Aktuelle News

Fyndiq legt Markteintritt in Deutschland auf Eis

Von: | 12. April 2016 | Marketing,Vertrieb
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Das hatten sich die Schweden sicherlich einfacher vorgestellt als sie im Juni vergangenen Jahres ihr Erfolgsmodell aus dem Heimatmarkt nach Deutschland brachten. Heute gaben sie bekannt, die Einführung auf dem deutschen Markt vorerst auf Eis zu legen. Stattdessen soll der grenzüberschreitende Handel für deutsche Händler erleichtert werden.

fyndiq1-350pxIch hatte mich ob der Ankündigung, „eine vernünftige Alternative zu den Marktführern“ werden zu wollen, indem sie auf ihrem Portal vor allem Schnäppchen offerieren, schon gewundert. Aber na gut, klappern gehört ja zum Handwerk. Wir haben bis dato aber dennoch noch nie über Fyndiq berichtet, da aus meiner Sicht für unseren Markt bisher noch nicht relevant war.

Über die Gründe des Rückzugs schweigt sich Fyndiq zwar aus, es ist aber davon auszugehen, dass sich sowohl zu wenig Endkunden als auch Händler für Fyndiq interessierten.

Trotzdem schade, dass es nicht geklappt hat. Konkurrenz belebt ja das Geschäft und die Händler können sich über Absatzalternativen zu Amazon und eBay grundsätzlich nur freuen. Kritiker mögen mir da natürlich wieder widersprechen, halten sie Marktplätze doch per se für den Feind eines jeden Online-Händlers. Das sehe ich aber deutlich differenzierter, da es für nicht wenige Händler sicherlich günstiger ist über Marktplätze zu verkaufen als Marketing und Zahlungsabwicklung selbst zu stemmen. Und für andere wiederum macht es halt mehr Sinn sich auf seinen eigenen Online-Shop zu konzentrieren.

Doch zurück zu Fyndiq. Diese haben sich entschieden, sich auf den schwedischen Heimatmarkt zu konzentrieren. Fyndiq ist seit sechs Jahren auf dem schwedischen eCommerce-Markt tätig und hat sich in diesen Jahren als führender Marktplatz mit einem Wachstum von 60 % in den letzten Jahren etabliert. (Weiterlesen…)

 

SEO: Amazon wird zum neuen Google

Von: | 4. April 2016 | Marketing,To go,Vertrieb
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Nicht nur Google hat einen eigenen Algorithmus für seine Suche. Auch Amazon sortiert die Suchergebnisse – in diesem Fall Produkte – nach eigenen Regeln. Diese Regeln hat der E-Commerce-Riese einmal mehr geändert. Darauf sollten Händler reagieren, denn der Online-Marktplatz wird immer mehr zum ersten Anlaufpunkt bei der Suche beim Online-Shopping. Laut einer Studie des ECC Köln und hybris software starteten bereits Anfang vergangenen Jahres ein Drittel Bild Amazon dominiert bei der Online-Produktrechercheder deutschsprachigen Internetnutzer ihre Produktrecherche bei Amazon – das sind bereits mehr als doppelt so viele wie bei Google. Neben der Suchmaschinenoptimierung wird der Online-Marktplatz damit also quasi zur neuen Suchmaschine.

Warum dies so wichtig ist? Viele Händler erwirtschaften inzwischen einen gehörigen Anteil ihres Umsatzes über Amazon. Sie haben laut shopanbieter.de allein im Jahr 2014 rund 5,4 Mrd. Euro über den Marketplace umgesetzt – eine beträchtliche Summe, die vergangenes Jahr mit Sicherheit gestiegen ist. Genaue Zahlen liegen dazu aber noch nicht vor.

Hilfe naht

Wie genau Marketplace-Händler ihre Produkte Schritt für Schritt für die Suche bei Amazon optimieren können, zeigt die aktuelle Ausgabe des Online-Händlermagazins shopanbieter to go. Der umfassende Leitfaden zum Thema SEO für Amazon füllt die Wissenslücke mit praxisnahen Handlungsempfehlungen und einer konkreten Fallstudie zur Rankingoptimierung.

