Aktuelle News

Ausführliches Interview mit PopUp Berlin: Die einfachste Art stationäre Konzepte zu testen

Von: | 19. Mai 2014 | Local heroes
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Seitdem wir vor knapp fünf Jahren über den ersten Popup-Store des Streetfashion-Onlineshops Frontline berichteten, ist zu diesem Thema nicht mehr allzu viel passiert.

Klar, Frontline hat dieses Konzept seitdem ein paar Mal wiederholt und auch andere Pure Player nutzen diese Form der stationären Inszenierung vereinzelt. So nutzt Urbanara, ein Onlineshop für Wohnaccessoires, derzeit für fünf Monate rund 30 Quadratmeter Ladenfläche an der Shopping Mall „Bikini Berlin“ am Berliner Zoo.

Blickt man dagegen einmal in andere Länder, nimmt sich der aktuelle Umfang hierzulande jedoch mehr als spärlich aus. So hat der 2012 gegründete, amerikanische Gewerbeimmobilien-Vermittler Storefront erst kürzlich für seine Expansionspläne 7,3 Mio. Dollar Investorenkapital eingesammelt.

Auch die Händler in Großbritannien sind bei diesem Thema schon deutlich weiter. So haben sich dort, neben dem führenden Vermittler ‚We Are Pop Up’, bereits weitere Anbieter und eine Infrastruktur für Popup-Stores etabliert. Popup Staff vermittelt beispielsweise speziell für Popup Stores einsetzbares Verkaufspersonal. (Weiterlesen…)

 

Curated Shopping als Geschäftsmodell: Funktioniert das Geschäft mit der Beratung?

Von: | 18. September 2017 | Marketing
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Letzte Woche rauschte eine Meldung über Nordstrom durch den US-amerikanischen und europäischen Branchen-Blätterwald, die für einiges Aufsehen sorgte: Die US-amerikanische Kaufhaus-Kette, sonst weder für ein Übermaß an Innovation noch für eine besonders einfallsreiche E-Commerce-Strategie bekannt, plant eine Revolution am PoS: das Kaufhaus ohne Waren. Da war vom Einkaufen der Zukunft die Rede, von Beratung statt Wühltisch, von einem gepflegten Einkaufserlebnis und der Rettung des stationären Kanals.

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Zu den Fakten: Am 3. Oktober eröffnet Nordstrom in West Hollywood mit dem „Nordstrom Local“ eine experimentelle Boutique, laut Wall Street Journal „eine Kreuzung aus Bar, Beauty-Salon und Personal-Shopping-Erlebnis“. Auf rund 280 Quadratmetern Fläche wird kein einziges Kleidungsstück präsentiert; stattdessen warten diensteifrige Mitarbeiter a.k.a. Stylisten auf ihren Einsatz. Mit Hilfe einer App stellen sie für jeden Kunden ein individuelles Outfit zusammen, dass dann stante pede aus den umliegenden Nordstrom-Filialen zur Anprobe angeliefert wird. Die Wartezeit können die Kunden an der zum Geschäft gehörenden Bar verbringen.

Nordstrom denkt mit dem Vorstoß ein Thema auf stationärer Ebene konsequent zu Ende, dass im Online-Retail-Bereich seit etwa 3 Jahren die Gemüter bewegt: das beratungsgestützte Einkaufen, kurz: Curated Shopping. Das verwundert nicht, schließlich hat Nordstrom schon 2014 mit Trunk Club den US-amerikanischen Vorreiter dieser Idee für geschätzte 350 Millionen Euro gekauft. „Nordstrom Local“ scheint nun die Konsequenz aus dieser spektakulären Übernahme zu sein.

