst erst wieder einige signifikante Änderungen angekündigt hat, und die großen „Tier-Updates“ künftig direkt in den Core Algorithmus einfließen lassen will, wird sich auch in Sachen Penalites wohl etwas ändern. Bislang wurde meist die gesamte Webseite abgestraft, wenn der Seitenbetreiber es in einem erheblichen Maße übertrieben und gegen Google Richtlinien verstoßen hat. Künftig will Google wohl genauer hinschauen und nur die jeweilige Seite oder Seiten „bestrafen“, die betroffen sind. Positiv für Seitenbetriber ist, dass man nicht den gesamten organischen Suchtraffic verliert, sondern eben nur für die jeweils betroffene Seite.

Gleichzeitig könnten aber auch wieder „Spammer“ in den Fokus geraten und Grenzen, die man zuletzt vermieden hatte, wieder neu auszutesten und -reizen. Im schlimmsten Fall betrifft es ja eben nur die ein Seite und nicht das gesamte Webangebot.

Ich kann Ihnen bei der täglichen Arbeit an ihrer Seite jedenfalls nur empfehlen, nicht aggressiver bei der Suchmaschinenoptimierung vorzugehen. Agieren Sie nachhaltig und sie werden sehen – es wird sich auszahlen.

Welche Tools kann man verwenden?

Grundsätzlich ist die Google Search Console das wichtigste Tool in diesem Zusammenhang. Kostenlos von Google angeboten, ist es praktisch die einzige Kommunikationsmöglichkeit für Webmaster mit Google. Gleichzeitig erfährt der Webmaster hilfreiche Tipps und eben auch Informationen zu möglichen manuellen Penalties. Algorithmisch bedingte Penalties sind schwerer ausfindig zu machen. Eine sinnvolle Unterstützung kann jedenfalls das Google Webmaster Help-Forum sein.

Wer ein SEO Tool nutzt, welches auch die Google Search Console angebunden hat, so sieht man ebenfalls sehr schnell an harten Fakten, wenn es Einbußen in Sachen Traffic und Klicks gab. Denn die Werte aus der Google Search Console selbst sind zwar nicht tagesaktuell, aber immerhin mit einem Delay von 3-5 Tagen so aktuell, dass man eine solche Veränderung ebenfalls sehr schnell feststellen kann.

Google Penalty erkennen

Ausschnitt aus SEO Tool von Pagerangers.com

Sinn und Zweck von SEO Tools ist aber nicht primär das Untersuchen eines solchen Penalties, sondern die Anzeige. Auch wenn man sehr gut durch Strukturierung von Keywords oder Keywordsets Rückschlüsse auf mögliche Teilbereiche der Webseite erhalten kann, sollte man im Zweifel immer auf die Search Console zurückgreifen.

Daher ist hier auch das Zusammenspiel mit dem eingesetzten Webanalyse-Tool (z.B. Google Analytics) hilfreich, um zu schauen, welche Auswirkungen ein möglicher Penalty auf die Besucherströme hat.

Fazit

Grundsätzlich wird es auch weiterhin Google Penalties in unterschiedlicher Intensität und Auswirkung geben. Wer nachhaltiges SEO betreibt, wird davon profitieren. Die angekündigten Veränderungen wird Google genau analysieren und stets den Nutzer im Fokus haben. Wer als Seitenbetreiber aktiv ist, sollte unbedingt die Search Console nutzen. Dort befinden sich nicht nur echte Google-Daten, sondern auch die dort aufgeführten Hinweise & Tipps sind hilfreich, um die Seite besser zu machen und mögliche Penalties zu untersuchen.

Autorenfoto ist Gesellschafter und Geschäftsführer des SEO Tool Anbieters PageRangers GmbH. Mit PageRangers können Einsteiger wie Fortgeschrittene die Sichtbarkeit analysieren, die Webseite optimieren und Backlinks sichtbar machen. Thomas berät zudem KMUs im Bereich E-Commerce und Online-Marketing und ist Herausgeber des Ecommerce Blogs ecommerce-vision.de
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2 Comments

  1. Sollte man bei diesem Artikel nicht noch erwähnen, dass es sich um eine Anzeige handelt?

    Ja, es wird erwähnt, dass Herr Ottersbach für ein SEO-Tool arbeitet aber dies ist doch nicht allen Lesern bewusst, oder?

    Die Antwort ist doch einfach: Google sagt mir, ob ich einer Strafe ausgesetzt bin.

    Wo sehe ich in dem Screenshot den folgendes? „Wer ein SEO Tool nutzt, welches auch die Google Search Console angebunden hat, so sieht man ebenfalls sehr schnell an harten Fakten, wenn es Einbußen in Sachen Traffic und Klicks gab.“

    Hierfür genügt es doch, innerhalb der Search console einen Vergleich einzurichten und prüfen, ob sich die Impressionen/Klicks/Positionen positiv entwickelt haben.

    Schade aber ich entnehme ihrem Artikel wenig Mehrwert. Halte ihn sogar für potentiell gefährlich, denn Anfänger könnten einen falschen Eindruck erhalten.

    Schade, denn Gastartikel haben durchaus das Potential einen tollen Inhalt zu liefern!

    Kommentar by Kai Sturm — 21. Dezember 2016 @ 17:26

  2. also, es handelt sich lediglich um einen Auszug. Klar können Sie das in der Search Console auch sehen. Aber die meisten Nutzer sind mit der Search Console, ihrer Darstellung überfordert. Eine Option ist es und letztlich ging es mir in dem Artikel nicht um das Tool, sondern um die Tatsache, dass mit den Veränderungen am Core Algorithmus bzw. den Ankündigungen seitens Google, sich Penalties verändern werden. Backlink-Agenturen werden wohl wieder in den Fokus rücken und Grenzen ausgetestet werden.

    Kommentar by Thomas Ottersbach — 21. Dezember 2016 @ 18:27

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