Aktuelle News

idealos Direktkauf-Funktion für alle Händler

Von: | 26. August 2015 | Vertrieb
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Vor gut einem Jahr berichteten wir als erste, dass das Preisvergleichsportal idealo sich unserer Meinung nach auf den Weg macht, ein echter Marktplatz zu werden. Und im Mai diesen Jahres bewerteten wir die Tests der Plattform mit einem Direktkauf-Button als einen Schritt in genau diese Richtung. Allerdings standen wir da mit unserer Einschätzung noch recht allein da – selbst idealo dementierte diese Vermutung -, und in den Kommentaren wurde eine solche Entwicklung als aus Händlersicht eher schädlich und absurd abgetan.

Nun zeigt sich, dass die bislang nur testweise angebotene Direktkauf-Option in ein festes Feature umgewandelt wurde, wie Stephan Meixner auf neuhandeln.de letzte Woche berichtete. Demnach steht die Möglichkeit, Produkte im Portal mit einem Direktkauf-Button anzubieten, ab sofort jedem Händler offen.

Fokus auf kleinere Händler verloren

Ursprünglich hatte idealo mit der Direktkauf-Option vor allem kleinere Händler im Auge. So zitierte Meixner idealo letztes Jahr:

“Wir bei idealo haben uns mit diesem Projekt als Ziel gesetzt, an dieser Stelle eine Chancengleichheit unter all unseren Partnershops zu schaffen und richten die Funktionalitäten dieses neuen Features ausdrücklich an den Bedürfnissen kleinerer Onlinehändler aus.”

Auch unserer Meinung nach böte der Kaufbutton den Effekt, dass unbekanntere Onlineshops vom Vertrauen profitieren könnten, welches Kunden der Preisvergleichsplattform entgegenbringen. So könnte der Button helfen, bei der Neukundengewinnung die Vertrauenshürde zu nehmen.

Allerdings gab es hierzu auch kritische Stimmen, die davor warnten, “kleineren Händlern mehr Bordmittel an die Hand zu geben – schließlich werden dadurch ja wiederum direkt die Big Player benachteiligt” (Stephan Meixner).

Screenshot von idealo.de

notebooksbilliger.de ist einer der Shops, die die Direktkauffunktion von idealo bereits nutzen.

Tatsächlich zeigte sich aber zwischenzeitlich, dass auch größere Anbieter Interesse an der Direktkauf-Funktion haben. So befindet sich beispielsweise auch notebooksbilliger.de unter der laut neuhandeln.de zweistelligen Zahl Händler, die diese Option bei idealo.de aktuell nutzen.

Die Motivation hierfür dürfte darin liegen, dass man durch den Direktkauf eine Abkürzung bietet, die die Recherche- und Vergleichsphase des Kunden merklich verkürzen kann. (Weiterlesen…)

 

Forscher raten zur Retourenverkomplizierung um Retouren zu vermeiden

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Ein Forscherteam der Friedrich-Schiller-Universität Jena, beschäftigt sich bereits seit einigen Jahren mit präventivem Retourenmanagement. Wie etailment berichtet, rät das Forscherteam nun in einer aktuellen Studie, es dem Kunden möglichst umständlich zu machen. So sollten dem Paket keine Retourenscheine beigelegt und der Retourenprozess nicht erklärt werden.

Die Erfahrungen von etailment-Lesern scheinen diese empfohlene Vorgehensweise zu bestätigen:

Wir konnten unsere Retourenquote um ein Drittel senken, indem wir das Retourenformular (!) nicht mehr ins Paket legten. Und ja wir verzichten gerne auf die Klientel, der diese Retourenabwicklung zu kundenunfreundlich ist.

(Weiterlesen…)

 

UK-Händler AO fühlt sich den deutschen Händlern um Jahre voraus

Von: | 23. Juni 2015 | Vertrieb
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Der Pure-Player Appliances Only (kurz: AO) aus UK verkauft auf der Insel seit 15 Jahren Waschmaschinen, Kühlschränke, Musik-Anlagen, Computer und TV-Geräte etc. Und gilt damit als einer der erfolgreichsten Online-Händler im Vereinigten Königreich. Seit acht Monaten verkauft er seine weiße und braune Ware nun auch in Deutschland. Auch wenn AO dieser Markteintritt bisher etwa elf Mio. Pfund kostete, zeigt sich deren Deutschland-Chef Kevin Monk in einem Interview mit der Wirtschaftswoche sehr zufrieden:

AO hat in Deutschland innerhalb von sechs Monaten ein Umsatzvolumen erreicht, das es in Großbritannien erst nach sieben Jahren erreichte.