Dieser Ratgeber mit der konkreten Schritt-für-Schritt-Anleitung soll vor allem zwei Herausforderungen bewältigen: Erstens gibt es einfach noch relativ wenige Agenturen, Kongresse und Tools, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Zweitens fehlt es vielen Händlern am entsprechenden Knowhow. Denn viele Marketplace-Anbieter setzen Amazon-Optimierung mit Preissenkungen gleich. Dem ist aber nicht so. (Weiterlesen…)

 

Verkauf über Amazon kann auch mal 250% und mehr kosten

Von: | 8. März 2016 | Vertrieb
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Wir haben ja letzte Woche darauf hingewiesen, dass sich die Amazon Verkaufsgebühren stets auf den Bruttowert beziehen. So werden aus 15 Prozent auf den Bruttowert in Wahrheit 17,85 Prozent. Dabei haben wir auch auf unseren, bereits etwas älteren, Artikel Achtung Amazonfalle Mindestgebührenverwiesen. Hier beschreiben wir, wie aus den 17,85 Prozent leicht mal 33,3 Prozent werden können.

Diese Mindestgebühren in Höhe von 0,50 Euro je verkaufter Einheit bezahlt man übrigens immer, egal wie hoch der tatsächliche Bestellwert ist.

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Aber es es geht noch besser

Mit etwas „Pech“ können die Amazon Verkaufsgebühren jedoch auch mal den eigentlichen Verkaufswert um ein Vielfaches übersteigen. Im Beispiel sogar um 250 Prozent.

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Hierbei handelt es sich um ein Produkt, welches nur 0,20 Euro kostet und in der Regel in größeren Mengen abgenommen wird. Blöd ist, dass laut EAN-Code die Verpackungseinheit (VE) = 1 ist. Der Händler will also alles richtig machen und stellt das Produkt ordnungsgemäß mit VE = 1 bei Amazon ein. Dabei geht er davon aus, dass sich die Mindestprovision auf den tatsächlichen Verkaufspreis und nicht den Stückpreis bezieht. Soweit so nachvollziehbar.

Im Zusammenhang mit Amazons Gebührentabelle aber leider völlig falsch gedacht. Denn die Mindestgebühren beziehen sich auf den Einzelpreis und nicht auf den gesamten Verkaufspreis.

Interessant wäre jetzt noch, was passiert, wenn der Händler dem Versprechen nach mehr Umsatz gefolgt wäre und das Produkt „Primefähig“ gemacht hätte. Also keine Versandgebühren verlangen würde. Dann müsste er Amazon ja eigentlich noch Geld für diese Bestellung geben. Oder wie ist das?

 

Amazon SEO – kostenloser Ratgeber mit konkreten Praxistipps

Von: | 17. Februar 2016 | Marketing,To go,Vertrieb
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Amazon – gehasst, gefürchtet, geliebt. Der Megamarktplatz ist seit langem umstritten und spaltet die Gemüter der Händler. Schlicht und ergreifend wird aber über den Amazon Marketplace viel Geld umgesetzt. Auch die Kunden lieben Amazon nach wie vor. Online-Händler tun also mehr als gut daran, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die zehnte Ausgabe des kostenlosen Online-Händlermagazins shopanbieter to go zeigt praxisnah auf, wie der erfolgreiche Verkauf über den Amazon Marketplace gelingen kann.

Wer als Händler bei Amazons Marktplatz erfolgreich mitspielen möchte, kann sich nicht ausruhen. Einfach nur Produkte einpflegen und abwarten reicht nicht. Um die Top-Suchpositionen zu erklimmen und somit das Maximum aus Amazon herausholen zu können, müssen die eigenen Produkte aktiv optimiert werden. Man möchte meinen, dass dieses wichtige Thema enorme Beachtung findet. Doch seltsamerweise ist SEO für Amazon immer noch ein relativ unbekanntes Feld.

Wer oben steht, gewinnt!

Verkaufen ist das alleinige Ziel von Amazon. Dementsprechend ist auch der Amazon-Algorithmus ausgerichtet. Heißt ganz einfach: Amazon sortiert die Produkte nach der Kaufwahrscheinlichkeit. Es gilt, diesen Ansatz zu verstehen und auszureizen. Einer der zentralen Einflussfaktoren auf den Absatz eines Produktes auf Amazon ist das Ranking der Produkte bei den relevanten Keywords.

