Amazon-Händler sollen auch Sonntags arbeiten

Von: | 9. März 2012
Amazon-Händler sollen auch Sonntags arbeiten, 4.8 out of 5 based on 5 ratings
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Amazon bewertet auch die Reaktionsgeschwindigkeit bei Kundenanfragen. Um zu gewährleisten, dass die Händler Kundenanfragen prompt beantworten, übt Amazon nun anscheinend einen gewissen Druck auf seine Händler aus, wie onlinemarktplatz.de berichtet. So erwartet Amazon von seinen Händlern auf 90% der Mitteilungen innerhalb von 24 Stunden zu antworten. Man kann sicherlich abwarten, bis sich die Nichteinhaltung negativ auf die Verkäuferperformance auswirken wird.

Praxis Onlinehandel

Viele Händler arbeiten ja sowieso schon mindestens an sechs Tagen in der Woche, was aber tun wenn die Kundenanfrage Samstags ab sagen wir mal 17 Uhr gestellt wird? – bleibt wohl nur auch Sonntags zu arbeiten.

(Anm. d. Red. vom 13.03.2012) : Machen Sie bei unser großen Umfrage “An wievielen Tagen in der Woche arbeiten Sie für Ihr Online-Geschäft?” mit. Stand heute arbeiten 50% jeden Tag für ihren Onlineshop und knapp 25% immerhin noch sechs Tage in der Woche.

Oftmals ist aber auch gar keine Antwort notwendig. Zum Beispiel wenn sich Kunden nach Erhalten einer Antwort auf ihre Kundenanfrage bedanken. Was nachvollziehbarerweise dann wiederum üblicherweise vom Händler nicht wieder beantwortet wird.

Um nun zu vermeiden, dass sich dies nicht negativ auf die Statistik auswirkt kann man in der Amazon Kundenstatistik die unbeantworteten Nachrichten anklicken und einzeln darauf hinweisen, dass eine Antwort nicht notwendig ist. Doch auch das ist nicht wirklich effizient.

Gleichzeitig berichten Amazon-Händler jedoch auch von Problemen hinsichtlich der Zuverlässigkeit des Nachrichtensystems vom Amazon. So gingen teilweise Kundenmails oder auch Händler-Antworten nicht durch. Dies wiederum hat natürlich ebenfalls ein schlechteres Rating zur Folge.

BTW: Ein Autoresponder mit Hinweis auf die Geschäftszeiten erlaubt ist bei Amazon nicht erlaubt bzw. wird unterbunden.

Fazit: Es scheint fast, als wäre hier mal wieder ein Zahlenschubser ohne Praxiserfahrung am Werk gewesen.

Links

http://www.onlinemarktplatz.de/23665/verlangt-amazon-zu-viel-von-seinen-retailern/

http://www.sellerforum.de/amazon-de-f44/amazon-nachrichtensystem-unzuverlaessig-t24845.html

Autorenfoto bewegt sich seit 1997 beruflich im Internethandel, gilt als E-Commerce Experte und verfügt über große gelebte Praxiserfahrung. Er ist Autor mehrerer Fachbücher und einer Vielzahl von Fachartikeln zu allen Aspekten des Onlinegeschäfts. Heute berät und begleitet er vor allem mittelständische Unternehmen im E-Commerce.
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9 Kommentare

  1. [...] Druck auf die Händler aus, auch am Sonntag erreichbar zu sein. Darüber hat auch die Internetseite shopanbieter.de berichtet. Der Sonntag sollte im Berufsleben heilig [...]

    Pingback by Sonntagsarbeit: Amazon macht indirekt Druck auf Händler » Gif-Grafiken.de — 11. März 2012 @ 17:30

  2. Pfui, Amazon! Dann sollten die feinen Herren vor einem solchen Schritt zumindest mal eine vernünftige Übersicht mit sinnvollen Default-Filtermöglichkeiten einbauen :-(

    Kommentar by Sascha Ballweg — 12. März 2012 @ 11:16

  3. sehe in dieser von Amazon **überwachten** und schematisch verarbeitetem
    System keinen Sinn. Erfolgreiches Handeln ist nicht nur im Interesse von Amazon sondern primär wohl im Interesse des Verkäufers, dazu gehört mit höchster Priorität die Pflege möglichst direktem vertrauensvollen Kundenkontaktes, dies ist wohl nicht mit direktiven Maßnahmen zu erreichen.
    Von der Auswertung durch Amazon halte ich deshalb nicht viel.

