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Lösungsanbieter und Agenturen machen dieselben Fehler wie Shop-Betreiber

Von: | 9. November 2016 | Artikel & Interviews,Vertrieb
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Anbieter und Dienstleister unserer Zunft verstehen oft nicht, warum Shop-Betreiber dieses oder jenes nicht machen um erfolgreicher zu sein. Dabei machen sie meist genau dieselben Fehler. Beispielsweise indem sie nicht auf ihre Zielgruppe eingehen oder Altkunden vernachlässigen.

Wir hatten ja bereits im ersten Teil dieser kleinen Artikelreihe skizziert, dass sich viele Lösungsanbieter und Dienstleister in unserer Branche oftmals selbst im Weg stehen. Diese gehen in der Regel einfach davon aus, dass sich ein gutes Produkt, eine gute Leistung von selbst verkauft.

Wie dies aber gelingen soll, ist mir immer noch nicht klar. Sollen die Online-Händler in den Suchmaschinen nach „beste Lösung für mehr Umsatz“ suchen? Und der künstlichen Intelligenz von Google und Co. wird dann zu Dank natürlich deren Webseite ganz oben als erstes Suchergebnis angezeigt, oder wie?

An dieser Stelle fällt mir dann immer die Situation von Intershop Ende der Neunziger, also Ende des vergangenen Jahrtausends, ein. Dies war quasi die Blütezeit der Jenaer Software und dessen Vorzeigegründer Stephan Schambach wurde überall als Paradebeispiel des erfolgreichen ostdeutschen Unternehmers rumgereicht.

Intershop war praktisch das Nonplusultra. Es galt für dieser Zeit als die beste Shop Software in Deutschland. Otto Normalverbraucher dachte wahrscheinlich, dass Intershop das Betriebssystem und Voraussetzung für jeden Onlineshop war. Denn auch wenn die Wenigsten zu diesem Zeitpunkt etwas mit E-Commerce anfangen konnten, Intershop und Stephan Schambach kannte fast jeder.

Dumm nur, dass Intershop vermutlich nie das beste Shopsystem war. Openshop aus Neu-Ulm bspw. spielte in derselben Liga (Enterprise) und war meines Erachtens besser, ausgereifter und günstiger. Aber woran lag es wohl, dass Openshop in der Außenwahrnehmung gegenüber Intershop so abfiel?

In meiner Erinnerung war Openshop ganz einfach der Prototyp der deutschen Ingenieurskunst: hervorragendes Produkt, vermutlich gepaart mit einer ungesunden Prise Understatement. Zumindest sind sie nie lautsprecherisch aufgetreten. Das gute Produkt sollte für sich sprechen bzw. das Marketing machen.

microphone_unsplash_pixabay_300Pustekuchen, diese Marketingstrategie hat schon damals nicht geklappt. Stattdessen ging Intershop durch die Decke. Denn deren Mitgründer Stephan Schambach hatte kein Problem damit, sich selbst sehr erfolgreich (und intensiv) zu vermarkten und auch nicht damit, Intershop als die beste aller besten Lösungen darzustellen. Auch beim Vertrieb stellte sich Intershop meiner Beobachtung sehr viel cleverer, sehr viel amerikanischer an. Intershop machte es einfach, auch wenn nicht alle Funktionen der Software ausgereift waren, sie wurde an den Mann gebracht und verkauft. Und Openshop konnte schauen, wo sie mit ihrer Lösung blieben*.

Nachtrag vom 15.11.16: Mir wurde plausibel dargelegt, dass es wahrscheinlich, wie immer, nicht so einfach ist, wie dargestellt.

Doch auch wenn mir das Intershop-Gedöns damals zu viel war, habe ich zumindest eines gelernt: Nicht das beste, sondern das lauteste Produkt gewinnt. (Weiterlesen…)

 

Warum die meisten Lösungsanbieter und Dienstleister in unserer Branche scheitern

Von: | 26. Oktober 2016 | Artikel & Interviews,Vertrieb
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Eine gute Lösung, ein gutes Produkt zu haben, nützt nichts, wenn es niemand kennt. Die zweiteilige Artikelreihe beleuchtet, warum so viele E-Commerce Lösungsanbieter scheitern und wie es besser geht.

