Aktuelle News

Hält Amazon seine Marketplace-Händler für dumm?

Von: | 26. März 2014 | Vertrieb
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Diese Frage wirft sich unweigerlich auf, wenn man im, übrigens sehr lesenswerten, aktuellen ibusiness Executive Summary den Artikel “Sechs Wege aus Amazons Griff” liest. Für diesen Artikel konfrontiert der Autor Sebastian Halm Amazon mit dem häufig zu hörenden Vorwurf, Amazon würde gezielt Verkaufszahlen vom Marketplace, als auch dem Auftragsaufkommen aus der Logistiksparte auswerten. Und aus diesen Daten anschließend die Verkaufsschlager identifizieren und deren Lieferanten entsprechend kontaktieren.

Dem Autor nach, äußert sich Amazon, zur Vereinnahmung der erfolgreichen Produkte seiner Händler befragt, ein wenig verschwommen: Es streitet zwar ab, Daten aus Logistik und Webseite zusammenzuführen, da die Bereiche strikt getrennt seien. Es verweist jedoch klar darauf, dass die Daten erfolgreicher Produkte  nicht allein Amazon selbst offen zugänglich seien. (weiterlesen …)

 

Generiert Amazon jetzt 10 oder 20 Mrd. Euro Handelsumsatz in Deutschland?

Von: | 24. März 2014 | Vertrieb
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Lange Zeit hielt sich Amazon ja bedeckt, was Aussagen zu deren Umsätzen in Deutschland anbelangt. Im letzten Geschäftsbericht hatte Amazon nun angegeben, dass 2013 in Deutschland 7,57 Mrd. Euro (10,535 Mrd. US-$, Wechselkurs-Basis: 1 € = 1,39 US-$) Umsatz erzielt wurden. Dieser Umsatz entspricht jedoch nicht dem tatsächlich erzielten GMV (Gross Merchandise Value), da darin die Umsätze der Amazon-Händler nur in Form der Provisionen enthalten ist.

Da ja allgemein angenommen wird, dass ca. 1/3 des Umsatzes über Marketplace-Händler generiert wird, kam der bvh überschlagsweise auf einen Gesamtumsatz von über 20 Mrd. Euro. Dies würde gleichzeitig bedeuten, dass über Amazon ca. 50% des gesamten E-Commerce-Umsatzes generiert wird.

Die bvh-Berechnung ist ebenso simpel, wie nachvollziehbar und dennoch höchstwahrscheinlich  falsch. Der bvh rechnet wie folgt: 6,85 Mrd. Umsatz dividiert durch 3 = 2,25 Mrd. €, bei 15% mittleren Provisionssatz würde das 15 Mrd. Außenumsatz  für die Marketplace-Händler bedeuten.

Addiert man dies zu den Umsätzen eigentlichen Amazon-Händlerumsätzen hinzu, kommt man auf die ca. 20 Mrd. Euro Gesamtumsatz die über Amazon generiert werden. (weiterlesen …)

 

Neuigkeiten für gewerbliche eBay-Verkäufer

Von: | 11. März 2014 | Vertrieb
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eBay führt 2014 weitere Neuerungen für gewerbliche Verkäufer ein. Und dabei wird sich einiges ändern. Klar, es wird auch wieder Anpassungen in der Gebührenstruktur geben. Inwiefern sich diese jedoch negativ auswirken werden, überlasse ich gerne der profunderen Einschätzung der mitlesenden eBay-Powerseller. Da künftig auch die Versandkosten bei der Berechnung der erfolgsabhängigen Transaktionsgebühr berücksichtigt werden, kann dies durchaus eine Gebührenerhöhung von 20% und deutlich mehr bedeuten. Andererseits, zwingt dies einige Händler zur seriöseren Preiskalkulation (unnötig überhöhte Versandkosten werden quasi bestraft) und zugleich gibt es an anderen Stellen Gebührensenkungen, u.a. für eBay Shops und kostenfreie Zusatzbilder. Unterm Strich wird es sich jedoch wohl schon so ausgehen, dass die Gebühren insgesamt steigen werden.

Spannender finde ich persönlich jedoch die Frage, inwiefern es eBay mit den Änderungen gelingt mehr Händlerumsatz zu generieren. Und an dieser Stelle bin ich optimistisch, dass sich die vielen Änderungen positiv auf das Kaufverhalten auswirken.

Letztlich geht es für mein Verständnis bei den ganzen Änderungen vor allem darum, dem Käufer ein besseres Kauferlebnis und schnellere Kaufmöglichkeit zu ermöglichen. Diese Motivation zeigt sich einerseits durch eine Modernisierung des Shopdesigns und Integration der “inspirierenden” Kollektionen, die übrigens auch von Verkäufern zu verschiedensten Zwecken genutzt werden können. Andererseits, soll der Bestellprozess auf künftig nurmehr drei notwendige Schritte verkürzt werden.

