Aktuelle News

Achtung Amazonfalle Mindestgebühren

Von: | 29. April 2015 | Businessplanung,Vertrieb
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Bekannt ist ja, dass die Amazon-Gebühren für die meisten Produktkategorien bei 15% vom Bruttopreis (also 17,85% vom Netto-Verkaufspreis) liegen. Soweit, so bekannt. Weniger bekannt sind jedoch möglicherweise die Mindestgebühren von 0,50 Euro je verkauften Artikel.

Dies bedeutet, dass bei Produkten unter 3,30 Euro Brutto-Verkaufspreis die Amazon-Gebühr nicht 15% sondern gute gerne das Doppelte oder noch mehr betragen kann. Bei einem Produkt für 1,50 Euro Verkaufspreis, wären es also 33,3% Amazon Verkaufsgebühr.

Da hilft es auch nichts, wenn der Kunden 20 Stück von diesem Artikel auf einmal kauft. Der Warenkorb beträgt dann zwar 30 Euro, die Amazon-Gebühren aber auch gleich mal 10 Euro. Also nach wie vor 33,3%, anstatt 15%  wie man annehmen möchte. Würde der Kunde  1.000 Stück kaufen, würde Amazon demnach leckere 500 Euro Verkaufsprovision kassieren, bei einem Gesamtwert (Verkaufspreis) von lediglich 1.500 Euro.

Umgehen liesse sich dies, indem Händler Produkte unter 3,30 Euro VK einfach nur noch in höheren Versandeinheiten verkaufen würden. Also statt 1 Stück á 1,50 Euro, einfach 3 Stück á 4,50 Euro. Dann würde die gewohnte Kalkulation VK abzgl. 15% Amazon-Gebühr wieder aufgehen. Soweit, so einfach.

Geht aber nicht, da Amazon strikt nach EAN-Code listet. Und jeder EAN-Code ist mit einer – vom Hersteller vorgegebenen – Versandeinheit (VE) verknüpft. Es hilft also nichts, wenn der Händler sein Produkt mit VE = 3 bei Amazon hochlädt. Sofern ein anderer Händler dieses Produkt bereits einzeln (was grundsätzlich richtig ist, wenn der EAN-Code vom Hersteller für 1 Stück vergeben wurde) verkauft, wird das Produkt auch einzeln bei Amazon angeboten.

Folge: Er wird gegenüber dem anderen Händler zu teuer sein, da er ja zum Preis von drei Stück anbietet. Ergo wird er entweder nichts verkaufen oder er muss mit exorbitant hohen Verkaufsgebühren leben.

Lösung:

  1. Beim Lieferanten klären, ob es auch noch andere EAN-Codes für höeher VEs gibt
  2. Mit eigenen EAN-Codes zu arbeiten

Noch etwas? – bin gespannt, wer als erstes einwirft “nicht auf Amazon verkaufen”. ;-)

 

Wie sich Online-Händler im Wettbewerb positionieren und für künftige Anforderungen rüsten

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Gastartikel: Sind die fetten Jahre im E-Commerce vorbei? Medienberichten und aktuellen Untersuchungen zufolge haben die über Jahre hinweg konstanten Umsatzsteigerungen im Online-Handel deutlich abgenommen. Die Wachstumskurve ist in den vergangenen Jahren flacher geworden. Die Geschäfte der 100 größten Online-Shops wachsen laut EHI und Statista nicht mehr so stark wie in den Vorjahren. Darüber hinaus sind die Umsätze und Profite sehr ungleichmäßig verteilt. Amazon und eBay haben den Löwenanteil an den Verkäufen im Online- und Versandhandel. Sie erwirtschaften sechs der 11,1 Milliarden Euro Gesamtumsatz. Allein Amazon hält in Deutschland einen Marktanteil von 80 Prozent.

Besucherzahlen_Online-Shops

Professionalisierung im Sog der Keyplayer

Doch die Mehrheit der kleineren Online-Händler hat deutliche Probleme, eine ausreichende Wertschöpfung zu erreichen und ihren Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten. Vor allem die reinen Online-Händler – die sogenannten Pure Player – haben mit extrem niedrigen Handelsmargen zu kämpfen. Marktexperten wie das Beratungsunternehmen Mücke Sturm gehen davon aus, dass in den meisten Branchen auf lange Sicht nur Raum für zwei große Player sowie einige Nischenanbieter ist.

