Magento oder Spryker? Lösungen für komplexe Enterprise Projekte – [Sponsored Post]

Von: | 12. Juli 2016
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Es gibt unglaublich viele Shopsysteme auf dem Markt und ihre Zahl steigt ständig. Aufgrund des enormen Wachstums im E-Commerce in den letzten Jahren sowie der recht langen Produktlebenszyklen bei Shopsoftware-Lösungen finden sich neben den alten Platzhirschen mittlerweile Dutzende von kleinen und großen Lösungen. Stark im Kommen sind aktuell SaaS-Lösungen und modulare Systeme bis hin zu Frameworks.

Wie tickt das Enterprise-Segment?

Während Erstere meist nicht die idealen Lösungen für die Anforderungen im Enterprise-Segment sind, mit Ausnahme von demandware, können Letztere gerade bei großen und mittelständigen Unternehmen punkten. Warum ist das so? E-Commerce in diesem Segment ist meist weit mehr als ein einfaches Shopfrontend mit Basisfunktionen. Individuell gestaltete Geschäftsprozesse im B2B, die abgebildet werden sollen, die Anbindung bestehender Drittsysteme etwa zur Pflege von Produktdaten und Content, die Integration von Händlern bzw. Partnern in eine Plattform oder die permanente Anpassung von Shopfunktionen an ein dynamisches Geschäftsmodell … das sind Anforderungen, die sich mit Stangenware nicht umsetzen lassen. Hier braucht es hohe Flexibilität und Skalierungsfähigkeit. Dies bieten modulare Shop-Systeme: Architektonisch entweder als Baukasten realisiert, z. B. Magento, oder als Framework wie Spryker. Aber was ist besser?

Ist das überhaupt die richtige Frage?

Wie so oft lässt sich diese Frage nicht pauschal beantworten. Es kommt auf den Einzelfall an, die konkreten Zielvorstellungen und Anforderungen sowie deren Priorisierung. Beide Systeme befriedigen sicherlich Anforderungen eines hochkomplexen, anspruchsvollen E-Commerce. Allerdings unterschiedliche.

Shoptechnologien im Vergleich – Magento

magento_layer-grafic-300 Mit Magento lassen sich Standardshops entwickeln, aber auch spezialisierte Plattformen für ungewöhnliche, komplexe E-Commerce-Konzepte. Das gelingt, weil Magento modular aufgebaut ist und neben vielen E-Commerce-Standardmodulen auch über die Eigenschaften eines Frameworks verfügt und sich die Standards recht flexibel anpassen bzw. erweitern lassen. Mit der neuen Version Magento 2 ist dieses Prinzip nochmals gestärkt worden. Die Module sind klar voneinander getrennt und Abhängigkeiten eindeutig geregelt. Änderungen am System sind also ohne weiteres möglich. Für die Mehrzahl der Unternehmen ist eine solche Kombination aus erprobten Standards und flexiblem Gestaltungsspielraum ideal. Mit den Magento-Modulen erhalten sie eine stabile Basis, von der ausgehend sie ihre individuellen E-Commerce Konzepte verwirklichen können. Hier hilft eine Analogie: Setzt man ein Shopsystem mit einem Fahrzeughersteller gleich, so erhält man mit Magento einen Hersteller mit einer großen Anzahl an Baureihen, Modellen und Komponenten, die sich zudem zu niedrigen Kosten noch weiter konfigurieren lassen, für die es sehr viele Händler, Werkstätten und Ersatzteile im Markt gibt. Für nahezu alle Anforderungen im regulären Straßenverkehr, dem E-Commerce, ist etwas Leistungsfähiges dabei. Lösungen für ganz besondere Mobilitätsanforderungen, wie Schneemobile oder Amphibienfahrzeuge, sucht man allerdings vergeblich. Die ließen sich zwar mit viel Geschick aus den vorhandenen Modellen bauen, aber sicher nicht zu überzeugenden Kosten. Sinnvoller ist es, ein solches Fahrzeug speziell für diesen Fall komplett neu zu entwickeln. Entweder vom Reißbrett aus oder auf Basis eines Frameworks.