Außerdem, sollen die Verkäufer künftig deutlich mehr Möglichkeiten zur Gestaltung ihres eBay-Shops haben.  Weiterer positiver Effekt – wird eine Transaktion vom Käufer nicht bewertet, geht eBay demnächst automatisch davon aus, dass der Kunde zufrieden war und lässt dies dementsprechend positiv in die Zufriedenheitsquote einfließen. (weiterlesen …)

 

Einspruch: Amazon macht alle platt und wird zur obersten Händler-Pflicht

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So zumindest das Ergebnis der Studie „Interaktiver Handel in Deutschland 2013“ des bvh und deren Ableitung daraus. Für die Studie wurden rund 40.000 Privatpersonen aus Deutschland im Alter von über 14 Jahren im Zeitraum von Januar bis Dezember 2013 telefonisch und per Onlinefragebogen zu ihrem Ausgabeverhalten im Online- und Versandhandel und zu ihrem Konsum von digitalen Dienstleistungen (z.B. im Bereich Downloads oder Ticketing) befragt.

Zwei Drittel-Mehrheit für Marktplätze

amazon-overallBei den reinen Online-Umsätzen mit Waren in Höhe von 39,1 Mrd. Euro (brutto nach Retouren) lagen die Online-Marktplätze auf Rang eins mit einem Umsatz von 26,0 Milliarden Euro. Auf Platz zwei liegen die Multichannel-Versender mit einem Umsatz von 7,4 Milliarden Euro, gefolgt von den Internet-Pure-Playern mit einem Umsatz von 4,7 Milliarden Euro. (weiterlesen …)

 

Umfrage: Sind Amazon-Käufer umtauschfreudiger als Onlineshop-Kunden?

Von: | 20. Februar 2014 | Vertrieb
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Vor einigen Tagen veröffentlichten wir im Artikel “Wie ein Onlinehändler seine Retourenquote erfolgreich auf unter 1% bringt” ein paar Tipps zur Retourenvermeidung. Dabei verriet uns Onlinehändler Mark Richter von Wooden Affairs, wie es ihm gelingt seine Retourenquote auf unter 1% zu drücken. Gleichzeitig teilte er uns jedoch auch seine Beobachtung mit, dass Amazon-Käufer viel rücksendefreudiger wären.

Bei diesem Vertriebskanal beträgt die die Retourenrate im Schnitt bei 3%, also mehr als das Dreifache des normalen Rückgabeverhaltens. Er führt dies darauf zurück, dass es über diesem Kanal deutlich schwieriger wäre, eine persönliche Bindung zum Kunden aufzubauen.

Insgesamt geht in weniger als 1% aller Käufe die ausgelieferte Ware wieder an uns zurück. …. Anzumerken ist jedoch, dass Amazon-Käufer unsere Retourenquote insofern nach oben treiben, als dass diese in durchschnittlich 3% aller Verkäufe die bestellten Artikel zurückgeben. Wir stellen hier also durchaus einen Amazon-Effekt fest. Wir führen dies darauf zurück, dass die persönliche Kundenbindung über Amazon viel schwieriger zu erreichen ist. Eine Rolle spielt aber auch, dass bei Amazon generell ein möglicherweise umtauschfreudigeres Publikum angesprochen wird.

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„bepado“ jetzt offen für alle Shopsysteme

Von: | 19. Februar 2014 | Vertrieb
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Das „Vending Network“ bepado ist jetzt seinem Ziel, das größte Portal seiner Art in Europa zu werden, einen bedeutenden Schritt näher gekommen. Ab sofort können Shopsysteme praktisch aller Software-Hersteller an das Netzwerk angedockt werden. Damit ist bepado nun über technologische Grenzen hinaus für alle Shopbetreiber nutzbar.

bepado hat die Absicht, Shopbetreiber zum gegenseitigen Produktaustausch und damit zur Erhöhung der Reichweite und des Umsatzes untereinander zu vernetzen. Derzeit befindet sich das Projekt in seiner ersten Produktivphase, an der eine Anzahl ausgewählter Shopbetreiber teilnimmt. Die Auswahl der Systeme, die an bepado angedockt sind, wird voraussichtlich in kurzer Zeit sehr vielfältig sein. (weiterlesen …)

 

Das Ende der Mär von der versandkostenfreien Lieferung als MUST HAVE?

Von: | 5. Februar 2014 | Vertrieb
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Jahrelang mussten wir uns nun anhören, dass die versandkostenfreie Lieferung MUST HAVE im Werben um den Kunden ist. Amazon mache es ja schließlich (fast) auch. Nicht nur wir, sondern auch Amazon sieht dies offensichtlich anders. Wir schon immer, Amazon wohl erst seit kurzem.