Zwar bewerten Experten die Marktentwicklung unterschiedlich – jedoch kristallisiert sich übergreifend heraus, dass Online-Händler sich nach der Decke strecken müssen, um auf Dauer wettbewerbsfähig zu bleiben. Denn vor allem die großen Akteure werden ihren Vorsprung weiter ausbauen und den Markt professionalisieren.

Verschiedene Hauptfaktoren sorgen dafür, dass ihr Geschäft immer weiter floriert. So ist es für eine gute Website zunächst einmal wichtig, dass bei ihrer Entwicklung das Verhalten und die Navigationsgewohnheiten der Besucher berücksichtigt werden. Der Online-Shop muss Interessenten anziehen und Anreize für einen Kaufvorgang bieten.

Um dies sicherzustellen, haben sich in den vergangenen Jahren spezialisierte Berufe herausgebildet, welche die Professionalisierung von Online-Shops weiter vorantreiben, unter anderem Datenanalysten, Traffic-Manager, Entwickler von Benutzeroberflächen oder Community-Manager. Doch nur die großen Webseller können es sich leisten, auf das Know-how der Experten zurückzugreifen und die damit verbundenen Wachstumspotenziale auszuschöpfen.

Die Großen werden noch größer

Diese neuen Experten werden für den Erfolg im E-Commerce immer wichtiger. Sie tragen entscheidend dazu bei, dass Online-Shops die kritische Masse von wettbewerbsfähigen E-Commerce-Unternehmen erreichen. Der zunehmende Aufstieg der zentralen Online-Marktplätze illustriert diese Tendenz auf zwei Ebenen:

  • Die Online-Händler entscheiden sich dafür, einen Teil ihres Vertriebs über die großen Plattformen wie Amazon laufen zu lassen, da diese die Phase der Professionalisierung bereits durchlaufen haben.
  • Die Tatsache, dass immer mehr Online-Shops die maßgeblichen Marktplätze nutzen, sichert diesen letztlich ein kontinuierliches Wachstum und sorgt dafür, dass sie noch erfolgreicher werden und der Markt sich noch weiter konsolidiert.

Mit zunehmendem Erfolg wächst der Einfluss der Big Player im Wettbewerb und die technischen Barrieren sowie die Verhandlungen mit Lieferanten für die „Kleinen“ werden schwieriger. So ist Amazon heute einer der größten Post- und Paketdienstleisterkunden und profitiert von den günstigsten Lieferbedingungen.

Kleine Shops haben das Nachsehen, da ihr Versandvolumen geringer ist. Gleichzeitig sind die Kunden anspruchsvoller geworden. Sie erwarten eine umgehende, überwiegend kostenfreie Lieferung ihrer Bestellungen in kürzester Zeit. Kleinere Anbieter haben Mühe, mit diesen Anforderungen Schritt zu halten. (Weiterlesen…)

 

Wettbewerbsanalyse Preisvorteile sichern

Erfolgsmodell Eigenmarken?

Von: | 20. April 2015 | Vertrieb
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„Nutoka“, „Rio D’Oro“, “Ja!“ & Co.: Den Anfang machten die Supermarkt-Discounter. Sie boten ihren Kunden Produkte mit eigenen Handelsmarken an. Preisgünstiger als vergleichbare Markenartikel bei identischer Qualität wurden die Eigenmarken schnell zu Verkaufsschlagern und zu Alleinstellungsmerkmalen der jeweiligen Supermärkte. Inzwischen setzen auch immer mehr Online-Shops aus diversen Branchen auf Handelsmarken. Und das aus gutem Grund.
Im Online-Handel wird der Wettbewerb von Jahr zu Jahr härter. Die stationären Händler drängen mit eigenen Online-Shops auf den Markt und machen den Pure Playern Konkurrenz. Gleichzeitig wenden sich immer mehr Hersteller mit eigenen Marken-Shops direkt an die Endkunden. Für die Konsumenten ist diese Entwicklung in erster Linie erfreulich: Sie profitieren von einer großen Auswahl an Anbietern, deren Preise sich zudem per Google und Preissuchmaschine bequem vergleichen lassen.