    Kommentar by Armin Müller — 13. März 2012 @ 07:40

  4. Diese Regeln sollten Sie mal selber für Ihre Händlerteams an den Tag legen. Jeder Amazon Händler der mit dem Team Verkäuferperformance mal Kontakt hatte wird das Bestätigen können.
    - entweder gar keine Anwort
    - oder Antwort nach mehreren Tagen
    - nicht aussagekräftige Standardtextbausteine in der Antwort
    - kein Name, keine E-Mail, kein Telefon

    Wenn wir die Amazon Kunden ähnlich behandeln würden bei Ihren Anfragen – na dann Hallelujah.

    Kommentar by Frank Lorenz — 13. März 2012 @ 08:49

  5. @franz kann diese Erfahrung nur bestätigen. Auch bei Problemem mit Kunden bekommt der Kunde zu 90% immer recht. Geld wird dem Kunden einfach gutgeschrieben. Der Händler kann sehen wo er bleibt. Es wäre schön, wenn es in absehbarer Zeit eine anständige Alternative zu Amazon gibt. Bei Amazon wird wie in dem Märchen bei Aschenputtel verfahren die die guten in Töpfchen (Amazon) die schlechten in Kröpchen (Händler)

    Kommentar by Fabfive24 — 13. März 2012 @ 10:49

  6. Die Margen werden immer geringer. Dafür werden die Kunden immer dreister und Retouren-Sendungen und Rechtsvorgaben verursachen immer mehr Kosten. Nun fordern Amazon und Preissuchmaschinen mehr Einsatz. Ich denke der Zenit des großen Geldes mit einem webshop ist vorbei.

    Kommentar by Mat — 13. März 2012 @ 11:01

  7. Ich beobachte schon längere Zeit, wie die Major-Player ihre Händler nach und nach in eine moderne Form der Leibeigenschaft überführen. Wohl denen, die sich nicht von solchen Unternehmen abhängig machen und mehrere Vertriebskanäle erfolgreich bedienen.

    Zum Kommentar Nr. 6 von “Mat” darf ich anmerken, dass ein Subshop bei einer dieser Malls keineswegs mit einem proprietären Webshop verwechselt werden darf und die Zeiten der guten Wertschöpfung mit Webshops sicher nicht vorbei sind, sondern gerade erst richtig anfangen. Allerdings muss man dazu ganz genau wissen, was man als Händler tut und nicht mit jeder Strömung mitschwimmen. Da krankt es allerdings bei manchen Webhändlern noch ganz gewaltig.

    Es geht jedoch auch sehr erfolgreich ohne Amazon, ebay und Konsorten.

    Kommentar by Arthur W. Borens — 13. März 2012 @ 14:46

  8. [...] bei Bloggern und Shopbetreibern.So ist beispielsweise bei den stets gut informierten Kollegen von shopanbieter.de zu lesen:Viele Händler arbeiten ja sowieso schon mindestens an sechs Tagen in der Woche, was aber tun wenn [...]

    Pingback by Sieben-Tage-Woche für Amazon-Händler? » shopbetreiber-blog.de — 13. März 2012 @ 15:49

  9. [...] aktuellen Artikel des Shopanbieter zufolge übt der weltgrößte Onlinehändler Amazon starken Druck auf seine Händler aus. Amazon [...]

    Pingback by Online-Business Today: Amazon fordert eine Sieben-Tage-Woche, Twitter kauft Posterous, Jimmy Wales berät britische Regierung, Facebook setzt Gowalla offline… › Critch.de › Online-Business Today - News des Tages › Von Michael Freitag — 13. März 2012 @ 23:36

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