Ja is denn heit scho Weihnachten?

Von: | 14. September 2016
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Weihnachtsmann mit KlingelAls letztes Jahr die ersten Weihnachtsaufsteller in die Supermärkte einzogen, gingen die Käuferströme noch eher in Richtung der Grillfleisch-Theke. Und dieses Jahr ist es mit über 30 °C sogar so heiß, dass die Planschbecken noch einmal aufgebaut werden. Doch egal wie sommerlich der September uns umgarnt – es hilft nichts, denn jetzt will das Weihnachtsgeschäft vorbereitet sein!

Damit Sie aber nur dank des 30° C-Wetters ins Schwitzen kommen, nicht aber vor Weihnachtsstress, gibt es ab sofort wieder unseren monatlichen Erinnerungs- und Praxistipp-Service „Das Weihnachtsgeschäft optimal vorbereiten – Rechtzeitig beginnen und nichts vergessen bei den Weihnachtsvorbereitungen“. Damit geht die Planung der hektischten – aber hoffentlich auch stärksten! – Verkaufszeit des Jahres ganz einfach. Heute geht es los mit den Aufgaben für den September. Denn der hat es bereits in sich!

Aufgaben im September

  • Artikelstrategie: Jetzt die Geschenk- und Trendartikel identifizieren: Texte (und Bilder) aller potentiellen Weihnachts­artikel überprüfen: Sind die Texte individuell und an­sprechend? Sind sie voll­ständig, enthalten sie z.B. auch Altersempfeh­lun­gen, Typ-Empfehlungen etc.? Sind alle wichtigen Key­words enthalten? Das SEO für diese Seiten laufend weiter optimieren!
  • Dabei auf Kunden­seg­mentierung achten: Was wünschen sich Trendsetter zu Weih­nachten? Gibt es auch besondere Produkte für Senioren etc.? Zur Recherche kön­nen sehr gut die Social Networks genutzt werden, vor allem Facebook und Pinterest.
    Zudem die Produkte aus­wählen, die über andere Vertriebskanäle angeboten werden sollen. Je nach Produktgruppe auch über den Kreis der „üblichen Marktplätze“ hinaus recher­chieren und Produk­tlistung vorbereiten!
    Kundenbewertungen sind eine wichtige Orien­tie­rungs­hilfe für Käufer. Fehlen bei wichtigen Arti­keln noch ausreichende Bewertungen? Dann jetzt eine Aktion (Mailing und On-Site) fahren, um Bewertungen einzuwerben – ggf. mit Gewinnspiel o.ä. Ver­stärkern. Hierzu kann insbesondere auch Facebook genutzt werden. Das Ziel ist, für das Weihnachtsgeschäft möglichst flächendeckend Bewertungen im Shop zu haben.
  • Wichtig beim Vertrieb über Marktplätze:
    Wer bei Amazon verkauft, kann sich mit individuellen Pro­dukten bzw. Eigenmarken dem gerade zu Weihnachten besonders harten Kampf um die Amazon-Buybox ent­ziehen. Dann allerdings gilt es, frühzeitig mit dem Ama­zon-SEO für die Eigenprodukte zu beginnen. Da hierbei u.a. die Verkaufszahlen wichtig sind, frühzeitig genug eine Verkaufsaktion planen — ggf. auch über externe Werbung/ Social Media Marketing mit Links auf das eigene Amazon-Produkt.
    Gleichzeitig gilt es, auch bei Amazon rechtzeitig Produktbewertungen einzuwerben, wo diese noch zu wenig vorhanden sind. Tipps zum SEO auf Amazon gibt es im kosten­losen Whitepaper „So tickt Amazons Suchalgorithmus“.
    Bei ebay muss spätestens jetzt unbedingt die mobile Optimierung fertiggestellt wer­den. Dabei beachten, dass die Unter­stüt­zung einiger Techniken („aktive Inhal­te“) von ebay in 2017 eingestellt werden wird. Betroffen sein können hierdurch z. B. die An­zei­ge weiterer ei­gener Produkte in den Produktseiten über externe Dienste etc.
    Recht neu ist, dass es auch auf ebay Produkt­rezensionen gibt, die mittlerweile bei immer mehr Produkten eingeblendet werden (siehe Bild). Insbesondere bei indivi­du­ellen Produkten müssen Aktionen zum Einwer­ben von Produktbewertungen jetzt starten, um noch greifen zu können.
  • Ganz wichtig bei der Produktstrategie: Die Lieferanten müssen mitspielen: Klären Sie, ob die gewünschten Produkte auch wirklich ausreichend (Mengen, Zeitschiene) lieferbar sind.
  • Die Weihnachts-SEM-Kampagnen (Keywords, Anzeigen, Landeseiten) konzipieren. SEM-Experte Markus Hövener von Bloofusion rät: „Wichtige Keywords für Weih­nach­ten sind Kombi­nationen rund um „gutschein(e)“, „geschenk(e)“, „geschenkidee(n)“. Dabei sollten die Besucher auf entsprechend optimierte (Lande-) Seiten geleitet werden!“ Zusatztipp von shop­an­bieter.de: Es lohnt, auch noch etwas weiter um die klassischen Worte herum­zudenken: Seit vielen Jahren gewinnt Shopanbieter bei­spiels­weise enormen Traffic mit dem Begriff „Weihnachtswünsche“.