Für viele Online-Händler macht es diese Entwicklung zunehmend schwerer, profitabel zu arbeiten. Der Preiskampf drückt auf die Marge, und die hohe Zahl der Mitbewerber erhöht die Kosten für die Neukundenwerbung. Als Ausweg propagieren viele E-Commerce-Experten, sich mit Alleinstellungsmerkmalen vom Wettbewerb abzugrenzen. Eine Möglichkeit hierbei ist eine Sortimentsergänzung oder sogar eine komplette Sortimentsumstellung auf Eigenmarken – auch Handelsmarken genannt.
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Welche Vorteile bieten Eigenmarken?
Eigenmarken bringen einem Händler gleich mehrere Vorteile:

1. Sie entziehen sich der Vergleichbarkeit
Wer bei Google oder einer Preissuchmaschine nach einem Markenprodukt sucht, bekommt dutzende Treffer von Online-Shops geliefert, die dieses Produkt anbieten. Eigenmarken wie beispielsweise „Amazon Basics“ gibt es hingegen nur bei einem Anbieter.

2. Sie bieten eine höhere Marge
Eigenmarken werden in großen Mengen direkt vom Hersteller bezogen. Die Handelskette ist deutlich kürzer als bei gewöhnlichen Produkten. Das sorgt dafür, dass die Händler mit höheren Margen kalkulieren können.

3. Hersteller können nicht zu Konkurrenten werden
Immer mehr Hersteller steigen online in den Direktvertrieb ein und machen ihrem eigenen Händlernetz so Konkurrenz. Aus Herstellersicht macht solch ein Online-Shop, mit dem man sich direkt an die Endkunden richtet, natürlich Sinn. So sichert man sich einen noch größeren Teil des Margenkuchens. Außerdem profitiert der Online-Shop von der Bekanntheit der Marke. Diese Herstellerkonkurrenz müssen Online-Händler, die Eigenmarken vertreiben, nicht fürchten.

4. Die Kundenbindung steigt
Kunden, die einmal eine günstige Handelsmarke gekauft haben und mit der Qualität zufrieden waren, werden sich bei Folgekäufen mit hoher Wahrscheinlichkeit noch einmal für Produkte dieser Marke entscheiden. Deshalb können Online-Händler mit Eigenmarken die Bindung der Kunden an den Shop steigern.

5. Die Abhängigkeit von Lieferanten wird beendet
Betreiber von kleinen und mittelgroßen Online-Shops sind im großen Maße von ihren Lieferanten abhängig. Diese geben Preise und Lieferkonditionen vor und können diese jederzeit zum Nachteil der Händler ändern. Die Marktmacht der Shop-Betreiber ist in der Regel nicht groß genug, um selbst die Einkaufskonditionen diktieren zu können. Beim Vertrieb von Eigenmarken besteht diese Lieferantenabhängigkeit nicht. Hier wird direkt mit dem Hersteller verhandelt. Gelingt keine Einigung, können die Produkte auch andernorts gefertigt werden. (Weiterlesen…)

 

Zahlen zu Amazon Marketplace Deutschland

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Marketplace Analytics, eine Analyseplattform für Amazon-Händler, wartet mit interessanten Zahlen zu Amazon Marketplace Deutschland auf.

Disclaimer: Der Anbieter weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Zahlen lediglich bestmögliche Schätzungen anhand eigener Erhebungen darstellen.

 

Neue Option bei eBay: „nicht mehr vorrätig“

Von: | 8. Januar 2015 | Vertrieb
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eBay sagt Transaktionsmängeln bei Angeboten der Kategorie Gültig bis auf Widerruf den Kampf an. Mit der Option „nicht mehr vorrätig“ will der Online-Marktplatz diese Mängel reduzieren. Die neue Funktion bringt Händlern viele Vorteile, sie birgt aber auch eine Kostenfalle.

Die Vorteile im Überblick:

  • Die Verkaufshistorie des Artikels bleibt erhalten. Somit ist ersichtlich: Wie oft wurde der Artikel bereits verkauft, wie viele Kunden interessieren sich dafür?
  • Die Position in eBay-Suchergebnissen verbessert sich.
  • Die Artikelnummer bleibt bestehen und der Link verfällt nicht, was sowohl gut für Sichtbarkeit bei Google, als auch die Verbreitung des Angebots im Netz allgemein ist.