Deutschland Servicewüste

aoMöglicherweise beflügelt dies die Phantasie. Monk zeigt sich jedenfalls sehr selbstbewusst und ist sich sicher, dass sein Unternehmen den deutschen Online-Händlern um Jahre voraus sei. Dies läge vor allem daran, dass Online-Händler aus UK bereits sehr früh einem harten Wettbewerb ausgesetzt waren und daher vor allem auch hinsichtlich Kundenservice deutlich professioneller als deutsche Konkurrenten seien.  So seien die deutschen Konsumenten hinsichtlich Service von den deutschen Händlern nicht sonderlich verwöhnt.

Dies können wir durchaus bestätigen. Wir beleuchteten in unserer fünften Ausgabe  des kostenlosen Online-Händlermagazins shopanbieter to go ja das Thema Kundenservice ausführlich. Unsere Recherchen zeigten tatsächlich deutliches Optimierungpotential auf.

Ob Händler aus UK wirklich besser als deutsche Online-Händler im E-Commerce aufgestellt sind, wollten wir von Henning Heesen, Deutschland-Chef der Salesupply AG, wissen. Als Internationalisierungsprofi muss er es ja wissen:

Das kann man so pauschal nicht ganz sagen. Denn im Payment läuft UK den deutschen Händlern beispielsweise um Jahre hinterher. Dort gibt es als Zahlart nach wie vor eigentlich nur die Kreditkarte.

Englische Händler sind aber in der Tat deutlich servicegetriebener als deutsche Online-Händler. Der Innovationsgrad ist generell höher. Hier heizt die „Nähe“ zu den USA den Wettbewerb stark an. Dieser übermäßige Wettbewerb zwingt die Unternehmen zu einer starken Berücksichtigung der Customer Lifetime Values (CLV). Hier wiederum hat Kundenservice die oberste Priorität.

Es dreht sich dabei jedoch nicht um die Beratung an sich, sondern eher um das Thema Service. Deutsche Kunden informieren sich gerne vorher, er liest sich alle Informationen erst durch oder fragt den Kundenservice-Berater aus. Nach dem Kauf werden fast keine Fragen mehr gestellt. In der UK, aber auch in Holland wird erst einmal bestellt und nur angerufen wenn danach noch Fragen auftauchen.

„Preis, Verfügbarkeit, Kundenservice“, benennt AO-Deutschland-Chef Monk in der Wirtschaftswoche den Dreiklang, mit dem er deutsche Händler ausstechen will. AO verspricht nicht nur eine große Produktauswahl, sondern gibt auch eine Niedrigpreisgarantie: Gibt es das Produkt bei einem anderem Händler günstiger, wird der Preis angeglichen. (Weiterlesen…)

 

TV-Doku: Die Macht von Amazon (gegenüber Marketplace-Händlern)

Von: | 19. Juni 2015 | Bunte Kiste,Vertrieb
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Wir hatten vor einiger Zeit ja für eine TV-Produktion des ZDF nach Amazon Marketplace-Händlern gesucht. Diese Sendung wurde im ZDF nun unter dem Titel “Die Macht von Amazon” ausgestrahlt und ist in deren Mediathek abrufbar. Inhaltlich bietet die Doku nichts, was die meisten nicht schon einmal gehört hätten:

  1. Amazon achtet sehr genau darauf, möglichst immer in der Buybox zu sein, auch wenn sie etwas teurer als der günstigste Marketplace-Anbieter ist.
  2. Um dies sicherzustellen, wird auf Preisänderungen seitens Marketplace-Händlern schon nach wenigen Minuten reagiert.
  3. FbA-Artikel werden mit der eigenen Ware von Amazon gemischt eingelagert und unkontrolliert verschickt. Kein Wunder also, dass Amazon oft genug selbst Plagiate verschickt.
  4. Amazon greift ihren FbA-Händlern in die Tasche in das Lager wenn sie selbst Ware nicht mehr vorrätig haben oder der Lieferant / Hersteller sie nicht beliefern möchte.
  5. Wenn Amazon Verkäuferkonten sperrt, kann sie 90 Tage und länger deren Guthaben einbehalten.

