Grafikelement News

11. Januar 2012

Wie EU-Datenschützer sich korrekten Cookie-Einsatz vorstellen

Wie ein datenschutzkoinformer Einsatz von Cookies aussieht, ist auch Thema in der EU. Diese hat als beratende Instanz die “Artikel-29-Datenschutzgruppe” eingerichtet, um sich mit dem “Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr” zu beschäftigen. Und in dieser Eigenschaft hat die Artikel-29-Datenschutzgruppe nun in einem 12-seitigen Thesenpapier (PDF) erläutert, wie sie sich den korrekten Einsatz von Cookies vorstellt.

Warum soll der Einsatz geregelt werden?

Warum ist der Einsatz von Cookies problematisch bzw. inwiefern tangiert er Persönlichkeitsrechte? Wer sich die Mühe macht, beim Surfen im Web Cookie-Anfragen anzeigen zu lassen, erkennt schnell, dass viele Websites ihre Nutzer mit Massen an Cookies bombardieren – oft stammen die meisten davon von Dienstanbietern und gar nicht vom Websitebetreiber selbst. Solche Cookies können (und sollen oft ja gerade) dazu dienen, das Verhalten der Surfer über diverse Websites hinweg zu erfassen. Solche Datensammlungen sind beispielsweise nötig, wenn dem Surfer per Re-Targeting-Funktionen auf Dritt-Websites personalisiert Werbung für solche Produkte eingeblendet werden soll, die er vorher in einem Shop betrachtet hat. (weiterlesen…)


 

9. Dezember 2011

Düsseldorfer Kreis: drohende Rechtsverstöße durch Einbindung von Social Plugins

Die Social Plugins und der Datenschutz: Weil die Plugins der Sozialen Netzwerke enorm viele Nutzer-Daten protokollieren und weiterreichen – ausreichend Daten zumeist, um die Bewegungen und Aktivitäten von Surfern weitgehend und auch Site-übergreifend zu protokollieren – sind sie den Datenschützern ein Dorn im Auge. Besonders profilierte sich das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) in Schleswig-Holstein, dass eine rigorose Haltung vertrat und den Einsatz solcher Plugins als klar rechtswidrig einstufte. (weiterlesen…)


 

27. September 2011

Google Analytics rechtskonform: So geht es

Nachdem die Verlautbarungen der Länderdatenschützer zuletzt für viel Wirbel sorgten, meldete sich letzte Woche der Datenschutzbeauftragte Hamburgs mit der angenehmen Nachricht, dass Google Analytics ab sofort datenschutzkonform eingesetzt werden kann. Hierzu aber müssen vier Voraussetzungen erfüllt werden: (weiterlesen…)


 

1. September 2011

Heise stellt “2-Klick-Lösung” für Gefällt-mir-Buttons vor

Die Jungs und Mädchen bei Heise.de sind schon pfiffige Hunde: Angesichts der Datensammelexzesse von Facebook (und anderen) haben sie für die eigene Site nun eine “2-Klick-Lösung” vorgestellt. Damit sind die “Gefällt-mir-Buttons” zunächst in einem inaktiven Zustand (durch Graufärbung signalisiert) angelegt. In diesem Zustand wird keinerlei Kontakt zu den Facebook-Server hergestellt und mithin Surfer auf der Website auch nicht getrackt. (Achtung: Update siehe unten) (weiterlesen…)


 

30. August 2011

Reaktionen auf Facebook-Vorstoß des Datenschutz-Zentrums Schleswig-Holstein

Nur wenige Tage nach dem Vorstoß des Datenschutz-Zentrums Schleswig-Holstein gegen die Facebook-Widgets, Fanpages und Like-Buttons habe sich mit den Aufsichtsbehörden in Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachen erwartungsgemäß weitere Landes-Datenschutzzentren der Einschätzung angeschlossen, dass die Facebook-Funktionen deutsches Recht brechen. In NRW soll der Landtag über das Thema beraten, in Bremen “wünscht sich” die Datenschutzbeauftragte, dass  die Facebook-Seite des Landes entfernt werde, berät aber noch über da konkrete Vorgehen. Die Datenschützer in Hamburg und Baden-Württemberg ’signalisieren’ angeblich ebenfalls Zustimmung zum Kurs des ULD-Chefs Thilo Weichert. (weiterlesen…)