Doch der Wissensstand zur Amazon-Optimierung ist aktuell noch eher mager. Sehr wenige kennen sich aus und sehr wenige setzen es erfolgversprechend um. Bedauerlich, denn korrekt umgesetzt, lassen sich mit wenig Einsatz sehr überzeugende Ergebnisse erreichen. (Weiterlesen…)

 

Praxisratgeber: Google Analytics – so gelingt die Einrichtung für Online-Händler in wenigen Schritten

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(Pressemitteilung): Besucher auf die eigene Webseite zu leiten und deren Interesse für das eigene Thema zu wecken, ist die Grundlage für den Erfolg eines jeden Online-Unternehmens. Doch ist dies einmal geschafft, dann werden die Möglichkeiten zur Kontrolle über das Besucherverhalten häufig wenig bis gar nicht genutzt. Warum werten wir die Nutzungsdaten nicht aus? Warum nutzen wir die Chance nicht, daraus zu lernen? Denn: Wer nicht analysiert – verliert!

Der Praxisratgeber Google Analytics, von shopanbieter.de und Carlo Siebert, zeigt auf, wie einfach Online-Händler Google Analytics einrichten können, um Analyse und Auswertung für mehr Erfolg im E-Commerce zu nutzen.

Bei vielen Unternehmen kommt der Bereich Analyse und Auswertung des Besucherverhaltens zu kurz. Das ist kaum zu glauben ist dies doch genau der Punkt, mit dem sich Kosten senken und der Umsatz steigern lässt. Die Erhebung relevanter Daten und die daraus ableitbaren Optimierungen sind ein riesiger Hebel zur Steigerung des Unternehmenserfolgs.

An welcher Stelle im Checkout-Prozess springen die meisten Besucher ab? Über welchen Kanal ist der Umsatz am höchsten? Welcher Artikel wird im Verhältnis am häufigsten besucht, bringt aber unverhältnismäßig den geringsten Umsatz? Durch Analyse können wir diese Informationen filtern und nutzen. Hierzu hilft ein Tool wie Google Analytics. (Weiterlesen…)

 

Wichtige Info für Amazon Marketplace-Händler: Amazon schraubt am Rankingalgorithmus

Von: | 4. Dezember 2015 | Marketing,Vertrieb
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Wie wollen am heutigen Freitag Nachmittag nicht mehr viel Worte verlieren. Jeder Händler der auf Amazon Produkte verkauft, weiß wie wichtig es ist, bei deren Suchergebnisse möglichst weit oben gelistet  zu werden. Genau wie Google bestimmt Amazon die Spielregeln der Rankingoptimierung selbst und kann sie jederzeit anpassen.

Im traditionellen SEO ist das bekannt: Jedes Update durch Google wird von SEOs genau beobachtet, denn immer wieder wurden dadurch die Suchergebnisse ordentlich durchgeschüttelt. Und nur, wer auf dem neuesten Stand ist, am besten schon vor dem Update, kann optimal reagieren.

Auch Amazon scheint sich aktuell in ausgewählten Punkten neu zu orientieren. So kam es vor kurzem offensichtlich zu einigen Neuerungen, die die Spielregeln der Keyword-Optimierung deutlich verändern.

Wir stellen die wichtigsten Änderungen vor, die von den Kollegen von Marketplace Analytics als erstes entdeckt wurden:

  1. Statt 250 nun 5.000 Zeichen für Keywords: Amazon testet für manche Produkte brandaktuell eine neue Ansicht der Produktbearbeitung im Seller Central. In dieser Ansicht können bei den Seller Central Suchbegriffen wesentlich mehr Keywords eingetragen werden.

    Screenshot aus Seller Central Deutschland: Die neue Ansicht der Produktbearbeitung

    Screenshot aus Seller Central Deutschland: Die neue Ansicht der Produktbearbeitung

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idealos Direktkauf-Funktion für alle Händler

Von: | 26. August 2015 | Vertrieb
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Vor gut einem Jahr berichteten wir als erste, dass das Preisvergleichsportal idealo sich unserer Meinung nach auf den Weg macht, ein echter Marktplatz zu werden. Und im Mai diesen Jahres bewerteten wir die Tests der Plattform mit einem Direktkauf-Button als einen Schritt in genau diese Richtung. Allerdings standen wir da mit unserer Einschätzung noch recht allein da – selbst idealo dementierte diese Vermutung -, und in den Kommentaren wurde eine solche Entwicklung als aus Händlersicht eher schädlich und absurd abgetan.