Neu war für mich:

  • Im Fall von betrügerischen Käufen über Amazon gibt es kein Geld für die Verkäufer. So eine Art Amazon-Zahlungsgarantie gibt es also nicht.
  • Fast 40% der eingelagerten Ware in einem vom Filmteam besuchten Logistiklager ist FbA-Ware.
  • Dass sich Amazon bei ihren FbA-Händlern bedient, wurde bereits öfters berichtet. Dass Amazon diese Ware seinen FbA-Händlern dann jedoch als “verloren” oder “beschädigt” meldet nicht.

Link zur Doku: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2423490/#/beitrag/video/2423490/Die-Macht-von-Amazon

 

So haben Online-Händler alle Marketingkanäle im Griff – [Sponsored Post]

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Preissuchmaschinen, Online-Marktplätze, Google AdWords und Google Shopping: Betreiber von Online-Shops bespielen inzwischen etliche Kanäle, um Traffic für den Shop oder direkten, zusätzlichen Umsatz zu generieren. Mit dem ChannelPilot (www.channelpilot.de) ist Steuerung der Produktdaten, die Anbindung, Pflege und Kontrolle dieser Kanäle zum Kinderspiel.

Wer als Online-Händler erstmalig auf die Idee kommt, seine Produkte auf Preisportalen zu bewerben, um neue Kunden anzulocken, wird überrascht sein, mit welchem Aufwand solch eine Anbindung verbunden ist. Zwar finden sich für die meisten Shopsysteme Plugins, die die Produktdaten direkt mit den Preisportalen verknüpfen, doch die Hauptarbeit ist damit noch längst nicht getan. Titel, Beschreibungen und Bilder müssen kontrolliert, Landing Pages, Klick- und Konversionsraten ständig überprüft werden. Außerdem muss der Shop auf jedem Preisportal noch ordentlich präsentiert werden. Wer bei diesen Aufgaben schludert, riskiert es, mit dem Preisportal Geld zu verlieren statt zu verdienen.

Jede Anbindung vergrößert das Aufgabengebiet

In der Praxis arbeiten die meisten Online-Händler nicht nur mit einem Preisportal zusammen, sondern mit mehreren. Und jedes dieser Portale hat andere Vorgaben bezüglich der Aufbereitung der Produktdaten. Wäre die Aufgabe damit noch nicht komplex genug, bespielen viele Shop-Betreiber noch weitere Kanäle. Google AdWords mit Google Shopping – Anzeigen greifen ebenfalls auf die Produktdaten des werbenden Shops zurück. Jeder Klick auf eine Werbeanzeige versursacht Kosten, weswegen es auch hier unerlässlich ist, dafür zu sorgen, dass alle Daten aktuell und richtig sind und die Besucher auf relevante Produktdetailseiten geführt werden.

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Neben den Marketing-Kanälen, die einem Online-Shop neue potenzielle Kunden zuführen sollen, arbeitet ein Großteil der Online-Händler auch mit Online-Marktplätzen wie Amazon oder eBay zusammen. Deren Besucher lassen sich zwar nur schwer zum eigenen Shop lotsen, sorgen dafür jedoch für zusätzlichen Umsatz, wenn die eigenen Produkte auf den Marktplätzen zum Verkauf angeboten werden. Auch hier können Angebote bequem über Schnittstellen direkt aus der Shop-Software eingestellt werden. Damit die zusätzlichen Vertriebskanäle Umsatz bringen, müssen jedoch die Preise der Mitbewerber ständig überwacht und die eigenen gegebenenfalls angepasst werden. Amazon und eBay haben schließlich nicht nur eine riesige Reichweite, sondern auch eine große Zahl aktiver Händler, die um diese Kundschaft wettstreitet!