 

23. August 2011

Datenschutz-Zentrum Schleswig-Holstein fordert zur Entfernung von Facebook-Fanpages und Gefällt mir-Buttons auf

Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) fordert alle Stellen in Schleswig-Holstein auf, ihre Fanpages bei Facebook und Social-Plugins wie den “Gefällt mir”-Button auf ihren Webseiten zu entfernen. Nach eingehender technischer und rechtlicher Analyse kommt das ULD zu dem Ergebnis, dass derartige Angebote gegen das Telemediengesetz (TMG) und gegen das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) bzw. das Landesdatenschutzgesetz Schleswig-Holstein (LDSG SH) verstoßen. Bei Nutzung der Facebook-Dienste erfolgt eine Datenweitergabe von Verkehrs- und Inhaltsdaten in die USA und eine qualifizierte Rückmeldung an den Betreiber hinsichtlich der Nutzung des Angebots, die sog. Reichweitenanalyse. Wer einmal bei Facebook war oder ein Plugin genutzt hat, der muss davon ausgehen, dass er von dem Unternehmen zwei Jahre lang getrackt wird. Bei Facebook wird eine umfassende persönliche, bei Mitgliedern sogar eine personifizierte Profilbildung vorgenommen. Diese Abläufe verstoßen gegen deutsches und europäisches Datenschutzrecht.

Nutzertracking auch außerhalb der eigenen Seiten (weiterlesen…)


 

31. Mai 2011

Datenschutzvorwürfe an Sofortüberweisung (neu ergänzt)

Eben noch konnte Sofortüberweisung sich über eine positive Stellungnahme des Kartellamtes freuen, nun sieht sich der Giropay-Wettbewerber harscher Kritik ausgesetzt: Im Zuge der bei der Überweisungstransaktion abgewickelten “Kontodeckungsabfrage” (Bezeichnung laut AGB des Dienstes) erhebe die Payment Network AG sehr umfangreiche Daten, berichtet der NDR auf seiner Website: (weiterlesen…)


 

9. Mai 2011

Einbindung des „Gefällt mir“-Buttons in Onlineshops nach wie vor nicht unproblematisch

Der “I like” oder “Gefällt mir”-Button von facebook ist eine tolle Sache. Jedenfalls aus den Blickwinkeln von Marketing und Nutzerbindung. Und auch viele Nutzer schätzen den kleinen blauen Knopf, um Inhalte auf ihre Pinnwände zu transferieren.

Doch die Sache hat einen Haken, und der liegt im Datenschutz. Weil facebook mittels des kleinen Buttons eine Menge Daten sammelt – selbst von Nicht-facebook-Nutzern – müsste nach deutschem Datenschutzrecht eine entsprechende Einwilligung der Nutzer vorlieben: Und zwar von allen Besuchern der Webseiten, die den Button beinhalten. Doch facebook teilt nicht mit, welche Daten gesammelt werden: Das macht es für Websitebesitzer unmöglich, eine korrekte Datenschutzbelehrung zu formulieren. (weiterlesen…)


 

28. März 2011

Bundesdatenschutzbeauftragter rüstet auf: zukünftig automatische Erkennung von Verstößen

Am Freitag stellte der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar in Berlin eine neue Universalwaffe vor, mit der Datenschutzverletzungen auf Websites automatisch erkannt und dokumentiert werden sollen (Quelle: Heise.de). Das vom Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) in Garching entwickelte Programm “Prividor” (”Privacy Violation Detector”) surft dazu automatisch hinterlegte Listen von Websites ab und erstellt ausführliche Reports. (weiterlesen…)


 

23. Februar 2011

Datenschutz: Like-Buttons und AdSense-Werbung unzulässig

Nachdem Websitebetreiber gerade erst durch Nachrichten aus Hamburg schockiert wurden, die Google Analytics betreffen, gibt es in Sachen Datenschutz erneut “Warnhinweise prinzipieller Art” zu vermelden: (weiterlesen…)