Nun zeigt sich, dass die bislang nur testweise angebotene Direktkauf-Option in ein festes Feature umgewandelt wurde, wie Stephan Meixner auf neuhandeln.de letzte Woche berichtete. Demnach steht die Möglichkeit, Produkte im Portal mit einem Direktkauf-Button anzubieten, ab sofort jedem Händler offen.

Fokus auf kleinere Händler verloren

Ursprünglich hatte idealo mit der Direktkauf-Option vor allem kleinere Händler im Auge. So zitierte Meixner idealo letztes Jahr:

“Wir bei idealo haben uns mit diesem Projekt als Ziel gesetzt, an dieser Stelle eine Chancengleichheit unter all unseren Partnershops zu schaffen und richten die Funktionalitäten dieses neuen Features ausdrücklich an den Bedürfnissen kleinerer Onlinehändler aus.”

Auch unserer Meinung nach böte der Kaufbutton den Effekt, dass unbekanntere Onlineshops vom Vertrauen profitieren könnten, welches Kunden der Preisvergleichsplattform entgegenbringen. So könnte der Button helfen, bei der Neukundengewinnung die Vertrauenshürde zu nehmen.

Allerdings gab es hierzu auch kritische Stimmen, die davor warnten, „kleineren Händlern mehr Bordmittel an die Hand zu geben – schließlich werden dadurch ja wiederum direkt die Big Player benachteiligt“ (Stephan Meixner).

Screenshot von idealo.de

notebooksbilliger.de ist einer der Shops, die die Direktkauffunktion von idealo bereits nutzen.

Tatsächlich zeigte sich aber zwischenzeitlich, dass auch größere Anbieter Interesse an der Direktkauf-Funktion haben. So befindet sich beispielsweise auch notebooksbilliger.de unter der laut neuhandeln.de zweistelligen Zahl Händler, die diese Option bei idealo.de aktuell nutzen.

Die Motivation hierfür dürfte darin liegen, dass man durch den Direktkauf eine Abkürzung bietet, die die Recherche- und Vergleichsphase des Kunden merklich verkürzen kann. (Weiterlesen…)

 

Forscher raten zur Retourenverkomplizierung um Retouren zu vermeiden

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Ein Forscherteam der Friedrich-Schiller-Universität Jena, beschäftigt sich bereits seit einigen Jahren mit präventivem Retourenmanagement. Wie etailment berichtet, rät das Forscherteam nun in einer aktuellen Studie, es dem Kunden möglichst umständlich zu machen. So sollten dem Paket keine Retourenscheine beigelegt und der Retourenprozess nicht erklärt werden.

Die Erfahrungen von etailment-Lesern scheinen diese empfohlene Vorgehensweise zu bestätigen:

Wir konnten unsere Retourenquote um ein Drittel senken, indem wir das Retourenformular (!) nicht mehr ins Paket legten. Und ja wir verzichten gerne auf die Klientel, der diese Retourenabwicklung zu kundenunfreundlich ist.

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UK-Händler AO fühlt sich den deutschen Händlern um Jahre voraus

Von: | 23. Juni 2015 | Vertrieb
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Der Pure-Player Appliances Only (kurz: AO) aus UK verkauft auf der Insel seit 15 Jahren Waschmaschinen, Kühlschränke, Musik-Anlagen, Computer und TV-Geräte etc. Und gilt damit als einer der erfolgreichsten Online-Händler im Vereinigten Königreich. Seit acht Monaten verkauft er seine weiße und braune Ware nun auch in Deutschland. Auch wenn AO dieser Markteintritt bisher etwa elf Mio. Pfund kostete, zeigt sich deren Deutschland-Chef Kevin Monk in einem Interview mit der Wirtschaftswoche sehr zufrieden:

AO hat in Deutschland innerhalb von sechs Monaten ein Umsatzvolumen erreicht, das es in Großbritannien erst nach sieben Jahren erreichte.

Deutschland Servicewüste

aoMöglicherweise beflügelt dies die Phantasie. Monk zeigt sich jedenfalls sehr selbstbewusst und ist sich sicher, dass sein Unternehmen den deutschen Online-Händlern um Jahre voraus sei. Dies läge vor allem daran, dass Online-Händler aus UK bereits sehr früh einem harten Wettbewerb ausgesetzt waren und daher vor allem auch hinsichtlich Kundenservice deutlich professioneller als deutsche Konkurrenten seien.  So seien die deutschen Konsumenten hinsichtlich Service von den deutschen Händlern nicht sonderlich verwöhnt.