Wir begleiten nun bereits seit über 15 Jahren die Branche, den E-Commerce Markt, intensiv und stellen fest: Quasi jede Woche kommt in Deutschland mindestens eine gute Lösung oder Dienstleistung im E-Commerce auf den Markt. Dennoch schafft es kaum eines dieser Produkte sich zu etablieren. Die meisten gehen sang- und klanglos unter, ohne dass man von ihnen Notiz genommen hätte.

Die häufigsten Fehler die gemacht werden, sind dabei typisch deutsche Tugenden: Hervorragende Ingenieurskunst, gepaart mit dem unglückseligmachenden Drang nach Perfektion und einer ungesunden Prise Understatement. Dazu kommt dann der Irrglaube, ein gutes Produkt würde sich von alleine durchsetzen.

Dabei ist die Realität ganz einfach:

Nicht das beste, sondern das lauteste Produkt gewinnt!

Natürlich muss das Produkt für den Kunden, in unserem Fall dem Händler, einen Nutzen bieten. Und dies möglichst gut. Dann aber geht es darum, dass die Welt davon erfährt. Diesen Fehler machen übrigens nicht nur junge Start-ups, sondern faszinierenderweise auch etablierte Unternehmen bei der Einführung neuer Produkte. Diese schaffen es dann zwar ihren bestehenden Kundenstamm mit der neuen Lösung zu beglücken, aber mehr auch nicht.

Es ist beinahe schon unglaublich, wie diese Unternehmen, ob nun jung oder alt, ihre Potentiale teilweise auch aus reiner Überheblichkeit liegen lassen.

Wir haben uns zu diesem Dilemma mit Arne Vogt, Gründer der Vertriebsstrategieberatung ARTAVO, unterhalten. Und wollten von ihm wissen, ob nur wir die IST-Situation so einschätzen oder ob er schon ähnliche Erfahrungen gemacht hat. ARTAVO begleitete bereits viele Unternehmen bei der Einführung von Lösungen und Dienstleistungen in der E-Commerce Branche und kann hier auf langjährige Erfahrung zurückgreifen. (Weiterlesen…)

 

Marktplatzreport: Überraschendes Ergebnis beim Traffic-Vergleich Amazon und eBay

Von: | 24. Oktober 2016 | Vertrieb
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Eine Auswertung der geschätzten Traffic-Zahlen von Amazon und eBay zeigen ein überraschend enges Rennen, wenn es um die Interessengewinnung für die jeweils angeschlossenen Händler geht.

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Da weder Amazon noch eBay konkrete Zahlen veröffentlichen, greifen wir für einen Traffic-Vergleich auf die mittlerweile meist erstaunlich treffsicheren Zahlen von Similarweb zurück.

Auf dem ersten Blick scheint es eine klare Sache zu sein. Amazon.de (408,3 Mio.) erzielt monatlich 70% mehr Traffic für seine Seiten als Gegenspieler eBay.de (240,1 Mio.).

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Auffallend noch, dass die beiden Marktplätze wiederum bei den Page Views je Visit und der Bounce Rate nah zusammen liegen, während bei der durchschnittlichen Verweildauer eBay die Nase vorne hat.

Dies wiederum, kann mehrere Gründe haben. Aber bevor wir hier zu sehr mutmaßen, lassen wir es lieber. Interessanter ist sowieso eine andere Betrachtung.

Nicht jeder Kunde kommt beim Händler an

Denn der bisherige Vergleich hilft Händlern zur Potenzialeinschätzung ja nur bedingt weiter. So betreibt Amazon einerseits ja auch selbst Handel und andererseits tummeln sich bei eBay auch private Verkäufer und Angebote. Diese Anteile müssen also rausgerechnet werden, da sie den am jeweiligen Marktplatz angebundenen Händlern keinen Umsatz bringen.

eBay spricht im aktuellen Handels-Update davon, dass 87% des Handelsvolumens weltweit über Festpreisangebote erwirtschaftet wird und dass 81% der bei eBay weltweit verkauften Produkte Neuware ist.

Wikipedia geht davon aus, dass jeder zweite Verkauf von gewerblichen Verkäufern getätigt wurde. Diese Aussage ist aber Stand 2010 oder sogar älter.