Nimmt man all diese Aufgaben zusammen, müsste der Betreiber eines Online-Shops schon magische Kräfte oder Tentakel haben, um sämtliche Marketing-Kanäle gleichzeitig im Blick zu haben und sofort erkennen zu können, wenn irgendwo eingegriffen werden müsste. Magische Kräfte verspricht die cloudbasierte E-Commerce-Lösung ChannelPilot zwar nicht zu verleihen, doch eine Lösung des Problems bietet sie trotzdem. Sie bündelt die Kontrolle aller denkbaren Marketing-Kanäle nämlich unter einem Dach! (Weiterlesen…)

 

7 Tipps für die Internationalisierung im E-Commerce

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UEC_ebook_International Handeln_0415_Titel(Pressemitteilung): Internationalisierung ist ein weltweiter Trend im E-Commerce und bietet Online-Händlern die Chance, ihre Umsätze zu steigern. Doch die Expansion ins Ausland ist auch eine Herausforderung, die viele Shop-Betreiber unterschätzen.

Das Problem: Es gibt kein Schema F und keine allgemeingültige Best Practice. Ob Sprache, Kultur, Handelsrecht, Bezahlvorlieben oder Infrastruktur – jedes Land tickt anders. Die folgenden Tipps von United E-Commerce zeigen, worauf Händler bei der Internationalisierung ihres Online-Shops achten sollten:

 

  1. Geeignete Zielländer auswählen

Nicht jedes Land eignet sich gleichermaßen als Ziel Ihres Expansionsvorhabens. Nehmen Sie daher die vor Ort vorherrschenden Bedingungen zuvor genau in Augenschein: Neben der wirtschaftlichen Situation im Land, dem Währungssystem, der logistischen und technischen Infrastruktur sowie den geltenden Rechtsvorschriften sind es vor allem sprachliche und kulturelle Unterschiede, die es zu beachten gilt. Expandieren Sie daher zunächst in die Länder, die sich sprachlich und kulturell nicht zu sehr von Deutschland unterscheiden. Wenden Sie sich erst nach und nach Ländern zu, die eine komplexere Anpassung Ihres Online-Shops erfordern.

  1. Global denken, lokal handeln

Die globale Idee, Ihr Angebot auch außerhalb von Deutschland zu präsentieren, bedarf einer lokal orientierten Umsetzung: Bringen Sie Ihre bestehenden Prozesse und Systeme – im Zuge einer Prozessharmonisierung – in Einklang mit den Anforderungen der Zielländer. Dabei ist lokale Expertise immer von Vorteil und hilft, die nationalen Besonderheiten zu berücksichtigen. Entscheidend ist aber, dass die Verantwortungsbereiche und Zuständigkeiten hier und im Zielland klar definiert sind.

  1. Infrastruktur sicherstellen

Die technische und die logistische Infrastruktur sind die Grundpfeiler des E-Commerce. Besonders für Online-Händler, die neu im jeweiligen Land sind, ist es wichtig, große Latenzen und lange Ausfallzeiten der Shop-Website zu vermeiden. Greifen Sie gegebenenfalls auf IT-Infrastrukturen vor Ort zurück, zum Beispiel auf ein sogenanntes Content Delivery Network (CDN). Sorgen Sie aber nicht nur dafür, dass der Datentransport reibungslos erfolgt, auch der Warenversand an den Kunden sollte schnell, kostengünstig und nachvollziehbar sein.

  1. Inhalte und Produkte länderspezifisch managen

Die Anpassung eines Online-Shops an die Zielländer ist maßgeblich für den Erfolg der Internationalisierung. Eine bloße Übersetzung der Inhalte ist dabei längst nicht ausreichend. Mit Hilfe eines Product Information Managements (PIM) können Sie nicht nur das Sortiment länderspezifisch anpassen, sondern auch alle Produktdaten – Beschreibungen einschließlich Verkaufsargumenten, Maßeinheiten und Bildmaterial – auf einer zentralen Plattform ver­walten und für bestimmte Märkte bereitstellen. In jedem Fall sollten Sie alle Übersetzungen von einem Muttersprachler prüfen lassen – am besten von jemandem mit Branchenkenntnis.

  1. Vertrauen im Zielmarkt aufbauen

Das Vertrauen potenzieller Kunden zu gewinnen, ist entscheidend, um mit einem Online-Shop international erfolgreich zu sein. Um dies zu erreichen, sollten Sie alle rechtlichen Standards einhalten: Impressum, AGBs, Liefer- und Zahlungsbedingungen sind dem Zielland anzupassen, Einfuhrbestimmungen und Kennzeichnungspflichten zu berücksichtigen. Zudem lässt sich die Vertrauenswürdigkeit des eigenen Online-Shops im Ausland erhöhen, wenn er mit einem Gütesiegel zertifiziert wurde.