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Lieferant wehrt sich gegen Amazon und bringt dass Jeff-Messer auf den Markt

Von: | 6. November 2014 | Vertrieb
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Dass es zwischen Amazon und Händler bzw. Lieferanten nicht immer ganz reibungslos abläuft, ist vielfach geschildert. Die Vorwürfe, wie der amazon watch-blog heute berichtet, welche ein Direktimporteur von Kochmessern auf seiner Protestseite „Jeff das Messer“ gegen Amazon erhebt und die teilweise offenbar vom Landgericht Regensburg in einem Urteil anerkannt wurden, wiegen jedoch schwer. Demnach soll sich Amazon auf mindestens fragwürdige Weise Zugriff auf ein von ihm importierten Messer verschafft haben, um selbst daran zu verdienen.

Betitelt als Wirtschaftskrimi, schildert Messer-Importeur Christian Romanowski in sieben Akten seine Erfahrungen mit Amazon, auf der Seite http://jeff-das-messer.de/ (Weiterlesen…)

 

Quo vadis Click & Collect – muss der Omni-Channel Hype vom Kunden her neu gedacht werden?

Von: | 15. Oktober 2014 | Vertrieb
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(Gastartikel von Speed4Trade): Multi-Channel, Cross-Channel, Omni-Channel, die Berichte überschlagen sich mit Channel-Superlativen, dass einem schwindlig wird. Doch was steckt eigentlich dahinter? Und was hat der Kunde davon? Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, kommt man um eine kurze Definition der Begriffe nicht herum. Mehr-Kanal Handel, sprich Multi-Channel gab es eigentlich schon immer. Vor allem der Verkaufskanal Internet wurde dabei in der Vergangenheit oft als eigene Geschäftseinheit geführt. Silodenken der Abteilungen war die Folge. Der Kunde konnte seinen online gestarteten Kaufwunsch nicht offline im stationären Ladengeschäft fortsetzen und umgekehrt. Integration Fehlanzeige.

speed4tradeEine Omni-Channel-Strategie ist die konsequente Weiterentwicklung. Der von Forrester Research geprägte Begriff legt nun den Schwerpunkt auf die »Customer Experience« aus der Sicht des Kunden. Alle Kanäle sollen »Omni-«präsent und einheitlich sein: Online-Shop, Mobile, Kiosk-Systeme, Filiale und natürlich alle Social Media Kanäle. Der Kunde entscheidet wo er kauft, wie er kauft und wann er kauft. Ziel ist es, dem Kunden auf seiner »Customer Journey« beim Shopping ein perfektes Einkaufserlebnis zu gestalten – und ihn möglichst nicht an die Konkurrenz zu verlieren. Er soll auf allen Kanälen nur beste Erfahrungen machen, denn  »Experience« heißt eben nicht nur Erlebnis, sondern auch Erfahrung. Und gute Erfahrungen führen zu Vertrauen, aber dazu später mehr. (Weiterlesen…)

 

TV greift Amazons Geschäftsgebaren gegenüber Marketplace-Händler auf

Von: | 6. Oktober 2014 | Vertrieb
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Während kürzlich eine TV-Produktionsfirma (Ex-)Amazon-Händler für eine geplante ZDF-Reportage suchte,  ist ARD schon weiter und berichtete im Rahmen des plusminus-Formats, wie Marketplace-Händler von Amazon an die Kandare genommen und ggf. ausgebootet werden, indem Amazon erfolgreiche Produkte seiner Händler selbst verkauft. Diese “Gerüchte” kursieren ja bereits seit Jahren in der Branche. Soweit nichts Neues also. Ebenso wenig neu, das zynische Statement Amazons dazu, dass jeder die erfolgreichsten Amazon-Produkte doch selbst einsehen könne. Der Forderung von Interessenvertretern, das Kartellamt müsse hier regulierend einschreiten, wurde der Reportage zufolge übrigens von diesem eine Abfuhr erteilt.

Interessant jedoch durchaus, dass Amazon nun auch hinsichtlich seiner Händlerbeziehung in die Aufmerksamkeit der Medien gerät. Ob sich dadurch etwas für die Amazon-Händler ändert, bleibt getrost dahingestellt. Hier geht es zur Reportage in der ARD Mediathek.