So wird in der Branche gemurmelt, dass Amazon beabsichtige die Gebühren für sein Versandabo Prime in den USA anzuheben. Dort müssen Kunden aktuell 79 US-Dollar (ca. 60 Euro)  pro Jahr zahlen, um Pakete kostenlos innerhalb von zwei Tagen zu erhalten. Steigender Transportkosten wegen, sollen es künftig 20 bis 40 US-Dollar mehr werden.

Dabei erhöhte das Unternehmen erst vor kurzem den Mindestbestellwert für versandkostenfreie Lieferungen in den USA von 25 auf 35 US-Dollar (20 Euro in Deutschland). In Deutschland kostet Amazon Prime 29 Euro im Jahr und bietet Mitgliedern Vorteile wie einen kostenfreien Versand vieler Produkte. (weiterlesen …)

 

Händlerstagnation bei Rakuten

Von: | 28. Januar 2014 | Vertrieb
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Als das japanische Internet-Ökosystem Rakuten im Sommer 2011 mit der Übernahme Tradorias (jetzt: Rakuten Deutschland) erstmals Fuß in Deutschland fasste, gab Rakuten-Chef Hiroshi Mikitani die Devise aus, binnen fünf Jahren Amazon überholen zu wollen. Diese Aussage konnte man bereits damals getrost als Einstiegsgeschenk für die heimische Presse abtun. Immerhin jedoch schien die Entwicklung Tradorias unter den beiden Gründern Beate Rank und Tobias Kobier bis zur Übernahme recht vielversprechend.

Doch seitdem scheint die Positionierung nicht mehr recht voranzukommen. Leider weist Rakuten keine Umsatzzahlen für Deutschland aus, doch zumindest die Händlerentwicklung spricht eine deutliche Sprache. (weiterlesen …)

 

Händlernetzwerk bepado geht den nächsten Schritt

Von: | 24. Januar 2014 | Vertrieb
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Nachdem Shopware in den vergangenen Monaten in einer ersten Testphase das Feedback und Erfahrungen sammeln konnte, sie registrierten dabei 850(!) Anmeldungen, starteten sie vor wenigen Tagen, die closed-beta-Phase für ihr Händlernetzwerk bepado. Diese wird bis Mitte des Jahres dauern und beginnt mit einem Teilnehmerkreis von 50 Händlern und Lieferantgen, welcher jedoch sukzessive erweitert werden wird.

bepado ist eine Lösung für viele Probleme, mit denen Händler und Lieferanten im eCommerce zu kämpfen haben. Händlern und Lieferanten soll es möglichst einfach gemacht werden, neue Absatzmärkte zu erschließen, mehr Unabhängigkeit von großen Marktplätzen zu erreichen und eine bessere Marge als bei Amazon, Ebay & Co. zu erzielen.

Der Fokus liegt derzeit insbesondere auf kleineren Händlern, als bestes Beispiel mag die Seifenmanufaktur mit Direktvertrieb dienen, welches ihr Sortiment über bepado anderen Onlinehändlern im Streckengeschäft anbietet. Im Gegenzug könnte die Seifenmanufaktur passende Artikel, wie Seifenspender aufnehmen.

Größtes Interesse kommt von der Mode- und Accessoires-Branche

Die meisten der bisherigen 850 Anmeldungen, kommen übrigens aus dem Mode- und Accessoires-Bereich. Danach folgen die Kategorien Heim und Garten, Nahrung & Getränke, gefolgt von Gesundheit und Wellness. (weiterlesen …)

 

Stühlerücken bei Rakuten Deutschland

Von: | 13. Januar 2014 | Vertrieb
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Rakuten Deutschland gab vergangene Woche die Ernennung von Dr. Christian Macht zum neuen CEO bekannt. Gründerin Beate Rank, die bisher die Geschicke des deutschen Ablegers des japanischen Marktplatzes alleinverantwortlich leitete, bleibt in der Geschäftsführung und kehrt zu ihren ursprünglichen Wurzeln zurück, indem sie ihren Schwerpunkt komplett auf das Financial Controlling verlegt.

Diese Stabsübergabe dürfte Rank, nach einer intensiven Wachstumsphase seit 2007, als sie das Unternehmen damals noch unter den Namen Tradoria, gemeinsam mit Tobias Kobier, als klassische „Zwei-Mann-Firma“ gründete, künftig immerhin etwas mehr Zeit zum Luft holen lassen.

Gleichzeitig ist diese Personalie als Zeichen für Rakutens Willen zu werten, deren Präsenz in Deutschland und darüber hinaus weiter auszubauen. So verfügt der neue CEO Christian Macht, als ehemaliger COO von Groupon Central Europe, dem Vernehmen nach über großen internationalen Erfahrungsschatz bei der Lokalisierung von Online Services. (weiterlesen …)