  1. Online-Shop international gestalten

Bei der Gestaltung des Online-Shops gibt es von Land zu Land Unterschiede, was als übersichtlich und komfortabel angesehen wird. Qualitative Usability-Tests im Zielland geben am besten Aufschluss darüber, wie die Zielgruppe vor Ort tickt. Die Reihenfolge der Felder in Eingabemasken sowie Lieferoptionen und Zahlungsarten sollten den nationalen Gewohnheiten und Vorlieben entsprechen. Bei der Suche und der Navigation gilt es, die landessprachlichen Eigenheiten zu berücksichtigen – eine sprachunabhängige Technologie minimiert den Anpassungsaufwand.

  1. Internationales Marketing betreiben

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Achtung Amazonfalle Mindestgebühren

Von: | 29. April 2015 | Businessplanung,Vertrieb
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Bekannt ist ja, dass die Amazon-Gebühren für die meisten Produktkategorien bei 15% vom Bruttopreis (also 17,85% vom Netto-Verkaufspreis) liegen. Soweit, so bekannt. Weniger bekannt sind jedoch möglicherweise die Mindestgebühren von 0,50 Euro je verkauften Artikel.

Dies bedeutet, dass bei Produkten unter 3,30 Euro Brutto-Verkaufspreis die Amazon-Gebühr nicht 15% sondern gute gerne das Doppelte oder noch mehr betragen kann. Bei einem Produkt für 1,50 Euro Verkaufspreis, wären es also 33,3% Amazon Verkaufsgebühr.

Da hilft es auch nichts, wenn der Kunden 20 Stück von diesem Artikel auf einmal kauft. Der Warenkorb beträgt dann zwar 30 Euro, die Amazon-Gebühren aber auch gleich mal 10 Euro. Also nach wie vor 33,3%, anstatt 15%  wie man annehmen möchte. Würde der Kunde  1.000 Stück kaufen, würde Amazon demnach leckere 500 Euro Verkaufsprovision kassieren, bei einem Gesamtwert (Verkaufspreis) von lediglich 1.500 Euro.

Umgehen liesse sich dies, indem Händler Produkte unter 3,30 Euro VK einfach nur noch in höheren Versandeinheiten verkaufen würden. Also statt 1 Stück á 1,50 Euro, einfach 3 Stück á 4,50 Euro. Dann würde die gewohnte Kalkulation VK abzgl. 15% Amazon-Gebühr wieder aufgehen. Soweit, so einfach.

Geht aber nicht, da Amazon strikt nach EAN-Code listet. Und jeder EAN-Code ist mit einer – vom Hersteller vorgegebenen – Versandeinheit (VE) verknüpft. Es hilft also nichts, wenn der Händler sein Produkt mit VE = 3 bei Amazon hochlädt. Sofern ein anderer Händler dieses Produkt bereits einzeln (was grundsätzlich richtig ist, wenn der EAN-Code vom Hersteller für 1 Stück vergeben wurde) verkauft, wird das Produkt auch einzeln bei Amazon angeboten.

Folge: Er wird gegenüber dem anderen Händler zu teuer sein, da er ja zum Preis von drei Stück anbietet. Ergo wird er entweder nichts verkaufen oder er muss mit exorbitant hohen Verkaufsgebühren leben.

Lösung:

  1. Beim Lieferanten klären, ob es auch noch andere EAN-Codes für höeher VEs gibt
  2. Mit eigenen EAN-Codes zu arbeiten

Noch etwas? – bin gespannt, wer als erstes einwirft “nicht auf Amazon verkaufen”. ;-)

 

Wie sich Online-Händler im Wettbewerb positionieren und für künftige Anforderungen rüsten

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Gastartikel: Sind die fetten Jahre im E-Commerce vorbei? Medienberichten und aktuellen Untersuchungen zufolge haben die über Jahre hinweg konstanten Umsatzsteigerungen im Online-Handel deutlich abgenommen. Die Wachstumskurve ist in den vergangenen Jahren flacher geworden. Die Geschäfte der 100 größten Online-Shops wachsen laut EHI und Statista nicht mehr so stark wie in den Vorjahren. Darüber hinaus sind die Umsätze und Profite sehr ungleichmäßig verteilt. Amazon und eBay haben den Löwenanteil an den Verkäufen im Online- und Versandhandel. Sie erwirtschaften sechs der 11,1 Milliarden Euro Gesamtumsatz. Allein Amazon hält in Deutschland einen Marktanteil von 80 Prozent.