Modomoto und Outfittery: Langer Atem in einem spitzen Markt

In Deutschland führten die Startups Modomoto und Outfittery die Idee, die Produkterstauswahl beim Modekauf einem Shopping-erfahrenen Stilberater zu überlassen, erstmals 2012 ein. Beide Unternehmen statten einkaufsmüde Männer stilsicher aus und konnten sich mit ihrem Geschäftsmodell über die Jahre am Markt etablieren, wenn auch mit sehr unterschiedlichen Methoden. Modomoto agierte eher bodenständig und nahm über die Jahre Fremdkapital im niedrigen einstelligen Millionenbereich auf. Die meisten Investoren kamen über eine Fusion mit dem Konkurrenten The Cloakroom ins Unternehmen. Insgesamt häufte Modomoto in 6 Jahren weniger als 3 Millionen Euro Verlust an. Umsatzzahlen veröffentlicht das Unternehmen nicht, es ist von „signifikant zweistelligen Millionenbeträgen“ die Rede. 2017 soll die Profitiabilität erreicht werden. Konkurrent Outfittery dagegen agiert eher nach Silicon Valley-Manier: In mehreren Finanzierungsrunden sammelte das Start-up über 50 Millionen US-Dollar ein, verbrannte bei der aggressiven Expansion aber auch über 32 Millionen Euro an Verlusten. 2015 (das sind die neuesten Zahlen, die Outfittery ausgibt) steigerte das Unternehmen den Umsatz um 93 Prozent auf 36 Millionen Euro und schrieb beinahe halb soviel Verluste. Von Profitabilität ist keine Rede. (Weiterlesen…)

 

Branche in Aufruhr

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Im Markt der Pure Player wird es aufgrund extrem niedriger Margen zur Konsolidierung und zum Shake out kommen. 90 % der heute am Markt aktiven Pure Player werden nicht überleben“, so eine These von ECC Köln und Mücke, Sturm & Company. Schuld sei eine viel zu hohe Dichte an Konkurrenz. Ohne Kanalexcellenz und klaren USP sei ein Überleben schwierig. Da tröstet es den gemeinen Online-Händler nicht, dass deren Einschätzung nach auch 70 % der traditionellen Händler sich entweder völlig neu erfinden müssen oder verschwinden werden. Diese Aussagen hatten in der Branche kurzzeitig für einiges an Aufmerksamkeit gesorgt und werden seitdem gerne als Beleg für die kommende Marktbereinigung genutzt.

Zugegeben, als ich diese Aussage das erste Mal las, schwankte ich zwischen Überraschung und Ungläubigkeit. Da diese Aussage zwischenzeitlich des Öfteren von anderen Fachpublikationen aufgegriffen wurde, hatte ich seitdem Gelegenheit, diese noch öfter zu lesen. Nur die Ungläubigkeit, die blieb. Wie konnte das von mir seit vielen Jahren geschätzte ECC Köln zu so einem Ergebnis kommen? Geht man davon aus, dass es in Deutschland insgesamt mehr als 400.000 Online-Anbieter gibt, bedeutet dies doch nicht weniger, als dass mehr als 350.000 Online-Händler zusperren werden können.

Und doch haben sie Recht

Setzt man sich jedoch mit den gesamten Schlussfolgerungen des ECC Köln auseinander, wird man feststellen, dass sie im Kern doch richtig liegen. Sagen sie doch letztlich nichts anderes, was schon lange klar ist und auch von uns bereits seit Jahren proklamiert wird. Online-Händler ohne klare Positionierung, am besten mit Alleinstellungsmerkmal, erwischt die Marktbereinigung am härtesten. Reine Kistenschieber, die nur Ware einkaufen und verkaufen, werden so gut wie keine Überlebenschance haben.

Über die hohe Zahl der Todgeweihten von 350.000 bzw. 90% aller Pure Player mag man streiten können. Schließlich gibt es sogar unter den Dropshippern ohne eigenes Lager einige, welche die Klaviatur des Online-Handels so gut beherrschen, dass sich diese dank stark automatisierter Prozesse und einer hohen E-Commerce-Kompetenz mit ihrem „Arbitrage-Geschäft“ behaupten können.

Aber ansonsten haben das ECC Köln und Mücke, Sturm & Company absolut Recht, wenn sie sagen: „Es werden sich nur diejenigen Konzepte durchsetzen, die Kernkompetenzen optimieren, ein klares Leistungsversprechen gegenüber dem Kunden abgeben und dies auch dauerhaft erfüllen können. Verluste werden nur zum Teil durch neue Konzepte kompensiert. Es ist zu erwarten, dass in den meisten Branchen nur Platz für zwei große Player ist, im Zweifelsfall für Amazon + 1. Zudem werden kleinere Nischenanbieter ihren Platz finden.(Weiterlesen…)

 

Nicht jeder sagenumwobene Multichannel-Effekt zieht

Von: | 8. Juli 2014 | Local heroes
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Multichannel wird ja nach wie vor als die einzige Zukunft des Handels prognostiziert. So würde der Konsument künftig nicht mehr unterscheiden, ob er online oder stationär kauft. Irgendwie, muss also jeder Händler online, wie auch lokal vertreten sein. Sehe ich etwas entspannter, macht aber nichts. Dennoch bin ich ein großer Freund, von stationären Konzepten, für Online-Händler. Siehe unsere diversen Artikel zu Popup-Stores, Shop-in-store-Konzepten und überhaupt unseren vielen Praxisbeispielen aus unserem Buch „Local heroes„.