Daher gehe ich mal ganz nonchalant davon aus, dass dreiviertel der eBay-Verkäufe von gewerblichen Verkäufern abgewickelt werden. Das mag jetzt richtig sein oder auch nicht. Unsere Schätzung wird der Realität jedoch zumindest sehr nahekommen. Denn natürlich werden Neuware und Festpreisartikel überproportional häufig von gewerblichen Verkäufern angeboten.

Für Amazon schätzt man übrigens, dass 45% des Umsatzes Marketplace-Händlern zu Gute kommt. Diese Zahl können wir als einigermaßen gesichert annehmen. (Weiterlesen…)

 

Hintergründe zum Einstieg von idealo bei Crowdfox

Von: | 21. September 2016 | Artikel & Interviews,Vertrieb
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idealoDer Tag beginnt mit einem Paukenschlag, als bekannt wird,
dass sich idealo an Crowdfox beteiligt. Dies ist insofern delikat, da Crowdfox direkter Wettbewerber von idealos Händlerkunden ist. Wir haben mit idealo nach den Hintergründen des Deals gesprochen und stellen bereits erste Auswirkungen fest.

Denkt man in der Branche an Crowdfox, fallen einem im ersten Moment sofort wieder Schlagzeilen wie „Unrühmliche Geschäftspraktiken bei Crowdfox?“ oder „Vorsicht: Crowdfox handelt illegal und ordnungswidrig!“ ein. Dabei ist Crowdfox doch als selbsternannter Amazon-Jäger angetreten, um Händlern und Endkunden gleichermaßen Gutes zu tun. Händler sollten vom Joch Amazons befreit und Endkunden mit günstigen Preisen beglückt werden.

Es scheint jedoch ganz so, als sei Crowdfox bei Online-Händlern nicht sonderlich beliebt. Und wenn man sich die letzten Kundenbewertungen auf idealo für Crowdfox ansieht, scheinen auch die Käufer sehr unzufrieden zu sein. Die überwiegende Mehrheit gab Crowdfox in den letzten Wochen die schlechteste Bewertung von nur einem Stern und äußerte deutlich ihre Unzufriedenheit. Mit anderen Worten: Bei Amazon wäre der Händler Crowdfox wohl schon längst rausgeflogen.

Händler befürchten Datenklau

Uns erreichen jetzt schon Mails von Händlern zu idealos Einstieg bei Crowdfox. Hierin wird die künftige Neutralität idealos hinterfragt und befürchtet, dass ihre Daten am Ende bei Crowdfox landen und sie dieser dadurch stets unterbieten könne.

Wir haben mit Philipp Schrader, Leiter Vertrieb bei idealo, gesprochen und nach den Hintergründen des Deals mit Crowdfox gefragt. (Weiterlesen…)

 

Einspruch: Wetten, dass es so mit Shopware Connect wieder nichts wird?

Von: | 16. September 2016 | Einspruch,Vertrieb
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shopware-connectDas Shop-Netzwerk Shopware Connect geht nochmal an den Start. Trotz der hohen Teilnehmerzahlen zum Start, glaube ich im aktuellen Status quo nicht an einen durchschlagenden Erfolg: Technisch ist es top, aber am Konzept muss noch nachgebessert werden.

Als ich im April 2011 erstmals von dem Shopware Connect-Projekt hörte, war ich begeistert. Schien doch meine bereits ein paar Jahre vorher erstellte Blaupause eines Shop-Netzwerkes Wahrheit zu werden.

Zwei Namenswechsel und sicherlich etliche Entwickler-Mannmonate später, erblickte Shopwares Vernetzungsplattform für Händler zwei Jahre später dann unter dem Namen Bepado das Licht der Welt. Ich war immer noch begeistert, sah es jedoch damals bereits eher als Plattform für die Kommunikation und den Datenaustausch zwischen Hersteller, Händler und ggf. Publisher.

An das Händler-Händler-Ding glaube ich nicht und habe es nie getan, siehe meine seinerzeitige Einschätzung:

Hier werden sich viele Themen auftun, auf die schnell und adäquat reagiert werden muss. Beispielsweise, wenn ein Händler seine zugesagten Lieferzeiten nicht einhält, Retouren schlecht oder gar nicht abwickelt und sich dies geschäftsschädigend auf den Partnerhändler auswirkt. Oder wie hält man sich schadlos, wenn mir der Partnershop abmahnfähige Produktdaten bereitstellt?