Besucherzahlen_Online-Shops

Professionalisierung im Sog der Keyplayer

Doch die Mehrheit der kleineren Online-Händler hat deutliche Probleme, eine ausreichende Wertschöpfung zu erreichen und ihren Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten. Vor allem die reinen Online-Händler – die sogenannten Pure Player – haben mit extrem niedrigen Handelsmargen zu kämpfen. Marktexperten wie das Beratungsunternehmen Mücke Sturm gehen davon aus, dass in den meisten Branchen auf lange Sicht nur Raum für zwei große Player sowie einige Nischenanbieter ist.

Zwar bewerten Experten die Marktentwicklung unterschiedlich – jedoch kristallisiert sich übergreifend heraus, dass Online-Händler sich nach der Decke strecken müssen, um auf Dauer wettbewerbsfähig zu bleiben. Denn vor allem die großen Akteure werden ihren Vorsprung weiter ausbauen und den Markt professionalisieren.

Verschiedene Hauptfaktoren sorgen dafür, dass ihr Geschäft immer weiter floriert. So ist es für eine gute Website zunächst einmal wichtig, dass bei ihrer Entwicklung das Verhalten und die Navigationsgewohnheiten der Besucher berücksichtigt werden. Der Online-Shop muss Interessenten anziehen und Anreize für einen Kaufvorgang bieten.

Um dies sicherzustellen, haben sich in den vergangenen Jahren spezialisierte Berufe herausgebildet, welche die Professionalisierung von Online-Shops weiter vorantreiben, unter anderem Datenanalysten, Traffic-Manager, Entwickler von Benutzeroberflächen oder Community-Manager. Doch nur die großen Webseller können es sich leisten, auf das Know-how der Experten zurückzugreifen und die damit verbundenen Wachstumspotenziale auszuschöpfen.

Die Großen werden noch größer

Diese neuen Experten werden für den Erfolg im E-Commerce immer wichtiger. Sie tragen entscheidend dazu bei, dass Online-Shops die kritische Masse von wettbewerbsfähigen E-Commerce-Unternehmen erreichen. Der zunehmende Aufstieg der zentralen Online-Marktplätze illustriert diese Tendenz auf zwei Ebenen:

  • Die Online-Händler entscheiden sich dafür, einen Teil ihres Vertriebs über die großen Plattformen wie Amazon laufen zu lassen, da diese die Phase der Professionalisierung bereits durchlaufen haben.
  • Die Tatsache, dass immer mehr Online-Shops die maßgeblichen Marktplätze nutzen, sichert diesen letztlich ein kontinuierliches Wachstum und sorgt dafür, dass sie noch erfolgreicher werden und der Markt sich noch weiter konsolidiert.

Mit zunehmendem Erfolg wächst der Einfluss der Big Player im Wettbewerb und die technischen Barrieren sowie die Verhandlungen mit Lieferanten für die „Kleinen“ werden schwieriger. So ist Amazon heute einer der größten Post- und Paketdienstleisterkunden und profitiert von den günstigsten Lieferbedingungen.

Kleine Shops haben das Nachsehen, da ihr Versandvolumen geringer ist. Gleichzeitig sind die Kunden anspruchsvoller geworden. Sie erwarten eine umgehende, überwiegend kostenfreie Lieferung ihrer Bestellungen in kürzester Zeit. Kleinere Anbieter haben Mühe, mit diesen Anforderungen Schritt zu halten. (Weiterlesen…)

 

Erfolgsmodell Eigenmarken?