Aber man bricht sich ja keinen Zacken aus der Krone, wenn man zugibt, dass nicht alles für jeden funktioniert. Dachte sich auch Wilke Stroman, Gründer und Geschäftsführer von Sparhandy.de. Mit 218 Millionen Umsatz, weit über 100.000 Bestellungen im Jahr und mehr als 140 Mitarbeiter, gehört Sparhandy.de zu den größten Online-Händlern in Deutschland. Dieser berichtete im Interview mit Locationinsider nun freimütig, über seine Erfahrungen mit deren stationäres Standbein.

In ihrem Flagship-Store, zieht Sparhandy eigentlich alle Register des klassischen Multichannels. Die Kunden, können im Laden ihre Online-Bestellung abholen und erhalten überhaupt dieselben Preise wie im Onlineshop von Sparhandy.de. Gleichzeitig, inszeniert der Laden gezielt Beratungsmöglichkeiten und die Verkäufer agieren quasi selbstverständlich mit Unterstützung von Tablets. – ein Vorzeige-Mulitichannel-Händler also, möchte man meinen. (Weiterlesen…)

 

Concept Malls als stationäre Antwort auf den E-Commerce-Boom

Von: | 16. April 2014 | Bunte Kiste
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Anders als manch anderer E-Commerce Experte glaube ich ja nicht daran, dass künftig 80% aller stationärer Händler überflüssig werden und noch weniger an die gar unterschwellig formulierten 100%-E-Commerce-Anteil.

Ich denke, da vergaloppiert sich so mancher bzw. vergisst dass auch für den stationären Handel, wenn auch langsam, neue Konzepte und Technologien entstehen und sich noch langsamer durchsetzen. Gleichzeitig ist das Konsumentenverhalten überhaupt nicht  abzuschätzen. Klar, momentan spricht alles für den Onlinehandel.

Doch wer kann schon vorhersagen, ob die Käufer dessen nicht eines Tages – zumindest teilweise – überdrüssig werden und sich wieder nach dem Shopping-Erlebnis in der City als Freizeitbeschäftigung sehnt? Auch klar, dass sich der Handel dafür einiges einfallen lassen und endlich mal aus den Pötten kommen muss. Aber ist der Schmerz nur groß genug …

Doch sehen wir es mal ganz pragmatisch – angenommen Sie suchen eine Schraube für spezielle Anforderungen. Im Baumarkt finden Sie diese nicht und im Internet auch nicht. Als Nicht-Schraubenfachmann tun Sie sich auch schwer nach dem richtigen Fachbegriff zu suchen. Da hilft nur eines, der Weg zum stationären Fachhandel.

In München, wäre das beispielsweise Schrauben Preisinger am Viktualienmarkt. Die führen natürlich fast alles an „normalen“ Schrauben. Beginnend ab 1mm Durchmesser. In fast allen gängigen Materialien. Dazu viele Sonder-Artikel im Schrauben-Bereich. Alles in allem ca. 40.000 verschiedene Artikel und ständig kommen neue hinzu.

Schaut man sich deren Website an, möchte man am liebsten davonlaufen und trotzdem ist deren Laden ständig rappelvoll mit Handwerkern und Privatpersonen. Und warum – erstens haben sie entweder jede Schraube oder kennen zumindest jede Schraube und können sie besorgen oder wissen wo man sie bekommen könnte. Und als bereits zitierter Nicht-Schraubenfachmann und auch Nicht-Handwerker, kann man deren Mitarbeiter einfach schildern, welches Problem man hat und sie finden  in der Regel die passende Schraube. Und dieser Laden, soll also künftig vom Internet abgelöst werden? – so, so. (Weiterlesen…)

 

Mode-Label Kate Spade und Ebay kombinieren Touchscreens mit Ladenlokalen

Von: | 25. Juni 2013 | Local heroes
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StoreLocator_PopUpShop2Wie future commerce ausführlich berichtet, wurden dazu in Downtown-Manhatten vier Ladenlokale angemietet, deren Front mit auffällig gelbem Anstrich und schwarz-weißem Streifenmuster versehen wurden. In den Schaufenstern ist eine Auswahl von Kleidungsstücken aus der “Saturday”-Kollektion zu sehen. In die Schaufenster integriert ist ein lebensgroßer Touchscreen-Panel, der nicht nur weitere Informationen zu den thematisierten Produkten anzeigt, sondern als Verkaufs-Interface funktioniert. Von diesem “Frontend” abgesehen ist das Ladenlokal leer.

