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13. Juni 2005

Naive Online-Käufer

Eine US-amerikanische Studie unterstreicht, dass die meisten Onlinenutzer sehr naiv sind, was die Preisgestaltung von Onlineshops angeht. Ein Großteil der Teilnehmer an der Studie "Open to Exploitation" konnten sich nicht vorstellen, dass Onlineshops zur selben Zeit von unterschiedlichen Kunden verschiedene Preise verlangen könnten. Gleichzeitig vertrauten sie darauf, dass Vergleichssites – in der Untersuchung Reiseportale – auch immer die jeweils günstigsten Anbieter einbeziehen müssten.

Auch hinsichtlich des Datenschutzes zeigten sich die Befragten sehr unaufgeklärt, so meinten die meisten, wenn ein Unternehmen eine ‘Privacy’-Erklärung habe, würde es automatisch keinerlei Daten weitergeben.

Die Naivität bietet ein Einfallstor für Händler, dieses ‘blinde Vertrauen’ der Kunden zu missbrauchen. So könnten nach einem Artikel der E-Commerce-Times Shopbetreiber Erstkunden höhere Preise abverlangen, als Stammkunden. Tatsächlich hat Amazon sich bereits einmal bei einem solchen Vorgehen ertappen lassen, was weltweit zu einem lauten Aufschrei führte.

Und genau dies unterstreicht die neue Studie wieder: 87 Prozent der Teilnehmer lehnten eine Preispolitik, die verschiedenen Kunden unterschiedliche Preise berechnet ganz entschieden ab. Shopbetreiber sollten daher sehr sensibel mit der Naivität – mit dem Vertrauensvorschuss! – ihrer Kunden umgehen.

Herzlich aus Hürth
Nicola Straub


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Abgelegt unter: Marketing — nicola @ 11:30

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