Generell scheinen die Händler als künftige Nutzer der größte Unsicherheitsfaktor zu sein. Sehen sie vor allem die Chancen, die sich daraus ergeben oder schauen sie ausschließlich auf die durchaus vorhandenen Risiken und Herausforderungen?

Gleichzeitig, ist jedoch noch völlig offen welche Anwendungsbereiche sich, quasi als Nebeneffekt, aus Bepado ergeben.

Nachdem das Projekt für die Öffentlichkeit in letzter Zeit dahindümpelte, geht Shopware Connect jetzt nochmals an den Start. Und kann durchaus mit Erfolgszahlen aufwarten: „… bereits in den ersten Tagen haben sich über 700 Nutzer angemeldet und mehr als 30.000 Produkte hochgeladen.

Wird aber diesmal so wieder nicht klappen

Ich schätze Shopware als innovative Shop Software-Schmiede, liebe jeden einzelnen meiner Shopware-Kontakte und freue mich jedes Jahr auf den Shopware Community Day bzw. seine legendäre Strandparty. Aber warum sie jetzt schon seit Jahren ein totes Pferd reiten, kann ich nicht nachvollziehen. Wobei in diesem Fall das Pferd ja nicht mal tot ist. Nur reiten sie es dauernd in einem Canyon ohne Ausgang und glauben dabei in der freien Prärie zu sein.   (Weiterlesen…)

 

Hohe Anmeldezahlen nach Shopware Connect Start

Von: | 15. September 2016 | Marketing,Vertrieb
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Pressemitteilung: Der Shopsoftware Hersteller Shopware hat die Händlerplattform „Connect“ gelauncht. Das münsterländische Unternehmen realisiert damit eine Vision, an der über mehrere Jahre gearbeitet wurde und die in der Szene hohe Wellen schlägt – bereits in den ersten Tagen haben sich über 700 Nutzer angemeldet und mehr als 30.000 Produkte hochgeladen. Connect ist fester Bestandteil von Shopware und soll Händler, Lieferanten und Hersteller einfach miteinander vernetzen, damit diese gemeinsam mehr Erfolg haben.

„Im modernen Onlinehandel sichern sich wenige große Player immer mehr Marktanteile. Den kleinen und mittelständischen Unternehmen bereitet das natürlich Probleme. Diese Entwicklung beschäftigt uns bei der shopware AG seit einigen Jahren. Da wir für ein breitgestreutes, vielfältiges Onlineshop Ökosystem eintreten, haben wir bereits früh begonnen, über Lösungen nachzudenken und daran zu arbeiten“, so Sebastian Hamann, Vorstand der shopware AG. Herausgekommen ist dabei Shopware Connect. „Mit Connect wollen wir vor allem kleinen und mittelständischen Händlern eine Möglichkeit geben, sich zu vernetzen um sich so am Markt zu behaupten. Generell können sich aber Händler, Lieferanten und Hersteller aller Größen verbinden, um voneinander zu profitieren“, so Hamann. Dabei fußt das Netzwerk auf drei Säulen:
  • Connect ist fester und kostenloser Bestandteil von Shopware und ab der Version 5.2.6 bereits im Backend integriert.
  • Nutzer können schnell und sicher neue Geschäftsbeziehungen aufbauen.
  • Mit Connect können Händler einfach und risikolos ihr Sortiment erweitern.

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eBay Buybox (Top Pick)

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eBay macht scheinbar mit ihrer Buybox ernst, auch wenn sie es „Top Pick“ nennen. Es wurde ja bereits seit langem kolportiert, dass eBay demnächst sein Produktlisting deutlich an Amazon annähern würde. Befürchtet wird, dass verschiedene Anbieter ein und desselben Produkts in eine Produktdetailseite zusammengeführt würden. Derzeit bietet jeder Händler dieses Produkts auf einer eigenen Seite an. Dies hat für Händler den Vorteil, dass diese Seite ein eigenes Layout, nämlich ihres, hat und auch die Produktbeschreibung von jedem Händler völlig individuell angelegt werden kann.