Angezogen von der auffälligen Gestaltung der Schaufensterfront (und der Light- & Sound-Show des Touchscreens) findet sich der aufmerksam gewordene Fußgänger vor dem Touchpanel ein, trifft seine Auswahl an Kleidungsstücken und/oder Accessoires, legt diese in gewohntem Habitus in einen Warenkorb und bestätigt seinen Einkauf mit der Eingabe seiner Handynummer. Eine vorherige Registrierung oder ein LogIn ist nicht nötig. Abgeschlossen wird die Transaktion durch die Abstimmung der Lieferung, d.h. Zeit und Ort, per SMS. Die kostenfreie Lieferung soll innerhalb von einer Stunde via Kurierdienst erfolgen, die Bezahlung per Paypal on delivery – also erst bei Erhalt der Ware.

Unklar, warum das Ladenlokal als Verkaufsfläche nicht mitgenutzt wird. Doch vermutlich, geht es hier um einen erhöhten Marketingeffekt.

via Internet World

Unter dem Motto „Local Heroes“ veröffentlicht shopanbieter.de in regelmäßiger Folge Beispiele für die gelungene Verknüpfung von Onlinehandel und stationärem Geschäft. Ergänzt werden diese ausführlichen Artikel von kürzeren Nachrichtensplittern.

Denn wir glauben an den stationären Handel. Er muss nur endlich aus den Puschen kommen und das Internet nicht als Gefahr sondern als auch Chance verstehen. Wichtiger Impulsgeber sind hierfür möglicherweise die unter „Local Heroes“ vorgestellten Unternehmen und Ideen.

 

Das Ladengeschäft als Expansionsstrategie für Onlinehändler

Von: | 9. Juli 2010 | Local heroes
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Angesichts des Trends zum Multichannel-Verkauf und immer stärkerer Aktivitäten der klassischen Einzelhandelsmarken im Onlinehandel, ist es eine naheliegende Strategie für E-Commerce-Betreiber, selbst den Einstieg in den stationären Handel zu wagen. (Weiterlesen…)

 

Amazon geht wohl den Schritt in den stationären Handel

Von: | 7. Dezember 2009 | Vertrieb
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Wie golem gestern berichtete, sucht Amazon derzeit Immobilien in Großbritannien in gehobener Lage zur Eröffnung von stationären Geschäften. Diese sollen vornehmlich dazu dienen, bei Amazon online georderte Ware lokal im Amazon-Shop abholen zu können.

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itemcatcher – Produktmerkliste

Von: | 17. November 2009 | Bunte Kiste
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Über Möglichkeit, Sinn und Unsinn eines übergreifenden Warenkorbes wurde ja schon viel debattiert – Verkäufer tun sich oft schwer damit (Stichwort Versandkostenfreiheit bzw. -Vereinheitlichung), für Kunden aber wäre er (gerade jetzt vor Weihnachten) eine Erleichterung. Und vermutlich werden sich die sozialen Netzplattformen dahin entwickeln, dies irgendwann anzubieten. Bis dahin können sich Kunden beim aktuellen Weihnachtsshopping mit "Itemcatcher" behelfen.
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Marktplatz: Onlineshop für Wandtattoos

Von: | 22. September 2009 | Marktplatz
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(Anbietertext): Zum Verkauf steht der Online-Shop www.wanddeko24.com sowie das dazugehörige Pendant bei eBay.
Der Shop beschäftigt sich mit dem Verkauf von Wanddekorationen wie z.B. Postern, Wandtattoos, Leinwandbildern, Fototapeten uvm.

Diese Artikel werden von uns im eigenen Hause angefertigt. Für die Herstellung ist ein digitaler Großformatdrucker sowie ein Folienplotter notwendig. Die Motive für die Wandtattoos sind zum großen Teil selbst gestaltet.

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