Dies können wir durchaus bestätigen. Wir beleuchteten in unserer fünften Ausgabe  des kostenlosen Online-Händlermagazins shopanbieter to go ja das Thema Kundenservice ausführlich. Unsere Recherchen zeigten tatsächlich deutliches Optimierungpotential auf.

Ob Händler aus UK wirklich besser als deutsche Online-Händler im E-Commerce aufgestellt sind, wollten wir von Henning Heesen, Deutschland-Chef der Salesupply AG, wissen. Als Internationalisierungsprofi muss er es ja wissen:

Das kann man so pauschal nicht ganz sagen. Denn im Payment läuft UK den deutschen Händlern beispielsweise um Jahre hinterher. Dort gibt es als Zahlart nach wie vor eigentlich nur die Kreditkarte.

Englische Händler sind aber in der Tat deutlich servicegetriebener als deutsche Online-Händler. Der Innovationsgrad ist generell höher. Hier heizt die „Nähe“ zu den USA den Wettbewerb stark an. Dieser übermäßige Wettbewerb zwingt die Unternehmen zu einer starken Berücksichtigung der Customer Lifetime Values (CLV). Hier wiederum hat Kundenservice die oberste Priorität.

Es dreht sich dabei jedoch nicht um die Beratung an sich, sondern eher um das Thema Service. Deutsche Kunden informieren sich gerne vorher, er liest sich alle Informationen erst durch oder fragt den Kundenservice-Berater aus. Nach dem Kauf werden fast keine Fragen mehr gestellt. In der UK, aber auch in Holland wird erst einmal bestellt und nur angerufen wenn danach noch Fragen auftauchen.

„Preis, Verfügbarkeit, Kundenservice“, benennt AO-Deutschland-Chef Monk in der Wirtschaftswoche den Dreiklang, mit dem er deutsche Händler ausstechen will. AO verspricht nicht nur eine große Produktauswahl, sondern gibt auch eine Niedrigpreisgarantie: Gibt es das Produkt bei einem anderem Händler günstiger, wird der Preis angeglichen. (Weiterlesen…)

 

TV-Doku: Die Macht von Amazon (gegenüber Marketplace-Händlern)

Von: | 19. Juni 2015 | Bunte Kiste,Vertrieb
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Wir hatten vor einiger Zeit ja für eine TV-Produktion des ZDF nach Amazon Marketplace-Händlern gesucht. Diese Sendung wurde im ZDF nun unter dem Titel „Die Macht von Amazon“ ausgestrahlt und ist in deren Mediathek abrufbar. Inhaltlich bietet die Doku nichts, was die meisten nicht schon einmal gehört hätten:

  1. Amazon achtet sehr genau darauf, möglichst immer in der Buybox zu sein, auch wenn sie etwas teurer als der günstigste Marketplace-Anbieter ist.
  2. Um dies sicherzustellen, wird auf Preisänderungen seitens Marketplace-Händlern schon nach wenigen Minuten reagiert.
  3. FbA-Artikel werden mit der eigenen Ware von Amazon gemischt eingelagert und unkontrolliert verschickt. Kein Wunder also, dass Amazon oft genug selbst Plagiate verschickt.
  4. Amazon greift ihren FbA-Händlern in die Tasche in das Lager wenn sie selbst Ware nicht mehr vorrätig haben oder der Lieferant / Hersteller sie nicht beliefern möchte.
  5. Wenn Amazon Verkäuferkonten sperrt, kann sie 90 Tage und länger deren Guthaben einbehalten.

Neu war für mich:

  • Im Fall von betrügerischen Käufen über Amazon gibt es kein Geld für die Verkäufer. So eine Art Amazon-Zahlungsgarantie gibt es also nicht.
  • Fast 40% der eingelagerten Ware in einem vom Filmteam besuchten Logistiklager ist FbA-Ware.
  • Dass sich Amazon bei ihren FbA-Händlern bedient, wurde bereits öfters berichtet. Dass Amazon diese Ware seinen FbA-Händlern dann jedoch als „verloren“ oder „beschädigt“ meldet nicht.

Link zur Doku: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2423490/#/beitrag/video/2423490/Die-Macht-von-Amazon