Gut für Händler, meist nervig für Kunden. Schließlich haben sie die Aufgabe, sich aus der Vielzahl an Händlerangeboten, das für sie passendste rauszusuchen. Nach welchen Faktoren, wie Preis, Lieferzeit oder seriöser Eindruck, diese Entscheidung auch immer getroffen wird.

Sollte eBay ihre Buybox bzw. Top Pick analog zu Amazon einführen, hat dies auf den ersten Blick für Händler erst einmal nur Nachteile. Kein individuelles Branding und keine eigenen Produktbeschreibungen, also Positionierung mehr möglich. Er kann sich also nicht mehr durch professionelles Auftreten etc. vom Wettbewerb abheben. Dies trifft natürlich vor allem Händler, die sich mit Standardprodukten gegen viele Wettbewerber messen müssen.

Der Händler würde dann, wie bei Amazon, quasi in der grauen Masse der anonymen Anbieter verschwinden und müsste sich vor allem über den Preis positionieren. Dies führt unweigerlich zum Preiskampf, den immer der Marktplatz gewinnt, auch wenn sie gar nicht mitmischen. Ein weiterer großer Nachteil ist, dass man als Händler nur sehr bedingt Einfluss auf die Produktbeschreibung, den Artikelnamen und Bilder hat, sofern es das Produkt bereits von einem anderen Händler bei Amazon gibt. Machte dieser schlechte oder schlicht falsche Angaben zum Produkt, muss der Händler versuchen in einem aufwendigen Prozess Amazon von diesen Fehlern zu überzeugen. Die Folge: Evtl. wird das Produkt über Amazon, wegen der schlechten Darstellung, gleich gar nicht bzw. kaum verkauft. (Weiterlesen…)

 

Fyndiq legt Markteintritt in Deutschland auf Eis

Von: | 12. April 2016 | Marketing,Vertrieb
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Das hatten sich die Schweden sicherlich einfacher vorgestellt als sie im Juni vergangenen Jahres ihr Erfolgsmodell aus dem Heimatmarkt nach Deutschland brachten. Heute gaben sie bekannt, die Einführung auf dem deutschen Markt vorerst auf Eis zu legen. Stattdessen soll der grenzüberschreitende Handel für deutsche Händler erleichtert werden.

fyndiq1-350pxIch hatte mich ob der Ankündigung, „eine vernünftige Alternative zu den Marktführern“ werden zu wollen, indem sie auf ihrem Portal vor allem Schnäppchen offerieren, schon gewundert. Aber na gut, klappern gehört ja zum Handwerk. Wir haben bis dato aber dennoch noch nie über Fyndiq berichtet, da aus meiner Sicht für unseren Markt bisher noch nicht relevant war.

Über die Gründe des Rückzugs schweigt sich Fyndiq zwar aus, es ist aber davon auszugehen, dass sich sowohl zu wenig Endkunden als auch Händler für Fyndiq interessierten.

Trotzdem schade, dass es nicht geklappt hat. Konkurrenz belebt ja das Geschäft und die Händler können sich über Absatzalternativen zu Amazon und eBay grundsätzlich nur freuen. Kritiker mögen mir da natürlich wieder widersprechen, halten sie Marktplätze doch per se für den Feind eines jeden Online-Händlers. Das sehe ich aber deutlich differenzierter, da es für nicht wenige Händler sicherlich günstiger ist über Marktplätze zu verkaufen als Marketing und Zahlungsabwicklung selbst zu stemmen. Und für andere wiederum macht es halt mehr Sinn sich auf seinen eigenen Online-Shop zu konzentrieren.

Doch zurück zu Fyndiq. Diese haben sich entschieden, sich auf den schwedischen Heimatmarkt zu konzentrieren. Fyndiq ist seit sechs Jahren auf dem schwedischen eCommerce-Markt tätig und hat sich in diesen Jahren als führender Marktplatz mit einem Wachstum von 60 % in den letzten Jahren etabliert. (Weiterlesen…)

 