Individualentwicklung

Reißbrett bedeutet Individualentwicklung. Und die ist dann meist genauso unwirtschaftlich und riskant, wie das Verbiegen eines Standardshop. Denn kritische Erfolgsfaktoren wie Flexibilität und Skalierbarkeit hängen von einem kleinen Kreis von Spezialisten ab, sind also äußerst kostenintensiv. Das Zalando mit einem eigenen System erfolgreich ist, heißt ja noch lange nicht, dass jeder diesem Modell nacheifern sollte. Es dauerte lange, bis der Händler schwarze Zahlen schrieb – und die Anteilseigner satte Gewinne einstreichen konnten. Außerdem besteht das Problem, benötigtes Wissen im Unternehmen zu halten.

Ein reines Framework

Im Gegensatz zur Individualentwicklung oder einem Standard-Shopsystem, das nur einen vorkonfektionierten E-Commerce erlaubt, also recht starr und monolithisch ist, lässt sich ein Framework eher wie ein Baukasten begreifen, mit einem kleinteiligen Set an Basisbausteinen, einigen speziellen Elementen sowie vor allem einer Anzahl von Regeln, die beschreiben, wie sich die Komponenten miteinander verknüpfen lassen. Natürlich gibt es auch Anleitungen oder Best Practices für bestimmte Aufgaben. Vorkonfektionierte Module, die noch mal auseinandergenommen werden müssen, gibt es jedoch nicht.

Spryker

Ein solches Framework ist Spryker. Es gibt ambitionierten E-Commerce Betreibern und Pionieren eine Technologie an die Hand, mit der sie hoch spezialisierte digitale Geschäftsmodelle fernab vom Standard-Webshop realisieren können und/oder eine E-Commerce Plattform entwickeln, die sich agil an immer neue Anforderungen anpassen lässt. Mit Spryker schließt sich also die Lücke zwischen Systemen und Eigenentwicklungen. Es gibt kein fixes Set an Features für den Onlinehandel, jedoch ist alles vorhanden, um schnell ein eigenes Konzept zu verwirklichen. Spryker ist klar strukturiert und folgt sehr konsequent den SOLID-Prinzipien, mit einem sauberen, leichtgewichtigen Code. Hinzu kommt die Trennung zwischen Backend und Frontend. Damit bringt Spryker viele Vorzüge hinsichtlich Agilität und Skalierbarkeit. Hier geht Spryker in puncto Entwicklungsoffenheit und Entwicklungsfrequenz sicher auch über die Fähigkeiten von Magento 2 hinaus, das doch näher an einem Standard-Shopmodell ist.

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Fazit

Das Spryker-Framework eignet sich also für jeden Pure-Player, Hidden Champion oder Konzern im digitalen Transformationsprozess, der die Verwirklichung seiner E-Commerce Agenda nicht vom Branchenstandard abhängig machen möchte und sie permanent weiterentwickeln will. Bei komplexen, agilen Projekten mit einem hohen Individualisierungsgrad ist der Einsatz von Spryker garantiert ressourcenschonender, als der Versuch ein System zu verbiegen, zumal Spryker dank erprobter Architektur- und Entwurfsmuster eine solide Ausgangsbasis liefert. Kann ein E-Commerce Betreiber aber im Kern eher auf Standards setzen und benötigt nur in Teilen leistungsfähige, individuelle Ausprägungen, sollte eher Magento 2 in Betracht gezogen werden. Keine der Lösungen ist besser, sie eignen sich nur besser für bestimmte Aufgaben.

Autor: Tim Hahn, Geschäftsführer der E-Commerce Agentur netz98 und dem Spin-Off 98Degrees Commerce

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