  • Planen und Vorbereiten der besondere Darstellung für die geplanten Trendartikel (Videos, Zoombilder, drehbare Ansichten…). Generell wird zu Weihnachten mehr als sonst „mit den Augen gekauft“. Bei der Gelegenheit die Bilderstrategie auch auf den Marktplätzen überprüfen: Amazon hat das 8. Produktbild gekippt, ebay macht aus­reichende Produktbilder zum Kriterium für die Einblendung der Produktbewer­tungen…
  • Content-Marketing für die ausgewählten Artikel: Jetzt ist es höchste Eisenbahn, die Inhalte zu schaffen und im Netz zu platzieren.
  • Wenn für die Produkte sinnvoll, eine Geschenk-Ratgeberfunktion bzw. hilfreiche Filterkriterien inte­grieren, über die z.B. Geschen­ke für bestimmte Zielgrup­pen (für Ehefrau/Ehe­mann, für Geschäfts­partner…) vor­geschlagen werden. Auch hierbei die Kun­den­seg­men­tierung nutzen!
  • Zahlarten und Risiko­management optimieren, Belastungstest für Logistik und Retou­ren­manage­ment fahren: Weihnach­ten muss der Versand die versprochenen Termine noch zuverlässiger einhalten, als unterm Jahr — und zwar auch unter der Zusatz­be­lastung jetzt häufiger ge­wünsch­ter Services wie Geschenkverpackung etc. Auch der Kunden­service muss einfach klappen! Wenn möglich, mehrere verschiedene Versand­optionen anbieten (alternativer Logistiker, Expressversand, Wunschzeit-Versand etc.). Benachrichti­gun­gen an die Kunden bei Statusänderungen ihrer Bestellung hilft, die Wartezeit gefühlt zu verkür­zen. Sen­dungstracking ist heute Standard und im Weih­nachtsgeschäft besonders wichtig.
  • Überlegen/kalkulieren, ob bei (besonders hohen) Weihnachtsbestellungen ein Goodie bei­gelegt werden kann – oder auch allen Bestellungen eine Grußkarte. Wenn ja, müs­sen die Produkte/Karten JETZT bestellt/gedruckt werden. Dabei aber keine 08/15-Beigaben wie Gummibärchen nutzen, optimal ist es, wenn mit dem Goodie oder der Karte eine zum Shop passende „Geschichte“ erzählt werden kann.
  • Die Materialien für die Geschenkverpackungen ordern und den Vorrat an Ver­pak­kungs­material aufstocken.
  • Facebook & Co: Weihnachten findet insbesondere auch in den Social Networks statt: Dort tauschen sich die Zielgruppen über Geschenkwünsche und -empfehlungen aus — untereinander, aber eben auch im direkten Kontakt mit Unternehmen oder Shops. Das macht sie zu idealen Rechercheplattformen: Was kommt an (an Produkten, aber auch im Mar­keting!), was nicht? Wo gibt es eventuell sogar Nischen?
  • Denken Sie dabei auch an Platt­formen wie Pinterest: Viele Menschen legen hier Listen für Geschenke-Tipps an, die dank der starken Reduzierung auf Bilder besonders ansprechend wirken und somit gern genutzt werden!</div>
  • In der Weihnachtszeit muss die Kundenkommunikation trotz des vermehr­ten Stresses optimal klappen — darum zumindest so viele (Kundenservice-)Kapa­zi­tä­ten einplanen, um im Dialog der Kunden angemessene Reaktionen (und Reaktions­zeiten) gewährleisten zu können und hier ggf. rechtzeitig für Verstärkung sorgen. Set­zen Sie Social Media Monitoring-Tools ein, die bei Erwähnungenrasche Alert-Meldun­gen auslösen. So können Sie auf kritische (aber auch auf positive) Postings schnell reagieren.
  • Zudem müssen jetzt die für diese Platt­for­men anstehenden Kam­pagnen geplant wer­den. Dabei mit klaren Incentivs für die jewei­ligen Network-Mitglieder arbeiten und alle Social Network-Kampagnen in den Gesamt-Kampagnen­plan einbetten.
    Eine starke Sache sind Rabattierungen für Social Media-Aktivitäten. So gewährte bei­spiels­weise die Design-Platt­form MONOQI eine Zeit lang für das Tei­len in Facebook einen Rabatt. Dies wirkte besonders ani­mie­rend, weil der Rabattwert zwischen Nor­mal­preis und Wa­renkorb­button deut­lich ausgewiesen wird.

Die Aufgaben für den Oktober gibt es dann nächsten Monat – oder alle Monatslisten komplett zum Download (auch als druckfreundliche Version) hier in unserem Know-how-Bereich (Zugang für Newletterbezieher, das Newsletterabo ist kostenlos und jederzeit kündbar).

Herzlich aus Hürth
Nicola Straub

Bildnachweis: internetgarden.de

Autorenfoto widmet sich 1998 beruflich dem E-Commerce. Seit 2004 arbeitet sie freiberuflich als Beraterin für Webkonzepte und Onlinemarketing sowie Autorin für Artikel und Ratgeber (auch Ghostwriting) und Pressetexte. Besonders gern betreut sie Websites ganzheitlich von der Planung über die Realisierung bis zur fortlaufenden Content-Pflege und gibt Ihre Erfahrung in regelmäßigen Workshops zu Marketingthemen weiter.
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