SEO: Amazon wird zum neuen Google

Von: | 4. April 2016 | Marketing,To go,Vertrieb
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Nicht nur Google hat einen eigenen Algorithmus für seine Suche. Auch Amazon sortiert die Suchergebnisse – in diesem Fall Produkte – nach eigenen Regeln. Diese Regeln hat der E-Commerce-Riese einmal mehr geändert. Darauf sollten Händler reagieren, denn der Online-Marktplatz wird immer mehr zum ersten Anlaufpunkt bei der Suche beim Online-Shopping. Laut einer Studie des ECC Köln und hybris software starteten bereits Anfang vergangenen Jahres ein Drittel Bild Amazon dominiert bei der Online-Produktrechercheder deutschsprachigen Internetnutzer ihre Produktrecherche bei Amazon – das sind bereits mehr als doppelt so viele wie bei Google. Neben der Suchmaschinenoptimierung wird der Online-Marktplatz damit also quasi zur neuen Suchmaschine.

Warum dies so wichtig ist? Viele Händler erwirtschaften inzwischen einen gehörigen Anteil ihres Umsatzes über Amazon. Sie haben laut shopanbieter.de allein im Jahr 2014 rund 5,4 Mrd. Euro über den Marketplace umgesetzt – eine beträchtliche Summe, die vergangenes Jahr mit Sicherheit gestiegen ist. Genaue Zahlen liegen dazu aber noch nicht vor.

Hilfe naht

Wie genau Marketplace-Händler ihre Produkte Schritt für Schritt für die Suche bei Amazon optimieren können, zeigt die aktuelle Ausgabe des Online-Händlermagazins shopanbieter to go. Der umfassende Leitfaden zum Thema SEO für Amazon füllt die Wissenslücke mit praxisnahen Handlungsempfehlungen und einer konkreten Fallstudie zur Rankingoptimierung.

Dieser Ratgeber mit der konkreten Schritt-für-Schritt-Anleitung soll vor allem zwei Herausforderungen bewältigen: Erstens gibt es einfach noch relativ wenige Agenturen, Kongresse und Tools, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Zweitens fehlt es vielen Händlern am entsprechenden Knowhow. Denn viele Marketplace-Anbieter setzen Amazon-Optimierung mit Preissenkungen gleich. Dem ist aber nicht so. (Weiterlesen…)

 

Verkauf über Amazon kann auch mal 250% und mehr kosten

Von: | 8. März 2016 | Vertrieb
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Wir haben ja letzte Woche darauf hingewiesen, dass sich die Amazon Verkaufsgebühren stets auf den Bruttowert beziehen. So werden aus 15 Prozent auf den Bruttowert in Wahrheit 17,85 Prozent. Dabei haben wir auch auf unseren, bereits etwas älteren, Artikel Achtung Amazonfalle Mindestgebührenverwiesen. Hier beschreiben wir, wie aus den 17,85 Prozent leicht mal 33,3 Prozent werden können.

Diese Mindestgebühren in Höhe von 0,50 Euro je verkaufter Einheit bezahlt man übrigens immer, egal wie hoch der tatsächliche Bestellwert ist.

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Aber es es geht noch besser

Mit etwas „Pech“ können die Amazon Verkaufsgebühren jedoch auch mal den eigentlichen Verkaufswert um ein Vielfaches übersteigen. Im Beispiel sogar um 250 Prozent.

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Hierbei handelt es sich um ein Produkt, welches nur 0,20 Euro kostet und in der Regel in größeren Mengen abgenommen wird. Blöd ist, dass laut EAN-Code die Verpackungseinheit (VE) = 1 ist. Der Händler will also alles richtig machen und stellt das Produkt ordnungsgemäß mit VE = 1 bei Amazon ein. Dabei geht er davon aus, dass sich die Mindestprovision auf den tatsächlichen Verkaufspreis und nicht den Stückpreis bezieht. Soweit so nachvollziehbar.

Im Zusammenhang mit Amazons Gebührentabelle aber leider völlig falsch gedacht. Denn die Mindestgebühren beziehen sich auf den Einzelpreis und nicht auf den gesamten Verkaufspreis.

Interessant wäre jetzt noch, was passiert, wenn der Händler dem Versprechen nach mehr Umsatz gefolgt wäre und das Produkt „Primefähig“ gemacht hätte. Also keine Versandgebühren verlangen würde. Dann müsste er Amazon ja eigentlich noch Geld für diese Bestellung geben. Oder wie ist das?