Warum man den Kampf gegen Amazon & Co. nicht gewinnen, aber trotzdem erfolgreich sein kann, erläutert kürzlich Frank Noack von Happyshops in einem Interviewgespräch für die erste Ausgabe unseres kostenlosen Online-Händlermagazins shopanbieter to go.

 

 

Vision bepado – Betriebssystem für den E-Commerce

Von: | 25. August 2014 | Shopsysteme,To go,Vertrieb
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Facebook, Xing und Co. setzten bereits früh konsequent auf die Vernetzung ihrer Nutzer und der von ihnen erzeugten Daten – diese Funktion des Web als Plattform hat sich bislang im E-Commerce noch nicht durchgesetzt. Bereits im Oktober 2010 wunderten wir uns in unserem Trendbuch „Handel im Wandel – so nutzen Hersteller und Händler ihre Chancen“, dass man im E-Commerce von einer Adaption der Funktionsprinzipien des Web 2.0 noch weit entfernt ist.

Sämtliche gängigen Shopsysteme verfügen über eine Vielzahl an Schnittstellen u.a. zu Warenwirtschaftslösungen, Bezahldienstleistern und Logistikern. Schnittstellen zwischen den Shops sind jedoch noch lange nicht gängig. Das mag auf den ersten Blick vielleicht auch paradox klingen – schließlich ist es ja das Ziel der meisten E-Commerce-Betreiber, sich von ihrem Wettbewerbsumfeld abzugrenzen.

Doch gerade wenn es um die sich rapide ausbreitenden Hersteller- und Markenshops geht, hat man es oft nicht mit einer direkten Konkurrenz zu tun. Vielmehr würde die Einbindung des Sortiments der Hersteller das eigene Onlineangebot merklich attraktiver machen.

Clusterbildung für wirtschaftlichen Mehrwert

Heutzutage geht es bei der Shop-Integration vor allem noch um die Erweiterung des Sortiments von Onlineshops oder Shopping-Plattformen durch die Einbindung des Portfolios von Drittanbietern. In einem weiteren Schritt ist jedoch das Entstehen ganzer Shop-Netzwerke denkbar, bei denen sich Onlineshops autonom zu einem Cluster an thematisch komplementären E-Commerce-Angeboten zusammenschließen.

Der Zusammenschluss von Onlineshops muss grundsätzlich einen handfesten wirtschaftlichen Mehrwert für alle Parteien herbeiführen. Der Hauptnutzen eines Netzwerks liegt darin, die einzelnen Shops für die Kunden leichter zugänglich zu machen. Aus den einzelnen Webshops entsteht auf diese Weise eine Art „virtuelle Shopping-Mall“.

Am stärksten von dem Netzwerk profitieren dabei jedoch nicht unbedingt die Shops mit dem breitesten Kunden-Appeal. Vielmehr sind es gerade E-Commerce-Angebote, die sich eher am Rand des Netzwerks bewegen, die durch das Netzwerk-Prinzip die größten Erleichterungen im Hinblick auf den Zugang zum Kunden erzielen. In letzter Konsequenz erlauben es Shop-Netzwerke den beteiligten Händlern, die Abhängigkeit von Google oder Preisvergleichsportalen zu verringern und selbst gewissermaßen eine intermediäre Funktion zu übernehmen. (Weiterlesen…)

 

idealo mit neuem Marktplatz-Konzept?

Von: | 13. August 2014 | Marketing,Vertrieb
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(Pressemitteilung): Bei der täglichen Analyse von Millionen Produkt- und Preisdaten im E-Commerce sind die Datenexperten von PreisAnalytics auf eine spannende Entwicklung gestoßen. Deutschlands führende Preissuchmaschine www.idealo.de spielt mit dem Gedanken, sich zu einem Marktplatz zu entwickeln. „Nicht nur unsere internen Datenanalysen, sondern auch Gespräche mit Kunden zeigen, dass sich idealo mit einem möglichen Marktplatz-Konzept auseinandersetzt“, sagt Stefan Bures, Geschäftsführer PreisAnalytics.

Ein erster Test des neuen Konzepts ist bereits seit mehreren Wochen live. So können die Produkte einiger Händler bereits heute über den idealo-Marktplatz erworben werden. Dazu zählen u.a. Angebote der Gardena Premium Gartenschere BP 50 und des Gira Rauchmelder Dual Vds (siehe Screenshots unten). (Weiterlesen…)