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27. März 2008

BVDW veröffentlicht Usability-Leitfaden

Klick zu stuffthathappens.com

Einfach nutzbare Produkte werden häufiger (und länger) benutzt. Das gilt nicht nur für Küchengeräte, sondern auch für Websites, daher ist Usability gerade für Onlineshops entscheidend, denn eine gute Nutzbarkeit verhindert Abwanderung, verlängert die Verweildauer (das bedeudet gefülltere Warenkörbe) und verhindert Kauf-Abbrüche.

Kann sich noch jeder auf die hier formulierte Relevanz guter Usability einlassen, hapert es mit der Übereinstimmung darüber, was denn nun "gut" ist. Psychologen, Ergonomen, aber auch Marketingler haben oft jeweils etwas andere Vorstellungen. Und dann kommen auch noch die Zielgruppen ins Spiel: Viele Zielgruppen haben eigenen Vorlieben und Gewohnheiten…

Dennoch gibt es allgemeingültige Regeln, die eine gute Nutzbarkeit ausmachen und Methoden, wie eine optimale Usability entwickelt werden kann. Solche hat nun eine Arbeitsgruppe des BVDW in einen Leitfaden "Usability ein wichtiger Erfolgsfaktor für E-Commerce-Webseiten" (PDF, 1,9 MB) gegossen.

Dieser Leitfaden ist wirklich rundum gelungen und ich lege ihn jedem Shophändler wärmstens ans Herz, der sich mit dem Thema Usability einmal generell beschäftigen möchte. Der Inhalt ist im Groben dreigeteilt viergeteilt:

Nach einer Einführung in die Relevanz des Themas Usability für Onlineshops folgt die Beschreibung der wichtigsten Kriterien für eine gute Nutzbarkeit von E-Commerce-Angeboten. In einem weiteren Abschnitt werden vorbildhafte Beispiele ("Best Practice") dargestellt, die folgende Shopbereiche abdecken:

  • Die Startseite
  • Der Weg zum Produkt
  • Die Suchfunktion
  • Die Ausgabe der Suchergebnisse
  • Kategorienavigation
  • Die Kategorie-Übersicht
  • Die Informationen zu einem Produkt
  • Der Warenkorb

Im letzten Abschnitt des Leitfadens werden bewährte Entwicklungs- und Testmethoden rund um die Usability-Optimierung vorgestellt und das ist nicht minder interessant als die Abschnitte vorher! Denn es gibt wirklich viel mehr etablierte Verfahren, als man gemeinhin denkt. Oder wer kann von sich behaupten diese Methoden zu kennen:

Nutzungskontextanalyse, Kartensortierung (Card Sorting), Personas, Gruppendiskussion/Kreativ-Workshops, Marktbeobachtung/Wettbewerberanalyse, Papierprototypen (Paper Prototyping), Rapid Prototyping, Expertengutachten, Usability-Test (User Experience Test), Online-Befragung, Remote Test (Nutzertest auf Entfernung), Blickverlaufsanalyse (Eye-Tracking), Remote User Experience Controlling (RUX-Controlling)?

Im BVDW-Leitfaden werden alle diese Methoden ausführlich dargestellt. Das ist kein Selbstzweck, sondern sinnvoll. Denn sie kennenzulernen ist nicht nur spannend, es hilt auch, das Thema Usability besser zu verstehen und nachzuvollziehen!

Schließlich und endlich rundet eine Linksammlung den mit 34 Seiten schon recht umfangreichen, inhaltlich gesehen aber richtiggehend "fetten" Ratgeber ab.

Fazit: Gratulation an die Autoren und ran an den Download!

Herzlich aus Hürth
Nicola Straub

PS: Comic via E-Commerce-Blog


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Abgelegt unter: Usability — Tags: — nicola @ 14:00

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1 Kommentar »

  1. wer hätte gedacht, das usability schon so sehr in “aller munde” ist, dass der bvdw schon einen leitfaden dazu heraus gibt.
    werd mir den nachher mal in ruhe anschauen. (aber jetzt erstmal frühstücken)

    Kommentar von Tobi — 1. April 2008 @ 06:34

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