Von: | 20. April 2015 | Vertrieb
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„Nutoka“, „Rio D’Oro“, “Ja!“ & Co.: Den Anfang machten die Supermarkt-Discounter. Sie boten ihren Kunden Produkte mit eigenen Handelsmarken an. Preisgünstiger als vergleichbare Markenartikel bei identischer Qualität wurden die Eigenmarken schnell zu Verkaufsschlagern und zu Alleinstellungsmerkmalen der jeweiligen Supermärkte. Inzwischen setzen auch immer mehr Online-Shops aus diversen Branchen auf Handelsmarken. Und das aus gutem Grund.
Im Online-Handel wird der Wettbewerb von Jahr zu Jahr härter. Die stationären Händler drängen mit eigenen Online-Shops auf den Markt und machen den Pure Playern Konkurrenz. Gleichzeitig wenden sich immer mehr Hersteller mit eigenen Marken-Shops direkt an die Endkunden. Für die Konsumenten ist diese Entwicklung in erster Linie erfreulich: Sie profitieren von einer großen Auswahl an Anbietern, deren Preise sich zudem per Google und Preissuchmaschine bequem vergleichen lassen.

Für viele Online-Händler macht es diese Entwicklung zunehmend schwerer, profitabel zu arbeiten. Der Preiskampf drückt auf die Marge, und die hohe Zahl der Mitbewerber erhöht die Kosten für die Neukundenwerbung. Als Ausweg propagieren viele E-Commerce-Experten, sich mit Alleinstellungsmerkmalen vom Wettbewerb abzugrenzen. Eine Möglichkeit hierbei ist eine Sortimentsergänzung oder sogar eine komplette Sortimentsumstellung auf Eigenmarken – auch Handelsmarken genannt.
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Welche Vorteile bieten Eigenmarken?
Eigenmarken bringen einem Händler gleich mehrere Vorteile:

1. Sie entziehen sich der Vergleichbarkeit
Wer bei Google oder einer Preissuchmaschine nach einem Markenprodukt sucht, bekommt dutzende Treffer von Online-Shops geliefert, die dieses Produkt anbieten. Eigenmarken wie beispielsweise „Amazon Basics“ gibt es hingegen nur bei einem Anbieter.

2. Sie bieten eine höhere Marge
Eigenmarken werden in großen Mengen direkt vom Hersteller bezogen. Die Handelskette ist deutlich kürzer als bei gewöhnlichen Produkten. Das sorgt dafür, dass die Händler mit höheren Margen kalkulieren können.

3. Hersteller können nicht zu Konkurrenten werden
Immer mehr Hersteller steigen online in den Direktvertrieb ein und machen ihrem eigenen Händlernetz so Konkurrenz. Aus Herstellersicht macht solch ein Online-Shop, mit dem man sich direkt an die Endkunden richtet, natürlich Sinn. So sichert man sich einen noch größeren Teil des Margenkuchens. Außerdem profitiert der Online-Shop von der Bekanntheit der Marke. Diese Herstellerkonkurrenz müssen Online-Händler, die Eigenmarken vertreiben, nicht fürchten.

4. Die Kundenbindung steigt
Kunden, die einmal eine günstige Handelsmarke gekauft haben und mit der Qualität zufrieden waren, werden sich bei Folgekäufen mit hoher Wahrscheinlichkeit noch einmal für Produkte dieser Marke entscheiden. Deshalb können Online-Händler mit Eigenmarken die Bindung der Kunden an den Shop steigern.

5. Die Abhängigkeit von Lieferanten wird beendet
Betreiber von kleinen und mittelgroßen Online-Shops sind im großen Maße von ihren Lieferanten abhängig. Diese geben Preise und Lieferkonditionen vor und können diese jederzeit zum Nachteil der Händler ändern. Die Marktmacht der Shop-Betreiber ist in der Regel nicht groß genug, um selbst die Einkaufskonditionen diktieren zu können. Beim Vertrieb von Eigenmarken besteht diese Lieferantenabhängigkeit nicht. Hier wird direkt mit dem Hersteller verhandelt. Gelingt keine Einigung, können die Produkte auch andernorts gefertigt werden. (Weiterlesen…)

 

Zahlen zu Amazon Marketplace Deutschland

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Marketplace Analytics, eine Analyseplattform für Amazon-Händler, wartet mit interessanten Zahlen zu Amazon Marketplace Deutschland auf.

Disclaimer: Der Anbieter weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Zahlen lediglich bestmögliche Schätzungen anhand eigener Erhebungen darstellen.